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Prominente Trauerfälle: Peter Alexander
Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer
Geboren: 30. Juni 1926
Gestorben: 12. Februar 2011
Der österreichische Sänger, Schauspieler und Showmaster, Peter Alexander, ist tot. Er starb am 12. Februar 2011, in Wien.
Der erfolgreiche deutschsprachige Sänger, war der Sohn eines Bankangestellten und einer Musikalienhändlerin.
Seid 1946 absolvierte Peter Alexander Neumayer eine Schauspiel-Ausbildung und schloss sie 1948 mit Auszeichnung ab. Dabei nannte er sich erstmals unter Weglassung aller weiteren Namen nur noch „Peter Alexander“. Schon hier zeichnete sich ab, dass Peter Alexander eher für das komödiantische Fach bestimmt war. Er brachte sich Gesang und Klavierspiel autodidaktisch bei. Sein großes Vorbild war Frank Sinatra.
Im Jahre 1951 erschien Peter Alexanders erste Schallplatte („Das machen nur die Beine von Dolores“). Bis 1981 hatte Alexander als Sänger 38 Top-Ten-Hits in der Bundesrepublik Deutschland und war 80-mal in den Top Hundert vertreten.
Für seine Schallplatten, Filme und Fernsehshows erhielt der österreichisch-deutsche Showdino zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie z.B. die Goldene Kamera (1970, 1980, 1984), 10x den Bambi, sowie verschiedene Ehrenabzeichen der Republik Österreich.
In den Jahren von 1965 bis 1983 wurden über 15 Millionen Langspielplatten und 25 Millionen Singles von Peter Alexander verkauft. Allein in Deutschland werden Alexanders Tonträgerverkäufe seit 1956 auf über 46 Millionen Stück geschätzt. Zu seinen größten musikalischen Erfolgen zählen Hit´s wie: „Der Mond hält seine Wacht“, „Ich weiß, was dir fehlt“ und „Der letzte Walzer“.
Im Zeitraum von 1969 (erste Deutschland-Tournee) bis zu seiner letzten Tournee 1991 war Peter Alexander, neben Udo Jürgens, der erfolgreichste Tourneekünstler im gesamten deutschen Sprachraum, vor allem aber in Deutschland errang er größte Beliebtheit.
Peter Alexander war ein gern gesehener Gast in Fernseh-Shows wie: „Der goldene Schuß“, „ZDF-Hitparade“, „Die Rudi Carrell Show“ und Gottschalks „Wetten, dass..?“.
Peter Alexander war mit der Schauspielerin Hildegarde Haagen von 1952 bis zu Ihrem Tod 2003 verheiratet. Zusammen hatten sie zwei gemeinsame Kinder. 2009 starb seine Tochter bei einem Autounfall in Thailand.
Wann und wo die Trauerfeier für den verstorbenen Entertainer stattfindet, ist noch nicht bekannt.
Prominente Trauerfälle: Bernd Eichinger
Bernd Eichinger
Geboren: 11. April 1949
Gestorben: 24. Januar 2011
Der deutsche Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Bernd Eichinger, ist tot. Er starb am 24. Januar 2011, im Alter von 61 Jahren in Los Angeles an einem Herzinfarkt.
Der in Neuburg an der Donau geborene und erfolgreiche Filmproduzent begann seine Karriere im Jahre 1970 an der Münchener Filmhochschule. 1974 gründete er bereits seine erste Filmproduktionsgesellschaft und erwarb 1979 einen Großteil der Filmrechte an der angeschlagenen Verleihfirma „Constantin Film“.
Produzent Eichinger feierte mit seinem 1981 verfilmten Drogendrama „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ seinen internationalen Durchbruch. Es folgten Blockbuster wie „Die unendliche Geschichte“ (1984 mit Wolfgang Petersen als Regisseur), „Der Name der Rose“ (1986), „Resident Evil“ (2002), „Der Untergang“ (2004), „Fantastic Four“ (2005), „Das Parfum“ (2006) und „Der Baader Meinhof Komplex“ (2008).
In Deutschland hatte Eichinger – spätestens nach „Werner- Beinhart!“ (1990) oder der Komödie „Manta, Manta (mit Til Schweiger 1991), eine große Fangemeinde. Eichinger galt als Deutschlands wichtigster Filmproduzent.
Bernd Eichinger wurde für sein Engagement u.a. mit dem Deutschen Filmpreis (1975, 1977, 1978, 1979, 1980, 2003 und 2010), dem Bayerischen Filmpreis und dem Bambi geehrt. Des weiteren war er zweimal für einen Oscar nominiert (2005, 2008) und war Träger des Bundesverdienstkreuzes.
Eichinger hinterlässt seine Ehefrau – die Autorin Katja Eichinger und seine Tochter Nina Eichinger die als Fernsehmoderatorin arbeitet.
Planungen der Trauerfeier für den erfolgreichen Filmproduzenten gibt es nach Auskunft eine Sprecherin der Agentur Just Publicity im Namen der Produktionsfirma Constantin Film, noch nicht.
Prominente Trauerfälle: Maria Hellwig
Maria Hellwig
Geboren: 22. Februar 1920
Gestorben: 26. November 2010
Die deutsche Sängerin und Moderatorin, Maria Hellwig, ist tot. Sie starb am 26. November 2010, im Alter von 90 Jahren im Krankenhaus Ruhpolding.
Hellwig´s Karriere startete 1946 an der Hamburger Volksoper. 1957 nahm sie ihre erste Schallplatte auf und startete so ihre zweite Laufbahn als Sängerin volkstümlicher Musik und Jodlerin. Dies brachte ihr auch den Namen „Edelweißprinzessin“ ein.
Der Durchbruch gelang ihr Anfang der 1970er Jahre, als sie vier Folgen der Sendereihe Musik macht Laune moderierte. Daraufhin bekam Hellwig ab 1973 eine eigene Sendereihe, Die Musik kommt. Die Reihe machte Maria Hellwig einem Millionenpublikum bekannt. Zu Beginn waren wenige Folgen vom ZDF geplant, doch der Erfolg führte dazu, dass die Sendereihe 10 Jahre lang bis 1983 produziert wurde. 1984 bis 1991 moderierte sie mit ihrer Tochter Margot bei RTL die Sendung Heimatmelodie, gefolgt von Servus, Gruezi und Hallo bis 1993.
1986 und 2006 nahm Maria Hellwig gemeinsam mit ihrer Tochter Margot für Deutschland am Grand Prix der Volksmusik 1986 teil.
Zu den größten Auszeichnungen der beliebten Sängerin zählen: die Hermann-Löns-Medaille, ein Ehren-Bambi, die Krone der Volksmusik und einige goldene Schallplatten.
Prominente Trauerfälle: Harry Mulisch
Harry Mulisch
Geboren: 29. Juli 1927
Gestorben: 30. Oktober 2010
Der niederländische Schriftsteller, Harry Mulisch, ist tot. Er starb am 30. Oktober 2010, im Alter von 83 Jahren in Amsterdam.
Der Schriftsteller Mulisch, war Sohn eines österreichischen Offiziers und einer Frankfurter Jüdin.
„Jeder Autor ist Gott“, fand Harry Mulisch. Schließlich erschaffe er Welten. Dafür lieferte der Autor nicht zuletzt mit seinem Jahrhundertroman „Die Entdeckung des Himmels“ ein eindrucksvolles Beispiel. Der Roman wurde 1992 ein internationaler Bestseller.
Sein Schaffen umfasst mehr als 60 Romane, Reportagen, Dramen, Opern und Gedichtbänden. Ein paar seiner Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und verkauft.
Harry Mulisch wurde für seine Werke, u.a. mit verschiedenen Literaturpreisen und dem Bundesverdienstkreuz 1.Klasse (2002) geehrt. Für viele Leser und Kritiker galt er jahrelang als Anwärter für den Literaturnobelpreis.
Prominente Trauerfälle: Loki Schmidt
Hannelore „Loki“ Schmidt
Geboren: 03. März 1919
Gestorben: 21. Oktober 2010
Die Ehefrau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt, Loki Schmidt, ist tot. Sie starb am 21. Oktober 2010, im Alter von 91 Jahren in ihrem Wohnhaus in Hamburg Langenhorn.
Die Lehrerin und Autorin Schmidt, war die Tochter eines Werftarbeiters und kam aus ärmlichen Verhältnissen.
Nach bestandenem Abitur 1937 absolvierte sie ein Pädagikikstudium auf Lehramt in Hamburg. Loki Schmidt war von 1940 bis 1974 an verschiedenen Hamburger Volks- bzw. Hauptschulen als Lehrerin tätig.
Schon aus Kinder- und Schultagen kannten sich Loki und Helmut Schmidt. Am 27. Juni 1942 heiratete sie den ein Jahr jüngeren Offizier und späteren Bundeskanzler Helmut Schmidt. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder- der Sohn starb aber noch vor seinem ersten Geburtstag, wahrscheinlich an Meningitis. Tochter Susanne wurde 1947 geboren, sie arbeitet heute für den Wirtschaftsfernsehsender Bloomberg Television in London und war in der Stunde des Abschieds an der Seite ihrer Mutter. Loki Schmidt erlitt zudem mehrere Fehlgeburten.
Zwischen 1974 und 1982 nahm sie protokollarische Aufgaben als Ehefrau des Bundeskanzlers wahr. 1976 gründete Loki Schmidt die „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“. Diese Stiftung wurde mit der „Stiftung Naturschutz Hamburg“ zur „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt“ fusioniert. Die Stiftung vergibt seit 1977 die Auszeichnung der “Loki-Schmidt-Silberpflanze”; ein Umweltpreis, der an Menschen vergeben wird, denen der Naturschutz am Herzen liegt.
Loki Schmidt wurde für ihr Engagement im Pflanzen- und Naturschutz mehrfach ausgezeichnet. Zu ihrem 80. Geburtstag erhielt sie für ihre Verdienste von der Universität Hamburg den Professorentitel (1999). Außerdem wurde sie Ehrendoktor der Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg (1997) und der Universität Hamburg (2000). Am 12.Februar 2009 wurde sie außerdem zu Ehrenbürgerin der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt.
Prominente Trauerfälle: Helga Göring
Helga Göring
Geboren: 14. Januar 1922
Gestorben: 03. Oktober 2010
Die beliebte deutsche Schauspielerin, Helga Göring, ist tot. Sie starb bereits am 03. Oktober 2010, im Alter von 88 Jahren in Berlin.
Die Schauspielerin Göring, war die Tochter eines Augenarztes und absolvierte von 1938 bis 1940 eine theaterpraktische und schauspielerische Ausbildung an der Akademie Dresden.
Ihr Spielfilmdebüt gab Göring im Jahre 1951 in der Produktion „Das verurteilte Dorf“. Nach dem Mauerbau gehörte Helga Göring dem festen Ensemble des Deutschen Fernsehfunks an. Göring erlangte durch die Hauptrolle in der Anna-Seghers-Verfilmung „Die große Reise der Agathe Schweigert“ große Popularität und Anerkennung. Weiterhin spielte sie in zahlreichen Kinofilmen und Fernsehserien wie dem „Polizeiruf 110“ oder der Vorabendserie „Rentner haben niemals Zeit“ mit.
Helga Göring wurde 1964 für ihre künstlerische Arbeit mit dem Kunst- und 1969 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.
Görings Tochter Manja Greese, geb.Göring ist ebenfalls eine bekannte Schauspielerin, ihr Schwiegersohn war der Schauspieler Wolfgang Greese.
Prominente Trauerfälle: Eberhard von Brauchitsch
Joachim Albrecht Eberhard Kurt Konrad Ferdinand von Brauchitsch
Geboren: 28. November 1926
Gestorben: September 2010
Der langjährige Geschäftsführer und Manager im Flick-Konzern, Eberhard von Brauchitsch, ist tot. Laut Süddeutscher Zeitung sind von Brauchitsch und seine Ehefrau Helga, „vor wenigen Tagen gemeinsam verstorben“.
Der studierte Rechtsanwalt von Brauchitsch, entstammt einem alten schlesischen Adelsgeschlecht und war der Sohn des Fregattenkapitäns Konrad (Kunz) von Brauchitsch, Leiter des Reichsschallarchivs, und der Edith de la Barre.
Brauchitsch arbeitete einige Jahre in der Rechtsabteilung der Deutschen Lufthansa, bevor er 1957 zum Geschäftsführer der Deutschen Flugdienst GmbH ernannt wurde.
1960 wechselte er in den Flick-Konzern, zunächst als Friedrich Karl Flicks persönlicher Berater. Im Jahre 1965 wurde er zum geschäftsführenden Gesellschafter des Flick-Konzerns berufen. In der Zeit von 1971 bis 1973 war er Generalbevollmächtigter des Verlegers Axel Springer und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im Axel-Springer-Verlag. 1973 ging er zum Flick-Konzern zurück und verließ ihn im Zuge der Parteispendenaffäre 1982, die später als Flick-Affäre bekannt werden sollte.
Am 16. Februar 1987 wurde Eberhard von Brauchitsch wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
Danach war von Brauchitsch wieder in die freie Wirtschaft als Unternehmensberater und Rechtsanwalt tätig.
Eberhard von Brauchitsch wurde 1977 für sein Engagement in der Stiftung Deutsche Sporthilfe mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse geehrt.
Prominente Trauerfälle: Christoph Schlingensief
Christoph Schlingensief
Geboren: 24. Oktober 1960
Gestorben: 21. August 2010
Der Theater- und Opernregisseur, Christoph Schlingensief, ist tot. Er starb am 21. August 2010, im Alter von 49 Jahren in Berlin.
Schlingensief wurde am 24. Oktober 1960 in Oberhausen geboren. Der Vater war Apotheker und die Mutter Kinderkrankenschwester. Nach dem Abitur studierte Schlingensief Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte und begann seine Karriere als Filmregisseur.
In der Zeit von 1986 bis 1992 produzierte Schlingensief Spielfime wie, 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker (1989), Das deutsche Kettensägenmassaker (1990) und Terror 2000 (1992)).
Seine Karriere als Theaterregisseur begann Schlingensief 1993 mit dem Stück 100 Jahre CDU – Spiel ohne Grenzen an der Volksbühne Berlin. Seit 2004 folgten Operninszenierungen in Bayreuth und Manaus.
Von 2004 bis 2007 gab er sein spektakuläres Debüt als Opernregisseur bei den Bayreuther Festspielen mit Richard Wagners „Parsifal”. Es folgten „Der fliegende Holländer“ (2007), „Mea Culpa“ (2009) und „Metanaoia“ (2010).
Es gab aber auch Schattenseiten des Künstlers. 1997 wurde er bei seiner Kunstaktion Mein Filz, mein Fett, mein Hase auf der documenta X in Kassel von der Polizei festgenommen, da er ein Schild mit der Aufschrift „Tötet Helmut Kohl“ verwendete.
Anfang 2008 bekam Christoph Schlingensief die Diagnose Lungenkrebs. Daraufhin wurde dem Regisseur der linke Lungenflügel entfernt. Aber noch im selben Jahr wurden in der verbliebenen rechten Lunge neu entstandene Metastasen diagnostiziert.
Seine Verzweiflung, seine Wut, die Todesangst, aber auch seine Hoffnung hatte er seit der Schockdiagnose in ein Diktiergerät gesprochen – die Aufzeichnungen fasste er in einem Buch zusammen – „So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein“.
Am 1. August 2009 heiratete Christoph Schlingensief seine langjährige Lebensgefährtin, die Kostümbildnerin Aino Laberenz.
Christoph Schlingensief erhielt viele Auszeichnungen für seine Arbeit als Regisseur und Autor, wie z.B. den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1986), Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr (1988), Hörspielpreis der Kriegsblinden (2003), Filmpreis der Stadt Hof (2005), Berliner Bär (BZ-Kulturpreis) (2009), Nestroy-Theaterpreis-Nominierung für die Beste Regie von Mea Culpa. Eine ReadyMadeOpr (2009) und den Helmut-Käutner-Preis (2009).
Prominente Trauerfälle: Theo Albrecht
Theo Albrecht
Geboren: 28. März 1922
Gestorben: 24. Juli 2010
Der Mitbegründer und Eigentümer des Handelskonzerns ALDI, Theo Albrecht, ist tot. Er starb am 24. Juli 2010, im Alter von 88 Jahren in seiner Geburtsstadt Essen.
Theo und sein Bruder Karl Albrecht wuchsen in bescheidenen Verhältnissen und übernahmen nach dem 2. Weltkrieg das kleine Lebensmittelgeschäft der Mutter in einem Essener Arbeiterviertel.
Die beiden Brüder expandierten stark und hatten Anfang der 60er Jahre bereits 300 Läden in der Bundesrepublik Deutschland eröffnet. 1961 trennten die beiden Brüder das Unternehmen: Karl übernahm ALDI Süd und Theo ALDI Nord. ALDI ist inzwischen der neuntgrößte Handelskonzern der Welt- allein mit mehr als 4000 Filialen in Deutschland.
Im November 1971 wurde Theo Albrecht entführt und kam erst 17 Tage später und einer Lösegeldzahlung von sieben Millionen Mark wieder frei. Die beiden Täter wurden 1973 gefasst und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Seit dieser Zeit leben die beiden Brüder sehr zurückgezogen und achten auf Ihre Privatsphäre. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das dass letzte veröffentlichte Foto von Theo Albrecht aus dem Jahre 1971 stammt.
Theo Albrecht ist mit einem geschätzten Vermögen (lt. Forbes) von 12,8 Milliarden Euro, nicht nur der zweitreichste Deutsche (hinter seinem Bruder Karl), sondern gehört auch zu den reichsten Menschen der Welt.
In den letzten Jahren haben sich die Brüder aus dem aktiven Geschäftsleben mehr und mehr zurückgezogen und ihr Vermögen in eine Stiftung eingebracht.
Prominente Trauerfälle: Nicolas George Hayek
Nicolas George Hayek
Geboren: 19. Februar 1928
Gestorben: 28. Juni 2010
Der Chef des Uhren-Imperiums Swatch, Nicolas George Hayek, ist tot. Er starb am 28. Juni 2010, im Alter von 82 Jahren.
Wie ein Sprecher der Unternehmensgruppe mitteilte, starb “Mr. Swatch” an seinem Lieblingsplatz- dem Arbeitsplatz-, an Herzversagen.
Der ungewöhnliche Unternehmer mit libanesischen Wurzeln, der mit Zigarre, mehreren Uhren an den Armen und offenem Hemdkragen auftrat, entsprach so gar nicht dem Typ des biederen Schweizer Geschäftsmannes. Doch Hayek hatte immer Visionen, war als “Patron” bei seinen Mitarbeitern äußerst beliebt und äußerte sich auch immer wieder zu politischen Themen. Seine Pläne für ein umweltfreundliches Auto für Jedermann führten zum Smart von Mercedes.
Geboren wurde Hayek 1928 in Beirut. 1940 emigrierte er nach Frankreich, neun Jahre später in die Schweiz. Ab den 1950er-Jahren leitete er verschiedene Firmen, darunter das Unternehmen seines kranken Schwiegervaters, das Bremsklötze für Eisenbahnen herstellte.
Bis zuletzt gehörte “Mr. Swatch” dem Verwaltungsrat der Swatch Group an. Dagegen hatte er die Leitung bereits 2003 an seinen 1954 geborenen Sohn Nick weitergegeben. An diesem Konzern, der einst Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie (SMH) hieß und 1983 unter Mitwirkung Hayeks aus der Fusion der fast bankrotten Uhrenriesen SSIH und Asuag entstand, übernahm der Unternehmer 1985 mit einem Bankenkredit die Mehrheit.
1986 wurde Hayek dort Verwaltungsratspräsident und 1991 dank seiner Aktienmehrheit der eigentliche Chef des Konzerns. Unter der Führung Hayeks wuchs die Gruppe dann kontinuierlich zum weltgrößten Uhrenkonzern heran. Der Gewinn lag 2009 bei 763 Millionen Schweizer Franken (damals 520 Mio Euro). Der Umsatz betrug 5,4 Milliarden Franken.
Seine einmalige Idee war die Swatch, die 2008 ein Vierteljahrhundert alt wurde. Sie traf damals genau den Zeitgeist und trägt ihn auch heute noch auch als Kult und Sammlerobjekt in sich. Als die Swatch am 1. März 1983 in Zürich vorgestellt wurde, galt sie noch als “unmögliche Uhr”. Zwölf Modelle waren es, die ab Herbst 1983 einheitlich 50 Franken kosteten. Inzwischen gibt es rund 5000 Modelle, und insgesamt wurden bisher etwa 370 Millionen Stück produziert. Die Swatch-Philosophie Hayeks sah vor, dass die Uhr nicht ein Leben lang Einzelstück bleiben, sondern je nach Gemütszustand, Jahreszeit, Stimmung, Umgebung oder Klima austauschbar sein kann.
1998 taufte Hayek SMH in Swatch Group AG um. Diese ist nun nach eigenen Angaben weltweit der größte Produzent von Fertiguhren. Zur Swatch-Gruppe gehören neben der preisgünstigen Swatch auch Luxusmarken wie Breguet und Blancpain, aber auch die deutsche Glashütte Original. (Quelle: dpa, bild)

