Artikel-Schlagworte: „Urnenbestattung“

Trend geht zu pflegearmen Gräbern

Der bundesdeutsche Trend nimmt nicht nur bei Urnenbestattungen zu- auch Gräber müssen für die Angehörigen pflegeleicht sein. Dies hat sicher auch mit dem demografischen Wandel, sowie dem Wegzug neuer Generationen aus vielen ländlichen Gebieten zu tun. Das ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Bestatterverbandes MV, Arndt, der Hauptgrund für das deutliche Überwiegen von Urnenbestattungen. In einem Gespräch mit der dpa schätzte er den Anteil der Feuerbestattungen auf 75 bis 80 Prozent.

Ebenso seien Beerdigungen auf Gemeinschaftsanlagen im Trend, sowohl für Urnengräber als auch für Erdbestattungen. „Das muss nicht unbedingt anonym sein“, sagte Arndt. Es gebe solche Anlagen auch mit Namensstelen oder Grabplatten. Um die Pflege müssten sich die Angehörigen nicht kümmern. „Das ist vielen Menschen wichtig, gerade wenn die Kinder weggezogen sind“, sagte Arndt.

Gestaltung einer Trauerfeier

Die Angehörigen, Freunde, Bekannten usw. nehmen in den meisten Fällen in der Friedhofskapelle mit einer Trauerfeier nochmals Abschied von ihrem Verstorbenen.
Je nach der gewünschten Bestattungsart wird der Sarg oder die Urne daran anschließend in einer entsprechenden Grabstätte beigesetzt.

Bei Feuerbestattungen kann einen Trauerfeier auch vor der Einäscherung stattfinden. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt, meist in aller Stille oder im Kreis der nächsten Angehörigen.

Eine Trauerfeier bedeutet jedoch auch das letzte Zusammensein mit, bzw. der Abschied von einem Verstorbenen und hinterlässt daher meist einen bleibenden Eindruck. Man sollte diese daher so individuell wie möglich gestalten. Zwar dürften z.B. bei einer christlichen Bestattung bestimmt Elemente nicht außer Acht bzw. fortgelassen werden, es steht aber auch nichts im Wege, hier etwas zu ergänzen bzw. erweitern.

Musik auf einer Trauerfeier

So könne traditionellen und charakteristischen Beerdigungslieder durch moderne weltliche Lieder bzw. Lieblingslieder der/des Verstorbenen ersetzt werden. Angehörige und Freunde sollten sich nicht scheuen, selbst einmal einige Worte zu sprechen oder einen Text / ein Gedicht vorzutragen.

Die Aufzählung könnte zwar beliebig fortgesetzt werden, sie soll aber hauptsächlich dazu anregen, sich einmal im voraus Gedanken über die Gestaltung einer Trauerfeier zu machen.

Vor allem darf der im Wort enthaltenen Begriff „Trauer“ aber den zweiten Begriff „Feier“ nicht verdrängen, denn der Abschied von einem Mitmenschen sollte auch so feierlich und individuell wie eben möglich sein.

Urne zu Hause: Österreicher haben Bedenken

Seitdem der österreichische Gesetzgeber im Jahre 2010 die gesetzlichen Bestattungsregelungen aufgelockert hat, nutzen eine immer größere Zahl an Bürgern die Option, ihre verstorbenen Angehörigen in einer Urne zu Hause aufzubewahren. Entsprechend der Aussage eines Experten kann man davon ausgehen, dass sich inzwischen mind. 5 Prozent eine Urnenbestattung wählen und im weiteren Verlauf die Urne mit nach Hause nehmen. Dass dieser Entwicklung gleichfalls Probleme auslösen kann, weiß der Grazer Friedhofs-Ombudsmann J. Frühstück zu berichten. Der Ombudsmann fordert deshalb einen “pietätvollen Umgang” mit der Urne ein.

Frühstück macht in diesem Zusammenhang auf die Schwierigkeiten aufmerksam, stießen Leute nach Wohnungsauflösungen doch wiederholt auf Urnen im Abfall.

Die persönliche Verwahrung der Urne zu Hause, welche in den meisten Bundesländern Österreichs einer Einwilligung der Gemeinde bzw. des Gesundheitsamtes erfordert, habe häufig unbedachte Folgen, so der Ombudsman: “Sofern zum Beispiel ein Familienangehöriger die Urne zu Hause hat, wird den anderen Hinterbliebenen auf diese Weise die Gelegenheit genommen, dem Toten an seiner letzten Ruhestätte zu Gedenken.” Dadurch fehle vielen Menschen ein Ort der Trauer, sofern kein Zugang zur Urne vorhanden ist.

Frühstück sieht eine zusätzliche Herausforderung was die Aufbewahrung der Urnen in fernerer Zukunft betrifft: “Im Zusammenhang mit Wohnungsauflösungen oder Bauarbeiten werden immer wieder Urnen entdeckt, wo es keine nächste Generation mehr gibt, welcher man die Urne mit der Totenasche aushändigen kann. Eine würdevolle Handhabung mit den sterblichen Überresten ist demzufolge häufig nicht mehr gegeben”, so Frühstück. Er weiß von Einzelfällen zu berichten, wo zum Vorschein gekommene Urnen geradewegs im Abfall landen. Der Ombudsmann spricht sich stattdessen für eine Regelung aus, wonach eine Urne für eine bestimmte Zeit zu Hause aufbewahrt wird und sie nach der Abschiedszeit zum Friedhof gebracht und dort bestattet wird. Auf diese Weise müssen sich die Angehörigen nicht direkt von dem Verstorbenen trennen und anderseits könnten auf diese Weise Schwierigkeiten mit Zugänglichkeit und Dauerhaftigkeit vermieden werden. In diesem Zusammenhang sollten die Angehörigen auch bedenken: “Die Totenasche in der Urne war einst ein Mensch und hat Würde verdient.”

Ein Bestatter aus Graz schränkt die Tragweite des Problems ein. Nur ein geringer Anteil seiner Kunden würde sich für die Urne zu Hause entscheiden. Darüber hinaus werden sämtliche Aschengefäße mit Marken gekennzeichnet und sind deshalb sehr gut zu identifizieren. Eine würdevolle Verwahrung der Totenasche wird laut Aussage des Bestatters stichprobenweise überprüft: “Sollte in diesem Zusammenhang ein nicht pietätvoller Umgang mit der Urne festgestellt werden, drohen strafrechtliche Konsequenzen im Hinblick auf eine Störung der Totenruhe.” Sollte man die Urne des verstorbenen Angehörigen einmal nicht mehr zu Hause haben wollen, könne diese zudem wieder auf einen Friedhof gebracht und bestattet werden.

Urne mit Asche eines Verstorbenen stand sechs Jahren im Spind eines Bauarbeites

In der österreichischen Gemeinde Mauerbach ist ein Streit um die Urnenbeisetzung eines Einwohners entbrannt.

Niemand interessiert der Verbleib der Urne

Die Odyssee der Urne mit der Asche des Verstorbenen dauert mittlerweile mehr als sechs Jahre. Einige Jahre wurde die Urne von einem Gemeindearbeiter in einem Spind am Bauhof aufbewahrt angeblich wusste niemand wohin mit ihr.

Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister von Mauerbach diesen Vorfall. Mit den Worten: „Wir dürfen die Urne nicht bestatten lassen“, verteidigt sich dieser aber. Diese sei Eigentum der Familie. „Die Gemeinde versucht seit Jahren, das zu regeln. Die Familie hat aber auch keine Verzichtserklärung unterschrieben, somit können wir nichts tun.“

Unterdessen wurde die Urne in die Leichenhalle verbracht- die Amtsleitung sowie Bestatter suchen nun nach Möglichkeiten einer zeitnahen Urnenbeisetzung.

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58 Prozent der Bundesbürger sprechen sich laut einer Umfrage gegen Friedhofszwang für Urnen aus

Im März 2010 wurden durch das TNS Emnid Institut eine Umfrage zum Thema „Friedhofszwang für Urnen in Deutschland“ durchgeführt. 58 Prozent der über 1000 Befragten, sprachen sich gegen den Friedhofszwang für Urnen aus.

Ein Großteil der Bundesbürger wünscht sich vielmehr eine Lockerung des bestehenden Feuerbestattungsgesetzes und würde die Urne mit den Ascheresten ihrer Verstorbenen Angehörigen lieber zu Hause aufbewahren oder im eigenen Garten bestatten.

Dass dies ein neuer Trend ist, belegt eine Studie aus dem Jahre 2001. Damals hatten sich noch die Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) für eine Urnenbestattung auf einem Friedhof ausgesprochen. Des weiteren sprachen sie sich dafür aus, Umbettungen von Urnen auf Wunsch der Angehörigen immer zu erlauben. Leider sieht die Praxis doch etwas anders aus. Friedhofsverwaltungen gestatten Umbettungen aufgrund der geltenden Bestattungsgesetze nur in wenigen Ausnahmefällen.

Grabstättenform: Urnen- Familiengruft

Sollten Sie sich für den Kauf einer Urnen- Familiengruft entscheiden, besteht die Option, den Platz des Grabes selbst zu bestimmen. Eine Urnengruft kann mit bis zu 4 Urnen belegt werden. Es wird ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht auf Parkfriedhöfen von max. 35 Jahren und max. 30 Jahren auf allen anderen Friedhöfen erworben. (entsprechende Gesetze sind Recht des einzelnen Bundeslandes und können somit abweichen) Der Grabnutzer kann selber bestimmen, wer außer ihm auf der Familiengruft beigesetzt werden soll. Eine Bestattung darf nur stattfinden,  wenn die Ruhezeit (in der Regel 15 Jahre bei einer Urnenbestattung) auf der zu belegenden Grabstelle abgelaufen ist. Überschreitet bei einer Beisetzung die Ruhefrist die Dauer des Nutzungsrechtes, so muss das Nutzungsrecht für die Dauer der Ruhezeit für alle Grabstellen durch Zahlung einer Gebühr verlängert werden.

Verwaltungsgericht erlaubt keine Bestattung im heimischen Garten

Vor dem Verwaltungsgericht in Trier scheiterte nun ein 75- jähriger Architekt mit seiner Klage nach dem Wunsch einer Urnenbestattung im heimischen Garten. Der Rentner wollte unter einer alten Buche auf seinem Grundstück in Saarburg bestattet werden.

Die Richter am Verwaltungsgericht beriefen sich in ihrer Klageabweisung auf das in Deutschland bestehende Bestattungsgesetz. Dieses Gesetz besagt, das es in Deutschland grundsätzlich einen Friedhofszwang gibt, der nur in Ausnahmefällen umgangen werden darf. Der bloße Wunsch, im eigenen Garten bestattet zu werden, reiche für eine Ausnahmegenehmigung aber nicht aus.

Urnenbeisetzung



Heute kann man die Kosten für eine Verbrennung im Rahmen halten, in dem man auf einen kostenintensiven Sarg für die Verbrennung verzichtet. Stattdessen kann man auf nicht geschraubte Holzsärge oder auch besonders umweltfreundliche Särge aus Pappe zurückgreifen. Die Hinterbliebenen haben die Wahl, die Urne des Verstorbenen, entweder in einem Erdgrab oder in einer Nische in der Urnenwand (Kolumbarium) beisetzen zu lassen. Auf Urnengräbern sieht man häufig kleine Liegesteine (auch Grabkissen genannt). Die Ruhefristen liegen zwischen 10-30 Jahren. Man braucht also nur noch eine Urne kaufen, deren Kosten sich je nach Ausführung auf 90 € bis 900 € belaufen.

Kosten für ein anonymes Urnengrab: von 500 € bis 1.900 €

Kosten für ein Urnenbestattung: von 800 € bis 3.200 €

Wer eine noch günstigere Alternative für eine anonyme Urnenbeisetzung sucht, wird z. B. bei unseren Nachbarn in Tschechien fündig. Dort ist eine Urnenbestattung incl. der Gebühren für Friedhof + Kremation, für ca. 80 € zu haben.

Die Kosten für eine Bestattung durch den von Ihnen ausgesuchten Bestatter, setzen sich individuell zusammen.

Die hier angegebenen Preise, dienen ausschließlich als Orientierungshilfe.

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Herforder wählen häufig Urne als letzte Ruhestätte

In Herford wurden im Jahre 2008, 411 Verstorbene beigesetzt. Für die Urnenbestattung entschieden sich 190 Leute. Das ist ein sicheres Indiz, das die Bestattungsart in der Urne immer mehr zunimmt.

Der „Ewige Frieden“ ist der größte Friedhof in Herford und dort kommt es schon seit mehreren Jahren zu mehr Urnen- als Erdbestattungen. 2008 wurden 263 Bestattungen auf diesem Friedhof durchgeführt, davon 141 Urnenbestattungen sowie 122 Erdbestattungen. Insgesamt kann man aber davon ausgehen, dass die Zahl der Beisetzungen auf den städtischen Friedhöfen in Herford rückläufig ist.

Neue Wege wollte man eigentlich bei der Stadtverwaltung in Herford gehen und war davon ausgegangen, dass die islamische Gemeinde mehr Interesse an Beisetzungen auf dem islamischen Teil des Friedhofs Ewiger Frieden hätte. Leider wurde in 2008 dort aber nur 5 Verstorbene bestattet.

Anonyme Bestattung

Bereits ein drittel der Hinterbliebenen kann sich vorstellen, den nächsten Angehörigen anonym zu bestatten. Das anonyme Grab, gehört zu den günstigsten Varianten einer Bestattung. Anonyme Gräber sind Reihengrabstätten für Erd- oder Urnenbestattungen. Anonyme Gräber werden alleinig durch die Friedhofsverwaltungen gepflegt. Weiterhin besteht die Möglichkeit einer Verstreuung. Dies geschieht auf dafür vorgesehenen Streu- oder Feldwiesen.

Kosten für ein anonymes Erdgrab: von 900 € bis 1.900 €

Kosten für ein anonymes Urnengrab: von 600 € bis 1.200 €

Kosten für die Verstreuung: von 600 € bis 1.100 €

Die Kosten für eine Bestattung durch den von Ihnen ausgesuchten Bestatter, setzen sich individuell zusammen.

Die hier angegebenen Preise, dienen ausschließlich als Orientierungshilfe.