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Konzept aus Österreich – Urnenbox
Urnenbox – für eine pietätvolle Urnenbestattung am bestehenden Grab
Der Wunsch nach Feuerbestattungen steigt stetig. 70 % aller Bestattungen sind heute Feuerbestattungen und die Hinterbliebenen wünschen sich eher eine Bestattung mit der Urne im bestehenden Familiengrab, statt in einer oft schmucklosen Urnenwand – oder die Urne einfach in der Erde zu vergraben.
Die Beisetzung der Urnen in Urnenwänden lässt häufig keine aktive Trauerbewältigung für die Hinterbliebenen zu. An den Urnenstelen gibt es meist keine Gelegenheit, Kränze, Blumenschmuck oder Grablaternen anzubringen. Der Wunsch, mit diesen Andenken aktive Trauerarbeit zu leisen, bleibt somit unerfüllt.
Für diese Wünsche der Trauernden hat eine österreichische Firma die so genannte Urnenbox für bestehende Gräber entwickelt. Ohne größere Veränderungen vornehmen zu müssen, wird die Urnenbox einfach in das bestehende Grab integriert. Die Urnenbox ist absperrbar und gebrauchsmusterrechtlich und markenrechtlich geschützt. Die Abdeckung aus passendem Naturstein kann individuell gestaltet oder auch graviert werden. In der Urnenbox finden bis zu vier Aschekapseln oder zwei Kapseln mit passender Schmuckurne Platz.
Mit diesem Konzept, stellt die Urnenbox GmbH i.G. ein völlig neues, innovatives Urnenbestattungs- Behältnis vor, das eine würdevolle und individuell gestaltete Beisetzung im bestehenden Familiengrab – statt in einer unpersönlichen Urnenwand – ermöglicht. Die Preise beginnen lt. Hersteller bei ca. 2000 EURO. In Deutschland ist diese Art der Beisetzung noch nicht zugelassen. (Quelle: www.urnenbox.com)
Stilvoll den Abschied gestalten
Stilvoll den Abschied gestalten
mo van de kamp bereichert mit Gesamtkonzepten die Bestattungsbranche
Paderborn, Winter 2011. Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Kreativität sind Markenwerte der neuen, innovativen Geschäftsidee des Paderborner Unternehmens mo van de kamp, das die Bestattungsbranche mit hochwertigen, geschmackvollen Gesamtkonzepten rund um das Thema Beerdigung bereichert.
Wer einen geliebten Menschen verliert, befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Gut, wenn es da Bestattungsunternehmer gibt, die nicht nur alle Formalitäten erledigen, sondern es auch verstehen, sich in die Wünsche der Trauernden einzufühlen. Mit mo van de kamp gibt es nun einen Partner, der es Bestattern ermöglicht, ihren Kunden ein stilvolles und zeitgemäßes Gesamtpaket für den Abschied zu schnüren. Neben Urnen bietet das Unternehmen auch emotionale Beigaben für die Hinterbliebenen wie Erinnerungsdosen und Porzellananhänger sowie Kerzen, Trauerpapiere und Traueranzeigenvorlagen an. Alle Produkte sind inhaltlich und gestalterisch aufeinander abgestimmt und formen eine runde, geschlossene Produktpalette, die bewusst auf religiöse Symbole und die Farbe Schwarz verzichtet. Zwei Kollektionen wurden für die Urnen-Hauptbestattungsarten entwickelt: Eine Holzkollektion für Erd- und Waldbestattungen und eine Porzellankollektion für Beisetzungen in Friedhofwand und Kolumbarium.
„Die Produkte von mo van de kamp zielen auf eine hohe Emotionalität, die dem Verstorbenen eine besondere Wertschätzung entgegenbringt“, erklärt Inhaberin und Geschäftsführerin Peggy Morenz die Philosophie ihres Unternehmens. Individualität und die Liebe zum Detail sind hierfür selbstverständliche Grundwerte. Denn: So unterschiedlich jeder Mensch, so unterschiedlich auch sein Abschied. „Es ist wichtig, dem zunehmenden Wunsch nach Individualisierung, Personalisierung und Ritualisierung Rechnung zu tragen“, so Morenz, „denn nur so kann der Verstorbene geehrt und ausreichend Raum für Erinnerung geschaffen werden.“
Die Geschäftsidee von Peggy Morenz entstammt ihrer langjährigen Berufserfahrung in der GPK Branche. Als Teil eines Innovationsteams bei einem früheren Arbeitgeber kam sie auf der Suche nach neuen Geschäftsbereichen für das Material Porzellan in Kontakt mit Urnen und entwickelte ihre Idee der individuellen Gestaltung eines ästhetischen Abschieds nach einem erfüllten Leben. „Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass hauptsächlich Einzelprodukte am Markt angeboten werden, die sich Bestatter je nach Bedarf und Anfrage mühsam als Paket zusammenstellen müssen“, erinnert sich Morenz. „Mo van de kamp liefert Bestattern und damit auch Endkunden nun optisch und emotional ansprechende, liebevolle Gesamtpakete mit qualitativ hochwertigen und liebevoll gestalteten Produkten made in Germany.“
Der Name des Unternehmens, der für die Verbindung von moderner Feuerbestattung und Trauerkultur mit ihren traditionellen Werten und Produkten steht, wurde bewusst gewählt: mo van de kamp – das bedeutet zunächst Modernität durch konzeptionelle Produkte, die die Bestattungskultur in die heutige Ästhetik transportieren. Mit van de lehnt sich die Marke an die Liberalität der Feuerbestattung in den Niederlanden an und lebt mit ihrer konfessionslosen und integrierenden Produktwelt diese Werte. Kamp spannt den Bogen von der Eleganz des Campo Santo, einer Friedhofsart die zu Zeiten der Reformation in Deutschland Einzug fand, zu den Friedhöfen und Friedwäldern der Gegenwart.
Der ganzheitliche Ansatz der Kollektionen von mo van de kamp und ihre Anknüpfungspunkte für das Trauern und Erinnern, hilft dabei Abschied zu nehmen und den verlorenen Menschen als Bereicherung des eigenen Lebens wertschätzen zu können.
Die Bestattung
Die Erfahrung des Sterbens ist Teil des Lebens. Bei der kirchlichen Bestattung geleitet die Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe, befiehlt sie der Gnade Gottes. Die Gemeinde begleitet die Sterbenden und trauert mit den Hinterbliebenen.
Stirbt ein Angehöriger, sind viele Fragen zu klären. In der Regel übernimmt ein benachrichtigtes Bestattungsunternehmen die Erledigung der Formalitäten (Todesanzeige, Versicherung, usw.) und benachrichtigt auch den Pfarrer oder die Pfarrerin. Diese nehmen dann Kontakt zu den Angehörigen auf, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren. Dies dient zum einen der seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden, zum anderen auch einem Gespräch über den Verstorbenen, sein Leben und was für ein Mensch er gewesen ist.
Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung. Der eigentlichen Bestattung geht in der Regel eine Trauerfeier voraus, die Raum und Zeit bietet, gemeinsam Abschied von den Verstorbenen zu nehmen und sie zur “letzten Ruhe” zu geleiten. In der Ansprache spricht der Pastor über das Leben der Verstorbenen, aber auch über die christliche Hoffnung, die mit dem Tod verbunden ist. Gibt es eine Erdbestattung, findet in der Regel direkt im Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung auf einem Friedhof statt, wobei der Pfarrer noch einen Segen spricht. Bei einer Feuerbestattung findet die Beisetzung der Urne später statt. Auch diese kann durch einen Pfarrer begleitet werden.
Kommunen erhöhen Bestattungskosten
Das Sterben in vielen Kommunen wird wieder teurer
Des Menschen letzte Rechnung wird immer höher…
Die Deutschen werden in vielen Kommunen bei Bestattungen immer stärker zur Kasse gebeten.
Seit 2008 steigen die Gebühren erheblich, berichtet das Bestattungsportal Bestattungen.de.
In Frankfurt am Main stiegen die Gebühren um knapp 25 Prozent. Bürger zahlen für eine Erdbestattung derzeit 1144 Euro an die Stadt, dazu kommen die Gebühren für die Grabstätte. Auch Stuttgart, Mannheim und Bochum kassieren besonders hohe Gebühren.
Basis der Untersuchung waren die aktuellen Beisetzungsgebühren für eine Erdbestattung.
Neben Frankfurt am Main haben auch Hamburg (plus 13 Prozent) und Bochum (plus zwölf Prozent) die Gebühren deutlich erhöht.
Die höchsten Gebühren verlangen Stuttgart und Mannheim. In Berlin zahlen Bürger hingegen nur knapp ein Sechstel im Vergleich zu Spitzenreiter Stuttgart.
Die Untersuchung zeigt, dass die Gebührenunterschiede nicht regional zu begründen sind. In Bochum zahlen Angehörige mehr als das Doppelte als im benachbarten Essen.
„Selbst Experten können sich die hohen Beisetzungsgebühren nicht erklären. Warum ist Sterben in Bochum fünfmal so teuer wie in Berlin?“, fragt sich Fabian Schaaf, Geschäftsführer von Bestattungen.de.
Für das nächste Jahr erwarten die Experten des Internetportals einen weiteren Anstieg der Beisetzungsgebühren um bis zu 14 Prozent.
Winterthur erhält Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen
Auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur, wird am kommenden Samstag ein Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen mit einer ökumenischen Feier eingeweiht. Die zentral auf dem Birkenhain angelegte Grabstätte bietet Platz für 2000 Bestattungen.
Zu der nach einjähriger Bauzeit neu erbauten Anlage gehört ein Besammlungs- und Besinnungsplatz, wo die Hinterbliebenen den Namen des Verstorbenen in eine Namensbank eingravieren lassen können.
In diesem einmaligen Gemeinschaftsgrab, können die Hinterbliebenen die Totenasche in Holzurnen oder ungebranntem Ton in der abfallenden Rasenfläche bestatten. Damit werde dem Willen nach einer pietätvollen Bestattung im Erdreich entsprochen.
Der bekannte Bildhauer Kurt Sigrist gestaltete zudem eine „kommunizierende“ Brunnenanlage aus Stahl, die aus einem Brunnen auf dem oberen Besammlungsplatz und einem zweiten Becken am tiefsten Punkt der Anlage bestehen.
Urne vom Berliner Mauermuseums-Gründer steht seit 6 Jahren im Krematorium
Morgen jährt sich sein Todestag, aber auch fast 6 Jahre nach seinem Tod findet die Totenasche von Rainer Hildebrandt noch nicht ihre letzte Ruhe. Hintergrund ist der Streit zwischen der Hildebrandt Witwe und dem Berliner Senat um die letzte Ruhestätte des Publizisten und Mauermuseum- Gründers vom Checkpoint Charlie. Dieser hatte testamentarisch gewünscht, dass die Urne neben seinem Freund und NS-Widerstandskämpfer Albrecht Haushofer bestattet wird. Dieser wurde in einem Massengrab auf dem Friedhof Wilsnacker Strasse in Moabit beigesetzt.
Der Berliner Senat lehnt aber eine Urnenbestattung auf dem Friedhof in Moabit ab, da dieser Friedhof seit 1952 geschlossen ist. Alexandra Hildebrandt will für eine Bestattung weiter kämpfen und schrieb schon Eingaben an das Kanzleramt sowie das Bundespräsidialamt. Bis zu einer endgültigen Einigung, bleibt die Urne des Verstorbenen im Krematorium Ruhleben stehen.
Trauerfeier oder Beisetzung im engsten Kreis?
Wieviele Trauergäste Sie zu einer Beerdigung bzw. einer Trauerfeier einladen wollen, ist ausschließlich den engsten Familienangehörigen vorbehalten. Manchmal hilft bei solchen Entscheidungen und allem Schmerz, sich auch mal in die Situation von sogenannten „Zaungästen“, wie Freunden, Kollegen und Bekannten zu versetzen. Diese wollen auch ihre Trauerrituale ausleben und auf irgendeine Weise ihren Schmerz zum Ausdruck bringen. Wir empfehlen dafür ein Kondolenzbuch. Ein Kondolenzbuch ist eine hilfreiche Alternative sowie eine gute Ausdrucksmöglichkeit, für all diejenigen, die über Karten- oder Blumengaben hinaus, noch ihre Anteilnahme ausdrücken möchten.
” Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir Abstand zu nehmen.”
Sie möchten bei der Beerdigung im engsten Familienkreis bleiben? Dann setzen Sie bei Ihrer Traueranzeige einfach folgenden Zusatz ein: ” Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir Abstand zu nehmen.” Veröffentlichen Sie in Ihrer Traueranzeige nicht den Ort/ Datum der Besetzung.
Eine Möglichkeit ist auch, das Sie denjenigen einen persönlichen Trauerbrief zusenden, die Sie bei der Beerdigung & Trauerfeier, als Trauergäste sehen möchten.
Aufgaben und Service eines Bestatters
Wenn plötzlich ein Todesfall eintritt, sehen sich die Hinterbliebenen zu ihrem Schmerz, auch noch mit vielen Aufgaben und Entscheidungen konfrontiert. Sie müssen sich nun um eine Beisetzung und viele andere Details kümmern. Schön ist es natürlich, wenn der Verstorbene schon im Voraus viele Details selbst festgelegt hat, wie die Entscheidung, ob eine Erd- oder eine Feuerbestattung stattfinden soll. Leider ist dies aber in den meisten Fällen nicht der Fall. Rat + Hilfe in Fragen der Bestattung, können die Hinterbliebenen bei den Bestattungsunternehmen bekommen.
Zu den Aufgaben & dem Service eines Bestatters gehören:
- Beratung der Hinterbliebenen,
- würdige Ausgestaltung sowie vorschriftsmäßige Durchführung der Bestattung,
- Regelung der bei Todesfällen anfallenden behördlichen + kirchlichen Formalitäten,
- Terminierung für Trauerfeierlichkeiten,
- Formalitätenklärung mit der Friedhofsverwaltung,
- Gestaltung, Vermittlung + Lieferung von Traueranzeigen,
- Beratung in Fragen zur Wahl von Sarg bzw. Urne,
- Träger bei Überführungen/ Beisetzung,
- Ankleiden/ Einbetten,
- Waschen,
- Aufbahren des Verstorbenen
- Überführung zum Krematorium,
- Abholung vom Sterbeort und Überführung zum Friedhof,
- Organisation von musikalische Darbietungen,
Um alle Details und Wünsche für die spätere Bestattung schon vorab festzulegen, besteht die Möglichkeit eines sogenannten Vorsorgevertrages. Mit dessen Hilfe kann den Hinterbliebenen die nicht immer einfache Entscheidung über die Bestattungsart abgenommen werden. Vorsorgeverträge können durch eine Sterbegeldversicherung oder treuhänderische Anlage von Vorsorgegeldern abgesichert werden. Ihr Bestatter berät Sie gerne in diesen Fragen.
Die Urnenfelderkultur
Die Urnenfelderkultur (Kürzel „UK“) dauerte von etwa 1300 v. Chr. bis 800 v. Chr. Sie ist die verbreitetste mitteleuropäische Kultur der Späten Bronzezeit. Da es jedoch selbst in Mitteleuropa weitere Kulturen gab, sollte der Begriff nicht verallgemeinert werden. Da außerdem der namengebende Bestattungsritus – Leichenverbrennung auf einem Scheiterhaufen und Bestattung der Brandreste in Urnengräbern – auch in anderen Kulturen geübt wurde, ist die Urnenfelderkultur durch weitere Kriterien, wie typische Bronze- und Keramikformen, definiert.
Die Urnenfelderkultur folgte auf die Hügelgräberkultur der Mittleren Bronzezeit. In den meisten Teilen ihres Verbreitungsgebietes wird die Urnenfelderkultur mit Beginn der frühen Eisenzeit durch die Hallstattkultur abgelöst.
Verbreitung der Urnenfelderkultur
Die Urnenfelderkultur war über weite Teile des südlichen Mitteleuropa verbreitet. Im Westen reicht ihr Kerngebiet bis in das Pariser Becken, im Osten bis nach Niederösterreich und Slowenien. Auch Teile der übrigen Donauländer sowie Belgiens und der Niederlande, Südfrankreichs (bis hinab nach Katalonien) und Norditaliens lassen sich, je nach Definition, ihrem Verbreitungsgebiet zurechnen. Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.
Als ein mögliches Entstehungszentrum kommt vor allem der nördliche, östliche und südöstliche Voralpenraum und dabei insbesondere die Laugen-Melaun-Kultur in Frage. Von dort aus verbreiteten sich wichtige Merkmale der Urnenfelderkultur in alle Himmelsrichtungen. Wenige Jahrhunderte später ist sie in Italien, wo sie von der Villanovakultur abgelöst wird, und in Siebenbürgen wieder verschwunden. In Südfrankreich und Nordostspanien hingegen breitete sie sich erst gegen Ende der Spätbronzezeit (ca. im 9.Jh. v.Chr.) aus.
In Deutschland gehörten Baden- Württemberg, Bayern, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Süd- und Mittelhessen sowie der südliche Teil des Thüringer Waldes zum Verbreitungsgebiet der Urnenfelderkultur. In Österreich zählten der Alpen- und Donauraum zum Kernbereich der Urnenfelderkultur. Das Gebiet der UK wird in einen westlichen und einen östlichen Kreis gegliedert. In der älteren und mittleren Urnenfelderzeit lag die Grenze zwischen den beiden Kreisen im Bereich Strudengau– Dunkelsteiner Wald, in der jüngeren Phase gehörten auch der oberösterreichisch- salzburgische Raum zu Ostkreis.
Anhand von Unterschieden in der Keramik wurden innerhalb des westlichen UK-Kreises, seit Beginn der Hallstattzeit A (1200–1000 v. Chr.) drei größere Regionalgruppen definiert: die rheinisch- schweizerische, die untermainisch- schwäbische und die oberbayrisch- salzburgische Gruppe. Die Ostgrenze der untermainisch- schwäbischen Gruppe ist entlang der Westgrenze Oberfrankens, Mittelfrankens und Niederbayerns und südlich entlang der Isar zu fassen.
Während der Hallstattzeit A und der Hallstattzeit B (1000–800 v. Chr.) bildete die rheinisch-schweizerische Gruppe mit der Urnenfelderkultur des ost- und zentralfranzösischen Raumes eine mehr oder minder einheitliche Keramikprovinz heraus. Die oberbayerisch- salzburgisch Gruppe grenzt im Westen an die untermainisch- schwäbische Gruppe und im Norden grenzt sie an die niederbayrisch- südoberpfalzische Keramikprovinz. Sie endet an der Inn/ Salzach-Linie.
Die Lausitzer Kultur, die im Nordosten an das Verbreitungsgebiet der Urnenfelderkultur grenzt, ähnelt ihr im Bestattungsbrauch und in manchen Aspekten der materiellen Kultur. Von manchen Forschern wird sie deshalb ebenfalls zur Urnenfelderkultur gerechnet. (quelle.wikipedia.de)
Sprachgeschichte
Beisetzung und Bestattung werden umgangssprachlich häufig gleichgesetzt.
Sprachgeschichtlich ist der Begriff „Beisetzen“ seit dem 15. Jahrhundert belegt und damit wesentlich älter als der Begriff „Bestattung“, denn die Grundbedeutung „etwas neben anderes hinzusetzen/ hinzufügen“ geht der speziellen Bedeutung „begraben, bestatten“ um etwa 200 Jahre voraus. Die heutige Bedeutung der Bestattung kam erst im 17. Jahrhundert auf und bedeutet „den sterblichen Überresten eine Statt gebend“. Der Begriff Bestatten war allerdings im Mittelhochdeutschen schon seit dem 12. Jahrhundert im anderen Sinne eines „an die Statt bringen“, „Anstatten“ oder auch „Ausstatten“ bekannt.
Die heute etwas umgangssprachlich profane Bezeichnung des Begrabens hat sich gesellschaftlich nicht durchsetzen können, war aber früher wesentlich weiter verbreitet und ist beispielsweise im christlichen Glaubensbekenntnis („gestorben und begraben“) zu finden. Dem Substantiv von begraben, dem Begräbnis, erging es demgegenüber sprachgeschichtlich besser, es stellt auch heute noch eine populäre Sprachform dar.
Der Begriff Beerdigung leitet sich von der seit Jahrtausenden im Judentum, Christentum sowie dem Islam gebotenen Bestattungsform her: Der Leichnam wird „der Erde anvertraut, damit er wieder zu Erde werde, davon er genommen ist“. Darum wird vor allem der Begriff Beerdigung für eine religiös motivierte Erd-Bestattung verwendet, ist sprachlich aber gleichbedeutend.
Regionale Formen
In weiten Teilen Deutschlands gilt seit Mitte des 20. Jahrhunderts Besetzung als Begriff für das Einbringen der Urne nach der Einäscherung. Das Einbringen des Sarges in die Gruft wird als Beerdigung, oder Erdbestattung bezeichnet. Regional gibt es allerdings unterschiedlichen Sprachgebrauch.
Im nordbadischen Sprachraum ist „Leiche“ für die Zeremonie des Begräbnisses in Benutzung, eingeschlossen die Nachfeier. Daraus erklärt sich die Bezeichnung „Leichenschmaus“. Diese Feier steht in Ergänzung zur vorherigen Erinnerung, mit einer Rede über Toten. Das anschließende besinnliche Beisammensein dient der geselligen Erinnerung an das Leben des Verstorbenen und der Trauerbewältigung für die Hinterbliebenen.
Im Süden des deutschsprachigen Raums ist nach Art und Weise die Bezeichnung Gruftbestattung üblich.
In Niederbayern wird Beisetzung für die Überführung des Sargs in die Totenkapelle sowie Beerdigung für den Transport des Sarges zum Grab, der meist zwei Tage später erfolgt, genutzt. (Quelle:de.wikipedia.org/wiki/Bestattun)




