In der heutigen Zeit, zeigen die Menschen gerne was sie erreicht haben oder zumindestens was sie gerne darstellen möchten.

Dieser Trend macht auch vor der Bestattungskultur in Deutschland keinen Halt und so ist es bei einem Gang über unsere Friedhöfe kaum verwunderlich, das es auch hier mehr oder weniger schöne oder große Grabanlagen zu bewundern gibt. Der Individualität des einzelnen sind da wenige Grenzen gesetzt und so verraten uns die Gestaltung der Grabanlagen, Gräber oder die Beigabe von Grabschmuck viel über den Bestatteten, aber noch viel mehr über die Zeit, in der sie gestaltet wurden.

Bis zum Ende des 17.Jahrhunderts gab es in Europa keine herkömmlichen Friedhöfe, die „Arbeiterklasse“ wurde in Massengräbern beigesetzt. Nur den reichen Kaufleuten, Adligen und besondere Menschen war es vergönnt, ihrer Person in Form eines Einzelgrabes oder einer Familiengruft auch nach dem Tod zu huldigen.

In der heutigen Zeit zeigt sich unsere errungene Individualität auch nach dem Tod. Wo unser letzter Ruheplatz liegt- oder wie er gestaltet sein soll, können wir schon zu Lebzeiten bestimmen. Da fallen uns spontan Bestattungsvarianten wie: Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Friedwald-Bestattung, Kolumbarien aber auch so ungewöhnliche wie: Himmelsbestattung, Bergbestattung, Nordpool-Bestattung ein.

Jeder nach seiner Fasson…für den Bescheidenen gibt es den Karton-Sarg, für den Extravaganten eine Bestattung im Bronzesarg. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das sich viele bereits zu Lebzeiten einen Sarg oder eine Urne kaufen. Für Umweltbewusste gibt es die Bio-Urne, für den modernen Menschen die Designer-Urne. Die Auswahl ist groß: Es gibt Urnen aus Holz, Kupfer, Edelstahl, Marmor, Keramik, Glas oder Granulat. In den letzten Jahren, erfreuen sich dabei Urnenbeisetzungen oder Friedwald-Bestattungen immer größerer Beliebtheit.

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24
Jan

Prominente Trauerfälle: Oleg Velyky

   Posted by: C.Kuehn   in News, Prominente Trauerfälle

Oleg Velyky

Geboren: 14. Oktober 1977
Gestorben: 23. Januar 2010

Der frühere Handball-Nationalspieler Oleg Velyky von Bundesligist HSV Hamburg ist tot. Der 32-jährige Velyky, starb in der Nacht zu Samstag in Kiew an Krebs.

Bereits im September 2003 war bei dem gebürtigen Ukrainer Hautkrebs festgestellt worden. Die erste Therapie sah erfolgsversprechend aus und so nominierte ihn Nationaltrainer Brand in den Kader der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die 2007 dann Weltmeister wurde. Velyky bestritt 38 Länderspiele für Deutschland und 59 für die Ukraine.

Neben den Spielern und Bundestrainer Heiner Brand, zeigte sich HSV-Präsident Andreas Rudolph bestürzt über die Nachricht. „Wir sind angesichts der überaus traurigen Nachricht tief erschüttert. Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit. Ich bin in meiner Trauer und mit all meinen Gedanken bei Olegs Familie und Angehörigen.“

Velyky wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt seine Ehefrau Kataryna und einen sechsjährigen Sohn.

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20
Jan

Buch-Tipp: Warum steht auf Opas Grab ein Stein?

   Posted by: admin   in Bücher

Warum steht auf Opas Grab ein Stein?

Hamburger Kinder erklären Beerdigungen (32 Seiten mit Abb.)

Preis: 3,50 €

Schulpastor Christian Butt (Hg.)

Verlag: Calver Verlag Stuttgart

  ISBN: 978-3-7668-4124-7

Kurzbeschreibung

Hamburg (epd). Unter dem Titel “Warum steht auf Opas Grab ein Stein?” haben Hamburger Kinder einen kleinen Beerdigungsführer für Kinder geschrieben. Auf 32 Seiten werden Begriffe wie “Sarg”, “Erdwurf”, “Beileid” oder “Urne” kurz erklärt und jeweils mit einem selbst gemalten Bild erläutert. Verfasst wurden die Texte von Oberstufenschülern der Walddörfer Gesamtschule. Die Bilder wurden von Hamburger Grundschülern gemalt.

Die Idee zu dem Beerdigungsführer kam Schulpastor Christian Butt, als seine Eltern 2008 kurz hintereinander verstarben und er seinen Kindern die Beerdigungsrituale erklären wollte. Gemeinsam mit Hamburger Schülern gestaltete er daraufhin einen Beerdigungsführer. Erklärt werden einfache Begriffe: “Ein Grab ist eine tiefe Grube in der Erde. In diese Grube wird der Sarg oder die Urne hineingelassen. Die Grube wird dann mit Erde zugeschüttet.”

Erklärt werden aber auch Beerdigungsrituale, die viele Erwachsene nur schwer erklären könnten: Warum legen Freunde und Angehörige Kränze auf das Grab? Die Besonderheit des Kranzes sei, heißt es dort, dass er keinen Anfang und kein Ende habe. Der Kranz sei damit ein “Zeichen für die Unvergänglichkeit”. Er stehe dafür, dass die Liebe der Trauernden und auch die Liebe Gottes zu dem Verstorbenen ewig ist.

Es sei für ihn erstaunlich, so Pastor Butt, mit welcher Klarheit die Kinder das Thema Tod darstellten. Schließlich sei es ein Thema, das Erwachsene eher meiden würden. So wird auch erklärt, was der “Leichenschmaus” nach der Beerdigung ist. Bei diesem Essen gehe es nicht so traurig und formell zu wie bei der Trauerfeier. Das gemeinsame Essen helfe, den Verstorbenen in guter Erinnerung zu behalten und ein bisschen Abstand von der Trauer zu bekommen. Abgebildet sind schwarz gekleidete Gäste an einer Kaffeetafel mit einem Glas Rotwein im Vordergrund.

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19
Jan

Wer nicht wirbt, stirbt! Werbung in der Bestattungsbranche

   Posted by: Gastautor M.Mielke   in Bücher, News

Was Bestatter werblich wagen und wie junge Kreative mit dem Thema umgehen,
zeigen die Ergebnisse des Awards des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur.
Die Dokumentation der Tagung “Wer nicht wirbt, stirbt” ist nun als Buch
erschienen und zeigt Best-Practice-Beispiele aus einer extrem sensiblen
Branche.

Werbung in der Bestattungsbranche bleibt eine Gratwanderung und erfordert
Fingerspitzengefühl. Denn es geht um ein Thema, das alle angeht und das
keiner will.

Doch wie viel und welche Werbung verträgt die Bestattungsbranche? Und wie
kann die Gratwanderung zwischen Ansehen und Aufsehen gelingen? Wie erreicht
man seine Zielgruppe? Wie fällt man auf? Wie bleibt man in Erinnerung?
Klassische Fragen des Marketings. Doch hier geht es um mehr: Wie weckt man
Sympathie für eine unbeliebte Branche?

http://www.bestatter.de/bdb2/pages/shop/buecher_wnws.php

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Der 40-jährige deutsche Trucker der am 26.November 2009 auf einem Autobahn-Rastplatz im öterreichischem Kärnten an einem Herzinfarkt gestorben war, wird nun wohl doch nach Deutschland überführt werden. Nachdem die Pathologie den Leichnam freigegeben hatte, liegt diese in einem Bestattungsunternehmen in Kärnten auf Eis.

Grund für diese fast 2-monatige Odyssee ist, das der Vater es ablehnt, die Überführungskosten für seine toten Sohn zu übernehmen- angeblich, weil er befürchte, dann auch dessen Schulden zu erben. Nachdem österreichische Medien berichteten, kam Bewegung in den Fall. Kärntener Einwohner wollten für eine würdige Beerdigung sammeln und die Gemeinde Techelsberg erklärte schließlich die Kosten für eine Bestattung zu übernehmen, weil der Rastplatz auf dem der Deutsche starb, zu dieser Gemeinde gehört. Nun haben sich Freunde des Truckers bereit erklärt, für die Überführung der Urne zu sammeln.

Es bleibt abzuwarten, wann und wo der Deutsche Trucker nun seine endgültige letzte Ruhe finden wird.

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Petra Schürmann

Geboren: 15. September 1935
Gestorben: 13. Januar 2010

Die erste deutsche „Miss World“ und Moderatorin Petra Schürmann ist tot. Sie starb am 13. Januar 2010  in Ihrer Villa am Starnberger See.

In den letzten Tagen gab es Gerüchte um den schlechten Gesundheitszustand Schürmanns. Seit dem Unfalltod ihrer Tochter im Jahre 2001 und ihres Mannes, Gerhard Freund im August 2008 war sie häufig krank, litt unter einer Sprachblockade und lebte zurückgezogen.

Petra Schürmann wurde im Jahre 1956 als erste Deutsche zur “Miss World” und damit zur schönsten Frau der Welt gekürt. Danach begann ihre steile Karriere zuerst als Ansagerin und später auch als Moderatorin beim Bayerischen Fernsehen. Später moderierte sie große Gala-Shows für die ARD und das ZDF. Auch in verschiedenen Schauspielrollen, u.a. in “Die Tote aus der Themse” oder “Engel des Schreckens” war Schürmann zu sehen.

Seit 1996 war Petra Schürmann Trägerin des Bayerischen Verdienstordens.

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Der Tod eines geliebten Menschen ist ein einschneidendes Ereignis für Angehörige und Freunde.

Diese Erfahrung musste auch Frau Josefine Schacherbauer machen als vor einigen Jahren ihre erst 16 Tage alte Tochter starb.

Neben der Trauer und dem Schock bedauerte Frau Schacherbauer aber ganz besonders, dass sie nach der Trauerfeier nichts von ihrer Tochter hatte was sie mit Heim nehmen konnte. Da kam Josefine Schacherbauer auf die Idee einer ganz besonderen Urne. Eine Urne auf der ein Engel angebracht ist, den man zur Trauerverarbeitung mit nach Hause nehmen kann.

Der Engel als Symbol für Kraft, Hilfe, Vertrauen und Schutz kann eine Erinnerung an den Verstorbenen und eine Hilfe in diesem Leben sein.

So entstand die Urne Angel. Eine formschöne Urne wird von einem kleinen Engel gekrönt. Sowohl die Urne als auch der Engel sind aus hochwertigem Edelstahl gearbeitet und für einen würdevollen Abschied geeignet.

Urne Angel

Nach der Trauerfeier kann der Engel von der Urne abgenommen auf einem Holz- oder Steinsockel befestigt mit nach Hause genommen werden. So ermöglicht es dem Trauernden, sich zu Hause einen persönlichen Ort der Andacht zu schaffen.

Mit der Urne „Angel“ wird dem Trauernden dabei geholfen, sich in angemessener Weise, ganz individuell und jederzeit von dem Verstorbenen zu verabschieden und so seinen Schmerz zu verarbeiten. Eine Hilfe die von dem Trauernden dankbar angenommen wird.

Sowohl in Deutschland und auch in Österreich hat die neue Urne bereits großen Anklang bei Bestattern gefunden. „ Es gibt keine vergleichbare Urne und sie wird vielen Menschen bei ihrer Trauerbewältigung helfen“ ist die einhellige Meinung jener Bestatter welche die Urne „Angel“ bereits in ihr Programm aufgenommen haben.

„Trösten zu können ist eine Kunst, aber die größere Kunst ist, sich trösten zu lassen und nicht untröstlich zu sein.“

12
Jan

Prominente Trauerfälle: Miep Gies

   Posted by: admin   in News, Prominente Trauerfälle

Miep Gies

Geboren: 15. Februar 1909
Gestorben: 11. Januar 2010

Die Retterin des Anne-Frank Tagebuchs Miep Gies ist tot. Sie starb am 11. Januar 2010, kurz vor ihrem 101.Geburtstag, in einem niederländischen Pflegeheim der Provinz Friesland.

Die in Österreich geborene Miep Gies war die letzte noch lebende Helferin der jüdischen Familie Frank, die sich im Zweiten Weltkrieg in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt hatte bis sie verraten und von den Nazis in Konzentrationslager deportiert wurde.

Unter ständiger Lebensgefahr hatte Gies die Franks und weitere versteckte Juden mit Lebensmitteln versorgt. Nur Stunden nach der Entdeckung und Verhaftung der Franks ging Gies am 4. August 1944 noch einmal in das Versteck und rettete die Tagebuch- Aufzeichnungen der 15-jährigen Anne Frank, die später dann in viele Sprachen übersetzt und weltberühmt wurden.

Anne Frank starb Anfang März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen- nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Miep Gies wurde für ihr Engagement u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz 1.Klasse geehrt.

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11
Jan

Krematorien zahlen Bestattern Leichenprämien

   Posted by: admin   in News

Zu einer neuen makaberen Geschäftemacherei scheint es im Großraum Frankfurt a. Main gekommen zu sein.

Auf der einen Seite steht das städtische Krematorium auf dem Frankfurter Hauptfriedhof und zum anderen die privatwirtschaftlich geführten Krematorien in Offenbach und Obertshausen. Diese zahlen den regionalen Bestattern sogenannte Leichenprämien von bis zu 100 €uro. Offiziell spricht man dabei von einer Leistungsrückerstattung. Das diese aber zu Lasten der Hinterbliebenen geht, sieht man freilich erst auf den zweiten Blick, denn wer die Preise zwischen dem städtischen und den privaten Krematorien vergleicht, wird leicht erkennen, das eine Kremierung in der Main-Metropole bedeutend günstiger ist. Da das städtische Krematorium diesem Trend nicht mitträgt, hat es mit schwindenden Aufträgen zu kämpfen. Wo noch vor ein paar Jahren 4.500 Kremierungen pro Jahr stattfanden, sind es derzeit nur noch 1.500. Das knapp 20 Autominuten entfernte Krematorium in der viel kleineren Gemeinde Offenbach hingegen, hat eine Auslastung von 4. 000 Kremierungen pro Jahr. In Frankfurt gibt es einige Bestatter, die diese Entwicklung bedauern und sich klar gegen eine „Leichenkutscherei“ aussprechen.

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Morgen jährt sich sein Todestag, aber auch fast 6 Jahre nach seinem Tod findet die Totenasche von Rainer Hildebrandt noch nicht ihre letzte Ruhe. Hintergrund ist der Streit zwischen der Hildebrandt Witwe und dem Berliner Senat um die letzte Ruhestätte des Publizisten und Mauermuseum- Gründers vom Checkpoint Charlie. Dieser hatte testamentarisch gewünscht, dass die Urne neben seinem Freund und NS-Widerstandskämpfer Albrecht Haushofer bestattet wird. Dieser wurde in einem Massengrab auf dem Friedhof Wilsnacker Strasse in Moabit beigesetzt.

Der Berliner Senat lehnt aber eine Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Moabit ab, da dieser Friedhof seit 1952 geschlossen ist. Alexandra Hildebrandt will für eine Beisetzung weiter kämpfen und schrieb schon Eingaben an das Kanzleramt sowie das Bundespräsidialamt. Bis zu einer endgültigen Einigung, bleibt die Urne des Verstorbenen im Krematorium Ruhleben stehen.

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