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Wann endet der Friedhofszwang

Wann endet der Friedhofszwang

Laut einem aktuellen Gutachten „Herausgabe der Urne nach Ablauf der Ruhezeit“ von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, können Angehörige nach dem Ablauf der Ruhezeit verlangen, dass Friedhofsverwaltungen ihnen die Urnen mit der Asche Verstorbener aushändigen.

Hintergrund: In Deutschland dürfen Angehörige nicht frei über die Asche der Verstorbenen verfügen. Die Ruhezeit bzw. Ruhefrist bezeichnet dabei den Zeitraum, für den die Totenruhe gilt und währenddessen die Asche an ihrem Beisetzungsort bleiben muss. Sie umfasst je nach Friedhofssatzung zwischen 7 und 25 Jahren. Anschließend spricht rechtlich jedoch wenig dafür, dass die Asche auf dem Friedhof aufbewahrt werden müsste. Der Inhaber des Totensorgerechts, in der Regel ein Angehöriger, darf dann frei über den Verbleib der sterblichen Überreste bestimmen.

Die Asche Verstorbener befindet sich üblicherweise in einer Kapsel aus Metall und diese wiederum häufig in einer sie umschließenden Schmuckurne. Beide sind Eigentum des Angehörigen, der diese von Bestatter bzw. Krematorium erwirbt. Die Behältnisse lassen sich aus praktischen Gründen nicht getrennt von der Asche betrachten und fallen somit auch unter den Friedhofszwang. Mit Ablauf der Ruhezeit endet jedoch die Aufbewahrungspflicht der Friedhofsverwaltung. Der dazu berechtigte Angehörige kann neben dem Totensorgerecht seinen Eigentumsanspruch ausüben. Somit müssen die Friedhofsverwaltungen dann nicht nur die Asche Verstorbener, sondern auch die sie umhüllenden Behältnisse aushändigen.

Das Gutachten stellt Aeternitas auf seiner Webseite kostenlos zur Verfügung.

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