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Biologisch abbaubare Urnen: „Biournen“

In der heutigen Zeit gewinnen umweltfreundliche Urnen für die Totenasche, einen immer höheren Stellenwert. So genannte Biournen gehören zu den innovativsten Neuentwicklungen auf dem Urnenmarkt. Biournen bestehen aus biologisch abbaubaren Naturstoffen, wie gehärtetem Sand, verschiedenen Salzen/ einer Mischung verschiedener abbaubarer Polymere und eignen sich besonders gut für Erdbestattungen.

Die Auswahl einer individuellen Bestattungsurne ist ein wichtiger Teil der Abschiednahme. Bestattungsurnen gelten als Gedenkstätten des Todes- schon zu Zeiten der alten Griechen wurden die Kremationsaschen in einer speziellen Art von Urne aufbewahrt- genannt Lekythos. In den Tagen des Römischen Reiches wurden Urnen mit Asche der Toten häufig zusammen in einem kollektiven Grab bestattet. Diese wurden auch als Kolumbarium bezeichnet und man findet Kolumbarien auch heute wieder auf vielen Friedhöfen in der ganzen Welt.

Grabstättenform: Urnenwand/ Kolumbarium

Eine Urnenwand/ Kolumbarium- Bestattung darf nur stattfinden, wenn die Ruhezeit (15 – 25 Jahre) in der zu belegenden Grabstelle abgelaufen ist. Das Nutzungsrecht für die Dauer der Ruhezeit kann durch Zahlung einer Gebühr verlängert werden. Urnen aus Urnenwänden,- nischen, -gräbern und -kammern, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist und nicht verlängert wurde, werden im Regelfall in ein Urnensammelgrab auf dem Friedhof beigesetzt.

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Urnenfriedhof in Soest eingeweiht



Kurz vor dem Weihnachtsfest, wurde in Soest der erste Urnenfriedhof in einer evangelischen Kirche in Westfalen eröffnet.

Die zuletzt recht wenig genutzte Paulikirche der Gemeinde Soest, wurde für rund 600.000 €uro in ein Kolumbarium umgebaut. Sie ist nun eine Ruhestätte für 672 Urnen in Einzel- und Doppelkammern und befindet sich im hinteren Teil der evangelischen Kirche. Der vordere Kirchenteil wird auch künftig für Gemeindegottesdienste, Taufen und Trauungen genutzt.

Weitere Urnen- oder Grabeskirchen findet man in Erfurt, Aachen, Mühlheim an der R. und, Leverkusen.

Neubau eines “Bestattungsforums” auf größter Parkfriedhofsanlage der Welt

Der größte Parkfriedhof der Welt, ist der im Jahre 1877 eröffnete Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Nun soll ebendieser um eine Sehenswürdigkeit reicher werden. Geplant ist der Neubau eines “Bestattungsforums” mit modernen Feier- und Abschiedsräumen, Gastronomie und einer neuen Feuerbestattungsanlage. Der zuständige Senat der Hansestadt teilte mit, dass mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden soll und sieht eine Fertigstellung für Mitte 2011 vor. Die Gesamtkosten für den Neubau, sowie die Sanierung des seit zehn Jahren stillgelegten „Neuen Krematorium“, sollen sich auf ca. 36 Millionen Euro belaufen.

Weiterhin ist eine Urnenkrypta sowie ein Kolumbarium für oberirdische Urnenbeisetzungen geplant. Durch das Bestattungsforum wird es künftig möglich sein, die Trauerfeier, Einäscherung und Beisetzung an nur einem Tag stattfinden zu lassen. Derzeit wird die Abschiedsfeier durch die Einäscherung, um einige Tage unterbrochen.

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Neue Bestattungsformen: Familiensäulen

Das Kostenbewusstsein greift auch bei Bestattungen um sich: Immer weniger Menschen wollen Gräber pflegen. Immer mehr Hinterbliebene wägen die Kosten der verschiedenen Bestattungsvarianten genau ab, sagen Experten – das führt zu neuen Formen des Trauerns.

Individuelle „Urnensäulen”

Etwa zur so genannten „Urnensäule”. Erfunden hat sie ein 38-jährige Salzburger Innenarchitekt und Landschaftsplaner, mittlerweile hat er ein Patent auf seine Idee und ist Geschäftsführer der Firma „Grabkult”. http://www.grabkult.com/ Die Urnensäulen bestehen aus zwei bis vier übereinander gestapelten Granitbehältern, die jeweils Platz für eine Urne bieten. Die Säulen sind mit quadratischem oder kreisrundem Grundriss erhältlich und können je nach Bedarf aufgestockt sowie mit Inschriften, Kerzen- und Vasenhaltern gestaltet werden.

Während der Preis für ein Urnengrab sich auf ca. 2.000 Euro beläuft, sei ein Segment für eine Urnensäule in der Basisausstattung schon um 600 Euro zu haben. Gleichzeitig sei diese Bestattungsform aber auch individueller und biete mehr gestalterische Möglichkeiten als die üblichen Nischenwände, so der Erfinder.

Interessant dürfte dieses Konzept vor allem für die Friedhofserhalter – meist Gemeinden oder Pfarren -, die sich dadurch die hohen Anschaffungskosten für Urnennischenwände, so genannte Kolumbarien, ersparen können. Überdies bleiben unattraktive Nischenwände oft dann auch leer. Mit den Säulen als Grabdenkmälern werde das traditionelle Erscheinungsbild von Friedhöfen beibehalten. Auch eine weitere Tradition bleibt aufrecht: jene des Hinablassens der Urne zur Bestattung. „Die Bestatter legen großen Wert darauf”, erzählt der Erfinder.