Posts Tagged ‘Bestattungskultur’



In der heutigen Zeit, zeigen die Menschen gerne was sie erreicht haben oder zumindestens was sie gerne darstellen möchten.

Dieser Trend macht auch vor der Bestattungskultur in Deutschland keinen Halt und so ist es bei einem Gang über unsere Friedhöfe kaum verwunderlich, das es auch hier mehr oder weniger schöne oder große Grabanlagen zu bewundern gibt. Der Individualität des einzelnen sind da wenige Grenzen gesetzt und so verraten uns die Gestaltung der Grabanlagen, Gräber oder die Beigabe von Grabschmuck viel über den Bestatteten, aber noch viel mehr über die Zeit, in der sie gestaltet wurden.

Bis zum Ende des 17.Jahrhunderts gab es in Europa keine herkömmlichen Friedhöfe, die „Arbeiterklasse“ wurde in Massengräbern beigesetzt. Nur den reichen Kaufleuten, Adligen und besondere Menschen war es vergönnt, ihrer Person in Form eines Einzelgrabes oder einer Familiengruft auch nach dem Tod zu huldigen.

In der heutigen Zeit zeigt sich unsere errungene Individualität auch nach dem Tod. Wo unser letzter Ruheplatz liegt- oder wie er gestaltet sein soll, können wir schon zu Lebzeiten bestimmen. Da fallen uns spontan Bestattungsvarianten wie: Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Friedwald-Bestattung, Kolumbarien aber auch so ungewöhnliche wie: Himmelsbestattung, Bergbestattung, Nordpool-Bestattung ein.

Jeder nach seiner Fasson…für den Bescheidenen gibt es den Karton-Sarg, für den Extravaganten eine Bestattung im Bronzesarg. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das sich viele bereits zu Lebzeiten einen Sarg oder eine Urne kaufen. Für Umweltbewusste gibt es die Bio-Urne, für den modernen Menschen die Designer-Urne. Die Auswahl ist groß: Es gibt Urnen aus Holz, Kupfer, Edelstahl, Marmor, Keramik, Glas oder Granulat. In den letzten Jahren, erfreuen sich dabei Urnenbeisetzungen oder Friedwald-Bestattungen immer größerer Beliebtheit.

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19
Jan

Wer nicht wirbt, stirbt! Werbung in der Bestattungsbranche

   Posted by: Gastautor M.Mielke    in Bücher, News

Was Bestatter werblich wagen und wie junge Kreative mit dem Thema umgehen,
zeigen die Ergebnisse des Awards des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur.
Die Dokumentation der Tagung “Wer nicht wirbt, stirbt” ist nun als Buch
erschienen und zeigt Best-Practice-Beispiele aus einer extrem sensiblen
Branche.

Werbung in der Bestattungsbranche bleibt eine Gratwanderung und erfordert
Fingerspitzengefühl. Denn es geht um ein Thema, das alle angeht und das
keiner will.

Doch wie viel und welche Werbung verträgt die Bestattungsbranche? Und wie
kann die Gratwanderung zwischen Ansehen und Aufsehen gelingen? Wie erreicht
man seine Zielgruppe? Wie fällt man auf? Wie bleibt man in Erinnerung?
Klassische Fragen des Marketings. Doch hier geht es um mehr: Wie weckt man
Sympathie für eine unbeliebte Branche?

http://www.bestatter.de/bdb2/pages/shop/buecher_wnws.php

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16
Dez

Abschied im Wandel der Zeit

   Posted by: admin    in Bestattungsformen



In diesen Tagen gedenken viele Menschen ihrer lieben Verstorbenen. Doch wie das Leben ändert sich auch die Trauerkultur.

Gab es vor 100 Jahren nur Erdbestattungen, machen sie heute vielerorts nur noch etwa 15 Prozent aus. Und das ist nicht nur eine religiöse, sondern auch eine finanzielle Frage. Urnenreihengrabstätten sind auf vielen Friedhöfen bereits ab 300 € zu haben, Erdgrabstätten hingegen kaum für unter 1000 €. Gemeinschaftsanlagen für Urnen sind sehr begehrt- auf viele Urnenanlagen sind die Namen der Toten auf großen Stelen verewigt. Auf immer mehr Friedhöfen werden Kolumbarien (lat. Columba- gleichbedeutend mit Taubennest) erbaut.

Ob Erde oder Urne, anonym, individuell, unter einem Baum, im Meer oder zur Billig-Bestattung nach Tschechien- die Grab- und Bestattungskultur verändert sich.

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27
Sep

Vergaengliche Aschekapseln

   Posted by: admin    in Urne

Die Urne ist ein fester Bestandteil der Bestattungskultur in Deutschland sowie ein fester Bestandteil einer Feuerbestattung. Die Urne ist ein Bestattungsgefäß, welches in unserer Bestattungskultur eine sehr große Bedeutung zukommt. Die Urne dient der Aufbewahrung, dem Transport und zur Beisetzung der Asche einer verstorbenen Person.

Zumeist aus dekorativen Zwecken wird die Metall-Aschekapsel mit einer schmückenden Überurne beigesetzt. Durch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten einer Urne kann den individuellen Wünschen der Hinterbliebenen optimal entsprochen werden.

Ausführliche Informationen zum Thema vergängliche Aschekapseln, kommentiert von unserer Gastkommentatorin Frau Rita Capitain:

Überwiegend verwenden die Krematorien in Deutschland  für die Asche die sogenannte Aschenkapsel – ein schwarzer Behälter aus Weißblech. Diese Weißblechkapsel wird dann auch zum Transport zum Bestatter genutzt. Es gibt aber auch schon Krematorien, die vergängliche Kapseln benutzen. Wenn Menschen nichts anderes ausgesucht haben, wird die Krematoriumskapsel in die Erde gegeben, z.B. bei einer Bestattung von Sozialschwachen oder anonymen Bestattungen. Viele Friedhofssatzungen haben nun ihre Statuten aber schon dahingehend geändert, dass nur noch vergängliche Urnen eingebracht werden dürfen.

Dort darf z.B. die Weißblechkapsel nicht mehr verwendet werden! Die Friedhofverwaltungen sahen und sehen sich immer noch mit der Entsorgung der Metallkapseln nach Ablauf des gemieteten Grabes konfrontiert. Die Entsorgung findet meistens anschließend in Sammelgräbern statt. Weil die Kapsel  ganz schlicht ist, suchen sich viele Menschen beim Bestatter eine Überurne, auch genannt „Schmuckurne“ aus. Diese Überurne wird in vielen Materialien beim Bestatter angeboten. Vergängliche und unvergängliche Überurnen stehen zur Verfügung. Man spricht bei dieser Handhabung von einem Zwei-Urnen-Gefäßsystem: Aschenkapsel und Überurne.

Es gibt  aber auch die Möglichkeit nur ein einziges Gefäß einzusetzen. Dabei entfällt die Aschenkapsel, die noch überwiegend aus Weißblech benutzt wird  und ohnehin unvergänglich ist. Die Asche wird direkt in eine individuell hergestellte Form gefüllt. Diese Form muss gemäß den Neuregelungen der Friedhöfe vergänglich sein. So kann sich die Asche mit der Erde direkt verbinden.

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22
Sep

Wirb oder stirb

   Posted by: admin    in News

Premium-Begräbnis oder Discount-Urne? Auch der Tod muss besser vermarktet werden denken sich die Bestatter und wagen einen Spagat zwischen Humor und Pietät. VON SEBASTIAN ERB

Das Kuratorium für Bestattungskultur hat zu einer Tagung eingeladen. Vorn, auf der Leinwand, werden Plakate gezeigt. Eine Frau steht auf dem Friedhof, einen Spaten in der Hand: “Und wer hebt die Grube aus?” Auf einem anderen sieht man eine Mülltonne: “Sorry, Opa, mehr war nicht drin.” Dann erscheint ein Einkaufszettel: Butter, Eier, Milch, Urne. Die Plakate sind Beiträge eines Kreativwettbewerbs. Die Werbung trifft den Tod – und die Zuschauer lachen.

“Wer nicht wirbt, stirbt” lautet das Motto der Tagung in Berlin. Das Interesse ist groß, 250 Teilnehmer, ausgebucht. Die meisten sind Bestatter, die sehen möchten, was alles möglich ist.

Interessante Foto´s und mehr zu diesem Thema finden Sie unter: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/wirb-oder-stirb/


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