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Die Bestattung

Die Erfahrung des Sterbens ist Teil des Lebens. Bei der kirchlichen Bestattung geleitet die Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe, befiehlt sie der Gnade Gottes. Die Gemeinde begleitet die Sterbenden und trauert mit den Hinterbliebenen.

Stirbt ein Angehöriger, sind viele Fragen zu klären. In der Regel übernimmt ein benachrichtigtes Bestattungsunternehmen die Erledigung der Formalitäten (Todesanzeige, Versicherung, usw.) und benachrichtigt auch den Pfarrer oder die Pfarrerin. Diese nehmen dann Kontakt zu den Angehörigen auf, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren. Dies dient zum einen der seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden, zum anderen auch einem Gespräch über den Verstorbenen, sein Leben und was für ein Mensch er gewesen ist.

Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung. Der eigentlichen Bestattung geht in der Regel eine Trauerfeier voraus, die Raum und Zeit bietet, gemeinsam Abschied von den Verstorbenen zu nehmen und sie zur “letzten Ruhe” zu geleiten. In der Ansprache spricht der Pastor über das Leben der Verstorbenen, aber auch über die christliche Hoffnung, die mit dem Tod verbunden ist. Gibt es eine Erdbestattung, findet in der Regel direkt im Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung auf einem Friedhof statt, wobei der Pfarrer noch einen Segen spricht. Bei einer Feuerbestattung findet die Beisetzung der Urne später statt. Auch diese kann durch einen Pfarrer begleitet werden.

Billig-Bestattung häufig Teuer bezahlt

Ein im thüringischen Lankreis Schmalkalden ansässiges Billig-Bestattungsunternehmen versucht seit einiger Zeit den deutschen Beerdigungsmarkt aufzumischen. Doch nun besteht aber der Verdacht, dass hier Leichen illegal eingeäschert und beigesetzt wurden.

Das Bestattungsunternehmen gehört zu den bekanntesten und größten Billigbestatter Deutschlands. Ihr beworbenes Geschäftsmodell: Bestattungen schon ab 999 Euro. Hier können die Kunden aus einer Vielzahl von einfachen Särgen und Urnen sowie billigen Überführungen entscheiden. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bundesweit 29 Filialen und wickelt im Jahr mehr als tausend Bestattungen ab.

Seid geraumer Zeit häufen sich aber die Beschwerden über das dubiose Bestattungsunternehmen wegen gebrochener Zusagen und Wuchers. Nun berichteten sogar große deutsche Zeitungen, deren Recherchen Geheimnisse offenbarten, die über dubiose Abrechnungen und Pietätlosigkeit hinausgehen. Bei dem Mann, der in der Öffentlichkeit als Gründer und Kopf des Bestattungshauses auftritt, handelt es sich um einen ehemaligen hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter. Dieser wurde bereits nach der Wende zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt, unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung. Nun ist er wieder ins Visier der Steuerbehörden geraten. Die Finanzbehörde im thüringischen Suhl prüft Hinweise auf Unregelmäßigkeiten beim Bestattungsunternehmen. Außerdem soll die Firma Leichen ohne die erforderlichen Papiere einäschern haben lassen und in der Schweiz systematisch illegale Bestattungen durchführen. Die Kantonspolizei Bern hat nach Informationen dieser Zeitung bereits ein Ermittlungsdossier erstellt.

In einem Fall wird berichtet, das ein 2009 Verstorbener in Brandenburg eingeäschert, die Urne nach der Kremierung in die Schweiz gebracht und durch das Bestattungshaus beigesetzt wurde- angeblich. Ein vertraglich zugesichertes Zertifikat über die Beerdigung wurde den Hinterbliebenen genauso wenig zugeschickt, wie der Urnenpass der von der Kommune ausgestellt wird, in der der Verstorbene zuletzt wohnhaft war. Der Urnenpass dient dazu, den Weg der sterblichen Überreste ins Ausland zurückverfolgen zu können.

Das Bestattungsunternehmen wirbt auf seiner Internetseite: “Wir können Ihnen die anonyme Feuerbestattung preisgünstig in unseren Ruhewäldern in der Schweiz anbieten.” Dafür fährt der Chef persönlich mit Dutzenden Urnen im Kofferraum über die Alpen. Er lagert sie nach Augenzeugenberichten in seinem Chalet im Berner Oberland und fährt irgendwann mit seinem Jeep in die Berge, um die sterblichen Überreste beizusetzen. Bei solchen anonymen Bestattungen im Ausland sind die Angehörigen in der Regel nicht dabei. Deshalb kann letztlich niemand mit Sicherheit sagen, ob, wo und welche Asche beerdigt wird.

Sollten sich diese Berichte als wahr erweisen, wäre ein großer Teil dieser Beisetzungen illegal gewesen. Denn im Kanton Bern, wo die Totenasche verstreut wird, muss die Behörde für kommerzielle Bestattungen eine Genehmigung erteilen. Das zuständige “Amt für Wald” des Kantons hat einer großen deutschen Tageszeitung schriftlich mitgeteilt, das dass Bestattungsunternehmen aber “nie ein Gesuch für das organisierte Bestatten eingereicht und demzufolge auch nie eine entsprechende Bewilligung erhalten” habe. Die Schweizer Polizei hat die Ergebnisse ihrer Ermittlungen dem Untersuchungsrichteramt Thun (Kanton Bern) zur Prüfung übergeben, wie die Behörde bestätigt.  (quelle: welt-online vom 16.10.2010)

Individualität einer Bestattungsurne

Individualität einer Bestattungsurne

Der Trend der Feuerbestattung nimmt immer mehr zu, was vermutlich nicht nur an den geringeren Kosten, sondern auch an ökonomischen Aspekten liegt. Daher gibt es auch für die Bestattungsurne einige zu beachtende Kriterien, welche darin kurzgefasst werden können, dass die Erwartung dahin geht, dass das Material sich im Laufe der Zeit auflöst und somit der Asche die Möglichkeit gegeben wird, eins mit der Natur zu werden. Dazu gehören eine besondere Herstellungsform und die Beachtung, Materialien zu verwenden, die diese Gegebenheiten mit sich bringen.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass eine Bestattungsurne weniger attraktiv aussieht, denn ganz im Gegenteil, der optischen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Die Individualität einer Bestattungsurne wird genauso beachtet, dank der verschiedenartigen Formen, Farben und persönlichen Möglichkeiten. So bieten einige Händler an, eine Bestattungsurne individuell zu beschriften, oder gar mit den Angehörigen gemeinsam die Bestattungsurne bildnerisch zu gestalten. Diese Arbeit kann womöglich auch den Abschied vom Verstorbenen positiv unterstützen. Je nachdem, welche Hauptkriterien der Verstorbene und auch die Angehörigen bei der Wahl einer Bestattungsurne bevorzugt behandeln, werden sicher die Interessen unterschiedlich ausfallen.

Allgemein gilt allerdings, dass eine Bestattungsurne den unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten entsprechend angepasst hergestellt sein muss und aus speziellen Materialien gefertigt wird. So ist das Material für eine Bestattungsurne, die für die Seebestattung dienlich sein sollte den Kriterien entsprechend zu wählen, dass sich das Material im Wasser in einer bestimmten Frist auflöst. Ebenfalls bietet sich die Erdbestattung an, bei der ebenfalls Wert darauf gelegt wird, dass sich das Material der Bestattungsurne nach einer gewissen Zeit zersetzt. Wer mit besonderem umweltfreundlichem Hintergrund eine Bestattungsurne auswählt, wird womöglich auch darin bemüht sein, dass die Asche nicht in eine separate Aschekapsel aus Metall gefüllt wird.

Auch hierfür gibt es inzwischen interessante Bewegungen, bei denen die Bestattungsurne gleichzeitig die Aschekapsel beinhaltet, in der die Asche gefüllt werden kann und wodurch gesichert ist, dass die Asche nach der Zeit des Zerfalls der Bestattungsurne auch in die Natur eingeht. Der Gedanke, dass sich mit dieser Bestattungsurne der Vorsatz „Asche zu Asche“ tatsächlich erfüllt, mag womöglich einen gewissen friedlichen Nebengeschmack haben. Sicher steht für jeden fest, der für einen Angehörigen eine Bestattungsurne wählt, dass diese eine einmalige Individualität ausstrahlen sollte und dem Verstorbenen einen würdevollen Abschied bereitet.

Optische Gestaltung einer Bestattungsurne

Die optische Wahl wird daher gerne individuell berücksichtigt und Bestatter und Krematorien bieten eine Vielzahl an verschiedenen Bestattungsurnen an, die den unterschiedlichen Individuen gerecht werden. Im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrhunderte haben sich Richtlinien und Entwicklungen zugunsten der Vorstellungen der einzelnen Betroffenen entwickelt. Allerdings war die Bestattungsurne schon vor Christi ein Bestandteil der Bestattungsrituale und selbst zu dieser Zeit wurden unterschiedliche Varianten angeboten. Verschiedenste Designs und farbliche Gestaltungen führen zu einer einzigartigen Bestattungsurne, die sich den Verstorbenen anpasst. Wer für einen Verstorbenen eine Bestattungsurne kaufen muss, wird sicher bewusst eine passende für den Verstorbenen auswählen. Wenn man sich nicht ganz sicher ist, was die Wahl betriff, bieten Bestattungsunternehmen auch gerne an, einen zu beratschlagen. Es ist sicher von Vorteil, wenn man sich auf einen guten Rat und die Beratung eines Außenstehenden verlassen kann, denn der Kauf einer Bestattungsurne wird vermutlich eine besonders schwere Aufgabe für Trauernde sein.

Körperspender müssen anteilig Bestattungskosten zahlen

„Aufwandsentschädigung“ oder „anteilige Beerdigungskosten“, egal wie man es nennt, bleiben es doch Kosten die Leuten entstehen, die ihren Körper der Forschung zur Verfügung stellen- natürlich kostenlos. Wie ein aktueller Fall aus Wismar jetzt aber wieder ans Tageslicht brachte, müssen Personen die ihren Körper für Lehrzwecke zur Verfügung stellen, zwischen 600 Euro und 1200 Euro als so genannte Aufwandsentschädigung zahlen. Die Institute für Anatomie begründen ihre geforderte Kostenbeteiligung, mit anfallenden Kosten für Ämtern und Behörden, städtischen Gebühren, Einsargung, Leichenschau, Überführung in das Institut für Anatomie durch ein Bestattungsunternehmen, Einäscherung und der Urnenbeisetzung. Die Anatomischen Institute verweisen weiterhin, auf die in ihren Augen notwendige Aufwandsentschädigung, da die Krankenkassen seit 2004 das Sterbegeld gestrichen haben.

Ein Rückgang der Bereitschaft zur Körperspende, ist nach Aussage der Institute dadurch kaum zu verzeichnen.

Leiche eines Truckers liegt seit fast 2 Monaten auf Eis

Der 40-jährige deutsche Trucker der am 26.November 2009 auf einem Autobahn-Rastplatz im öterreichischem Kärnten an einem Herzinfarkt gestorben war, wird nun wohl doch nach Deutschland überführt werden. Nachdem die Pathologie den Leichnam freigegeben hatte, liegt diese in einem Bestattungsunternehmen in Kärnten auf Eis.

Grund für diese fast 2-monatige Odyssee ist, das der Vater es ablehnt, die Überführungskosten für seine toten Sohn zu übernehmen- angeblich, weil er befürchte, dann auch dessen Schulden zu erben. Nachdem österreichische Medien berichteten, kam Bewegung in den Fall. Kärntener Einwohner wollten für eine würdige Beerdigung sammeln und die Gemeinde Techelsberg erklärte schließlich die Kosten für eine Bestattung zu übernehmen, weil der Rastplatz auf dem der Deutsche starb, zu dieser Gemeinde gehört. Nun haben sich Freunde des Truckers bereit erklärt, für die Überführung der Urne zu sammeln.

Es bleibt abzuwarten, wann und wo der Deutsche Trucker nun seine endgültige letzte Ruhe finden wird.

Was ist ein Bestattungsunternehmen

Wenn ein Todesfall eintritt, sollen Bestattungsunternehmen an erster Stelle für die Hinterbliebenen ihre Hilfe anbieten. In der Regel wird ein Bestattungsunternehmen durch hinreichend erfahrene( auch in der Trauerbewältigung) und geschulte Mitarbeiter geführt. Im Hinblick auf Seriosität, hilft es manchen Hinterbliebenen, wenn sie sehen und prüfen können, ob ihr Bestatter einem Berufsverband angehört. Die verschiedenen Berufsverbände können entsprechende Richtlinien festlegen, nach deren Angeboten sie in Ruhe prüfen, bzw. sich auch ein Vergleichsangebot einholen können. Der Bestatter kann ihnen eine Entscheidungshilfe, bzgl. der Zusammenstellung für eine würdige Bestattung sein und sie über die verschiedenen Leistungen wie, Art der Bestattung, Sargqualität, Sargausstattung und vielem mehr, beraten.

Zu den weiteren Aufgaben eines Bestattungsunternehmens gehören:

  • der würdevolle Transport/ Überführung des Verstorbenen
  • Grabaushub und Schließen
  • Feierhallendekoration
  • Reinigung und Desinfektion des Leichnams
  • Ankleiden/ Einbetten des Verstorbenen
  • Träger bei Überführungen
  • Leitung der Trauerfeier (Betreuung)
  • Erledigung der Meldeformalitäten

Gestaltungsspielräume wie bei der Sargauswahl, Blumenschmuck am Sarg oder bei der Ausrichtung der Trauerfeier, gibt es natürlich für die Hinterbliebenen. Ihre persönlichen und individuellen Ideen für den Abschied von ihren lieben, können/ sollten sie jederzeit einbringen können.

Wenn plötzlich ein Todesfall eintritt, sehen sich die Hinterbliebenen zu ihrem Schmerz, auch noch mit vielen Aufgaben und Entscheidungen konfrontiert. Sie müssen sich nun um eine Beisetzung und viele andere Details kümmern. Schön ist es natürlich, wenn der Verstorbene schon im Voraus viele Details selbst festgelegt hat, wie die Entscheidung, ob eine Erd- oder eine Feuerbestattung stattfinden soll. Leider ist dies aber in den meisten Fällen nicht der Fall. Rat + Hilfe in Fragen der Bestattung, können die Hinterbliebenen bei den Bestattungsunternehmen bekommen.