Artikel-Schlagworte: „Trauer“

Vorsorge durch einen Bestattungsvorsorgevertrag

Der Verlust eines Familienangehörigen, eines Freundes oder eines Bekannten ist für jeden von uns ein schmerzlicher, oftmals auch schicksalhafter Lebenseinschnitt.
Plötzlich müssen wir über das Unvermeidliche – den Tod – nachdenken.

Wir müssen darüber sprechen, wie wir unseren verstorbenen Angehörigen, den Freund oder Bekannten die letzte Ehre in würdiger Form erweisen. Das ist ein hoher Anspruch, dem wir unbedingt in dieser schweren Zeit der Trauer gerecht werden wollen.

Darum Vorsorge!

Bestattungsvorsorge heißt Selbstbestimmung und Verantwortung in eigener Sache.
Durch einen Bestattungsvorsorgevertrag wird zu Lebzeiten die eigene Beerdigung geplant, organisiert und finanziell abgesichert. Individuelle Wünsche werden festgelegt. Die Angehörigen werden im Todesfall entlastet und müssen in der schwierigen Zeit der ersten Trauer keine Entscheidung treffen. Sie greifen im
Voraus Ihren Angehörigen in einer der schwersten Stunden hilfreich unter die Arme.

Der Abschluss eines Bestattungsvorsorgevertrages regelt, wie Ihre Bestattung einmal aussehen soll. Die Einrichtung eines Treuhandkontos oder eine Sterbegeldversicherung gewährleisten die finanzielle Absicherung.

Gestaltung einer Trauerfeier

Die Angehörigen, Freunde, Bekannten usw. nehmen in den meisten Fällen in der Friedhofskapelle mit einer Trauerfeier nochmals Abschied von ihrem Verstorbenen.
Je nach der gewünschten Bestattungsart wird der Sarg oder die Urne daran anschließend in einer entsprechenden Grabstätte beigesetzt.

Bei Feuerbestattungen kann einen Trauerfeier auch vor der Einäscherung stattfinden. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt, meist in aller Stille oder im Kreis der nächsten Angehörigen.

Eine Trauerfeier bedeutet jedoch auch das letzte Zusammensein mit, bzw. der Abschied von einem Verstorbenen und hinterlässt daher meist einen bleibenden Eindruck. Man sollte diese daher so individuell wie möglich gestalten. Zwar dürften z.B. bei einer christlichen Bestattung bestimmt Elemente nicht außer Acht bzw. fortgelassen werden, es steht aber auch nichts im Wege, hier etwas zu ergänzen bzw. erweitern.

Musik auf einer Trauerfeier

So könne traditionellen und charakteristischen Beerdigungslieder durch moderne weltliche Lieder bzw. Lieblingslieder der/des Verstorbenen ersetzt werden. Angehörige und Freunde sollten sich nicht scheuen, selbst einmal einige Worte zu sprechen oder einen Text / ein Gedicht vorzutragen.

Die Aufzählung könnte zwar beliebig fortgesetzt werden, sie soll aber hauptsächlich dazu anregen, sich einmal im voraus Gedanken über die Gestaltung einer Trauerfeier zu machen.

Vor allem darf der im Wort enthaltenen Begriff „Trauer“ aber den zweiten Begriff „Feier“ nicht verdrängen, denn der Abschied von einem Mitmenschen sollte auch so feierlich und individuell wie eben möglich sein.

Zitat einer Kundin

Wenn Engel einsam sind in

ihren Kreisen,

dann gehen sie von Zeit zu

Zeit auf Reisen.


Sie suchen auf der ganzen Welt

nach ihresgleichen,

nach Engeln, die in

Menschengestalt durchs

Leben streichen.


Sie nehmen diese mit zu sich

nach Haus – für uns sieht

dieses Verschwinden dann wie

Sterben aus.

Buch-Tipp: Warum hast du uns das angetan?

Warum hast du uns das angetan?

Ein Begleitbuch für Trauernde, wenn sich jemand das Leben genommen hat (Broschiert 160 Seiten) 14,95 €

Chris Paul

Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 6 (12. Juni 2006)

  ISBN-10: 3579068121

  ISBN-13: 978-3579068121

Kurzbeschreibung:

Ohnmacht. Trauer. Hoffnung.

Schwierigkeiten und Chancen des Trauerns nach einem Suizid – Hilfestellungen für den Weg in ein »Leben danach« – Ein Ratgeber für Hinterbliebene von Suizid-Opfern

Warum hast du uns das angetan? Dieses Buch von Chris Paul über Trauer nach Suizid erscheint jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Neuauflage. Neue Kapitel über Trauer bei Kindern und Jugendlichen, Schuldgefühle und Traumatisierung ergänzen dieses Standardwerk für alle, die durch einen Suizid betroffen sind. Trauernde und Trauerbegleiter finden hier alle nötigen Informationen, einfühlsam und lebensnah aufbereitet. Konkrete Übungen helfen bei der Bewältigung, Abschnitte für Angehörige und Helfer geben Hinweise auf sinnvolle Unterstützungsangebote. »Der unprätentiöse und sachliche, aber nicht nüchterne Ton des Buches ist eine Wohltat. Die sparsamen persönlichen Bemerkungen der Autorin und knappen, aber treffenden Zitate aus Beratungsgesprächen vermitteln Einfühlsamkeit und Kompetenz. Ich bin sicher, dass dieses Buch für jeden Betroffenen Wege zum Weiterleben aufzeigt.« (Psychologische Umschau)