Die Urnenbeisetzung – individuell Abschied nehmen
Es ist längst nicht mehr üblich, dass eine Beerdigung immer gleich und vor allem immer mit der Bestattung des Sarges als „Höhepunkt“ einhergehen muss. Immer häufiger werden die Verstorbenen auf ihren eigenen Wunsch oder der Wahl der Angehörigen hin eingeäschert und die Beerdigungs-Zeremonie besteht nicht nur aus der Beisetzung der Urne, sondern auch aus vielen anderen Elementen.
Die Erbschaft – Ein heikles Thema
Wenn ein geliebter Mensch von uns scheidet, ist das schon schlimm genug. Wenn es dann aber „Streit“ mit anderen Familienangehörigen um das Erbe geht, dann geht es tatsächlich noch eine Stufe höher. Wer kennt den Spruch nicht, dass bei Geld die Freundschaft aufhört?! Viele Menschen, vor allem diejenigen, die beispielsweise ein großes Vermögen oder andere ansehnliche Besitztümer zu vererben haben, schließen schon lange Zeit vor ihrem Tod ein Testament ab. Zu berücksichtigen sind bei dem gesetzlichen Erbrecht immer die Ehegatten oder die eingetragenen Lebensabschnittspartner. Was nichts anderes bedeutet, dass eingetragene Lebenspartner nach dem Gesetz die gesetzlichen Erbansprüche geltend machen können.
Das Sterbegeld und die Rentenversicherung
Früher oder später muss sich jeder mit dem Thema Tod auseinandersetzen, entweder um alles für den eigenen Tod zu regeln, soweit dies möglich ist, oder auch auf Grund des Todes eines Angehörigen. Es ist immer eine schmerzliche Erfahrung, die man in diesem Zusammenhang macht und kaum jemand denkt entspannt und klaren Kopfes an all die Dinge, die zu regeln sind, wenn jemand gestorben ist oder man das eigene Sterben herannahen sieht. Um es den Angehörigen zumindest aus finanzieller Sicht so einfach wie möglich zu machen, gibt es die Möglichkeit, das so genannte Sterbegeld in Form einer speziellen Versicherung abzuschließen. Bis vor einigen Jahren war das Sterbegeld durch die gesetzlichen Krankenkassen zugesichert, wurde dann jedoch mehr und mehr reduziert und ist nun nur noch für Beamte offiziell Bestandteil ihrer Versorgung, jeder andere muss eine spezielle Absicherung schaffen, wenn die Angehörigen entlastet werden sollen.
Buch-Tipp: Ente, Tod und Tulpe
In ganz einfachen Worten und sehr beeindruckenden Zeichnungen ist dieses Bilderbuch zum behutsamen Gesprächseinstieg über den Tod bestens geeignet. (Gebundene Ausgabe 32 Seiten) 9,90 €
Wolf Erlbruch
Verlag: Antje Kunstmann Velag
ISBN-10: 3888974615
ISBN-13: 978-3888974618
Kurzbeschreibung
Der großartige Texter und Illustrator Wolf Erlbruch erzählt in seinem wunderbaren, nur wenige Seiten langen Büchlein “Ente, Tod und Tulpe” nicht nur die Geschichte des Weggehens und des Sterbens, sondern skizziert leichthändig auch die Parabel einer kurzen Berührung zweier Einsamkeiten.
Zart, warm und melancholisch ist der Ton der kurzen Bildtexte und sanft der Strich der Illustrationen.
“Ein Kinderbuch? Kein Kinderbuch? Ein Buch vom Leid? Ein Buch vom Schluss? Erzählt es eine Fabel? Ein Märchen? Überhaupt eine Geschichte? Oder ist es vielmehr eine Meditation?”, fragte sich Benedikt Erenz in der Zeit, als “Ente, Tod und Tulpe” im März 2010 erschien. Und befand, dass es ein Buch sei für kleine und für große Menschen: Ein Verwegen, lautlos, geisterhaft, meisterhaftes und ein unendlich tröstliches Buch.
Buch-Tipp: Meine Rechte und Pflichten als Erbe
Ein Ratgeber der umfassend und verständlich Auskunft bei allen Fragen rund um die Erbschaft gibt. (Broschiert 307 Seiten) 8,90 €
Wolfgang Däubler
Verlag: Nomos Verlag; Dtv/ Auflage 3 (2009)
ISBN-10: 3423581379
ISBN-13: 9783423581370
Kurzbeschreibung
Wer eine Erbschaft macht, wird mit zahlreichen Problemen konfrontiert.
Wie erfährt man, was alles zum Nachlass gehört? Ab wann kann man selbst über das ererbte Vermögen verfügen? Was passiert, wenn der Erblasser angeblich kurz vor seinem Tod noch ein anders lautendes Testament gemacht haben soll?
Auf diese und viele andere Fragen gibt der Ratgeber eine Antwort. Besonderes Gewicht wird auf die Stellung der Pflichtteilsberechtigten gelegt, die ihren Anteil am Nachlass verlangen. Muss der Erbe hier wirklich die Karten voll auf den Tisch legen? Auch Probleme der Erbschaftsteuer und der Vererbung von Auslandsvermögen werden eingehend erörtert.
Der Autor Prof. Dr. Wolfgang Däubler lehrt Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht an der Universität Bremen. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat und im Kreditausschuss der Bremer Landesbank. Seit 2005 ist er »Beratender Professor« an der Tongji- Universität in Shanghai und nahm 2006 eine Gastprofessur an der Universität Trient wahr. Er ist bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen zum Zivilrecht und zum Arbeitsrecht sowie durch Rundfunksendungen.
Bestattungs-Betrüger vor Gericht
Die Versuchung des schnellen Geldes war zu groß.
Seit Mittwoch wird vor dem Aachener Amtsgericht ein Prozess gegen einen betrügerischen Bestatter (48) verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bestatter 34 Fälle vor, in denen er die im Voraus bezahlte Bestattungskosten in die eigene Tasche gesteckt und nicht an Steinmetze und Friedhöfe weitergeleitet haben soll. Der Schaden soll sich auf rund 100.000 EURO belaufen.
Bisher schweigt der Bestattungs- Betrüger vor Gericht. Für eine große Tageszeitung gab der Bestatter aber ein Interview und verriet einiger seiner Tricks und Methoden unseriöser Kollegen. „Ich bin sicher, 80 Prozent der Bestatterbranche macht auf krumm.“ Dabei werden die Särge in Polen für 50 – 70 EURO pro Stück bestellt um sie dann an den heimischen Kunden für 1500 EURO weiter zu verkaufen. Bei ihm würde somit eine Bestattung welche um die 4000 EURO kostet, einen Gewinn von fast 3000 EURO gemacht.“
Weitere unseriöse Methoden sind etwa:
„Das Entfernen von Goldzähnen ist strafbar – nicht aber das der Goldfüllungen. Und Die teuren Batterien aus Herzschrittmachern sind ebenso begehrt und lassen sich gut verkaufen.“
„Der Leichnam wird häufig nackt in den Sarg gelegt- die Kosten für Totenhemd und Sargeinlagen aber den Hinterbliebenen in Rechnung gestellt.“
„Vielen Menschen ist die Vorsorge für eine würdevolle Bestattung sehr wichtig – sie vertrauen dem Bestatter und schließen Bestattungsvorsorgeverträge bei diesem ab. Im Todesfall kommt es dann aber vor, das diese das Guthaben nicht an die ahnungslosen Angehörigen auszahlen.“
Liegenschaftsfond verkauft Krematorium in Berlin Mitte
Zwei Berliner Filmemacher und Immobilienkaufleute haben den Zuschlag für das ca. 8500 qm große Areal in der Weddinger Gerichtstraße vom Liegenschaftsfond Berlin erhalten.
Die neuen Besitzer – Kulturpark Wedding GmbH – planen das denkmalsgeschützte Krematorium in den kommenden Jahren zu einem Kunst- und Kulturcampus umzugestalten. Geplant sind u.a. Galerien und Ateliers für junge Künstler und Stiftungen. Derzeit stünden aber noch keine künftigen Mieter fest, denn die neuen Eigentümer rechnen mit einer Umbauphase die nicht vor 2013 beendet sein dürfte.
Das Weddinger Krematorium wurde vom Architekten William Müller entworfen und eröffnete im Jahre 1912 als erstes Krematorium in Preußen. Knapp 90 Jahre später wurde das Krematorium aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.
Urnendesignerin setzt neue Trends in der Schaufenstergestaltung
Rundum sorglos Paket für Bestatter
mo van de kamp setzt Trends in der Schaufenstergestaltung
Paderborn, März 2012. Seit vergangenem Jahr steht der Name mo van de kamp für moderne Bestattungskultur mit hochwertigen und kreativen Gesamtkonzepten rund um das Thema Beerdigung. Als innovativer Partner für Bestattungsunternehmen setzt das Unternehmen nun auch in der Schaufenstergestaltung neue Trends.
Sie sind weder schlicht noch grau, sondern farbenfroh und emotional: Mit einer neuen Art der Schaufenstergestaltung bietet mo van de kamp Bestattern ein optisches Forum, das Thema Tod und Bestattung in den Blickpunkt zu rücken. Die Schaufenster, die bereits erfolgreich bei drei Bestattern getestet wurden, regen zum Nachdenken an – über das vergangene Leben des geliebten Menschen. Dabei wird Leichtigkeit statt Schwermut vermittelt.
Wie auch innerhalb der Kollektionen stellen die Schaufensterdekorationen die Urne als zentrales Element in den Mittelpunkt. Zu ihr reihen sich Accessoires, Motivanhänger, kleine Erinnerungsdosen sowie Trauerpapiere.
Luftig-leicht und blütenfroh präsentiert sich die erste Schaufenstergestaltung von mo van de kamp mit Produkten aus der Kollektion Belvedere. Die immer währenden Blumen auf Urne, Erinnerungsdose, Trauerpapieren und als Dekoration am Schaufenstergrund symbolisieren die Liebe über den Tod hinaus. Sie stehen für Demut, Treue und Hoffnung aber auch für Vergänglichkeit und Loslassen. Ähnlich einem opulenten Blumenstrauß schmücken die Urne – die mittig im Schaufenster platziert ist – viele detailreiche Blüten, die sich nicht wiederholen. So sieht die Urne von jeder Seite unterschiedlich aus und lädt zum Betrachten und Entdecken ein. Das Gefäß kann mit verschiedenen Anhängern aus unglasiertem Porzellan individualisiert und ganz persönlich beschriftet oder bemalt werden. Das Motiv des Schmetterlings harmoniert dabei besonders gut mit den leuchtend farbigen Blütenmotiven und dem Firmenlogo im Hintergrund, das die aufgehende Sonne symbolisiert.
Neben der Urne ist auch die herzförmige Erinnerungsdose aus Porzellan optisch hervorgehoben. Sie besitzt die gleiche Symbolkraft wie die Blumenurne und dient zum Aufbewahren des Eherings, eines Fotos oder anderen Erinnerungen an den Verstorbenen. Zur Abrundung der Kollektion werden daneben die Trauerpapiere der Kollektion gezeigt.
Das optisch ansprechende Schaufenster von mo van de kamp wird für den Ausstellungsraum durch einen hochwertigen Warenträger ergänzt.
Alle Produkte von mo van de kamp werden in Deutschland gefertigt.
Messetermin im Mai: “Leben und Tod”
Messe Bremen
“Leben und Tod”
Forum.Messe: Vorsorge, Pflege, Begleitung, Abschied & Trauer
In der Zeit vom 10. und 11. Mai 2012 widmet sich die Kongressmesse “Leben und Tod” in der Messe Bremen den Themen Tod, Vorsorge, Pflege, Begleitung, Abschied, Bestattung, Trauerbewältigung und Sterben in Würde.
Die Messeveranstaltung richtet sich dabei nicht nur an haupt- und ehrenamtliche Fachleute aus der Hospiz- und Altenpflege, dem Bestattungswesen, der Seelsorge, aus dem Friedhofswesen oder sonstige Dienstleistern. Vielmehr möchte man auch mit pflegenden Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit, offen über das Sterben sprechen. Des weiteren findet man auf dem Messegelände auch Aussteller, die mit den verschiedensten Beratungsangeboten und Produkten vor Ort sind.
„Dieses Forum wird dem Thema Sterben mehr Öffentlichkeit bieten – hier treffen zum einen Fachleute aufeinander, die sich vernetzten und weiterbilden können. „In unserer Gesellschaft wird immer noch ungern über das Sterben gesprochen, obwohl es doch jeden von uns betrifft. Dabei spielt das `Sterben in Würde´ bei allen Menschen eine wesentliche Rolle. Rund 90 Prozent wünschen sich, zuhause zu sterben, aber rund 80 Prozent scheiden immer noch im Krankenhaus aus dem Leben. Den meisten Menschen sind ihre Möglichkeiten gar nicht bekannt. Deshalb wollen wir ein Forum schaffen, in dem ganz offen und in angenehmer Atmosphäre Fragen gestellt werden dürfen“.
Öffnungszeiten Besucher: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Eintritt: 8,00 Euro/ Tageskarte und 14,00 Euro/ 2-Tageskarte
Kriegsverbrecher und KZ-Wächter Demjanujuk gestorben
Der verurteilte Kriegsverbrecher und Nazi John Demjanjuk ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren in einem Pflegeheim im bayerischen Bad Feilnbach bei Rosenheim.
Der in der Ukraine geborene Demjanjuk wurde 2011 wegen Beihilfe zum Mord an tausenden Juden von einem Gericht in München verurteilt. Die Haftstrafe wurde aufgrund des hohen Alters und auf der Tatsache dass er staatenlos war, ausgesetzt. Fortan lebte John Demjanjuk in einem Pflegeheim in Oberbayern.
John Demjanjuk ( auch „Iwan der Schreckliche“ genannt ) wurde vorgeworfen, im Jahre 1943 im KZ-Lager Sobibor an der massenhaften Judenvernichtung beteiligt gewesen zu sein. Während dieser Zeit wurden dort 27.900 Juden getötet.


