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Buch-Tipp: Dem Leben neu vertrauen
Dem Leben neu vertrauen: Den Sinn des Trauerns durch fünf Stadien des Verlusts finden
gebundene Ausgabe 279 Seiten 14,95 €
Elisabeth Kübler-Ross, David Kessler
Verlag: Kreuz Verlag (09/ 2009)
ISBN- 978-3-7831-2692-1
Kurzbeschreibung
Bereits in ihrem ersten Buch „Interviews mit Sterbenden“ benannte Elisabeth Kübler-Ross die fünf Stadien des Sterbens:
- Nicht-wahrhaben-wollen
- Zorn
- Verhandeln
- Depression
- Zustimmung
In den folgenden Jahren stellte sich heraus, dass diese Stadien sich nicht nur darauf anwenden lassen, den Prozess des Sterbens, sondern auch andere schwierige Lebenserfahrungen und Katastrophen anzunehmen. Nun greifen Elisabeth Kübler-Ross und David Kessler auf die fünf Stadien zurück, um eine von tiefem Mitgefühl getragene, eingängige Anleitung für trauernde Menschen zu gestalten. Die Autoren bieten Erkenntnisse und Ratschläge, die den Lesern helfen können, ihr Leben zu normalisieren und den Mut zum Weiterleben zu finden.
Buch-Tipp: Trauer bewältigen
Trauer bewältigen
Tod und Trauer verstehen. Wieder ins Leben zurückfinden. Mit der Erinnerung leben. (160 Seiten) 12,90 €
Annerose Sieck
Verlag: Humboldt Verlag
ISBN-10: 3869104635
Kurzbeschreibung
Wenn jemand aus dem Familien oder Freundeskreis stirbt, fühlen wir eine schmerzhafte Leere in uns. Dabei trauert jeder Mensch auf seine Weise. Während der eine sich völlig zurückzieht, verbittert der andere, ist wütend und verzweifelt oder quält sich mit Selbstvorwürfen.
In dieser Phase der Trauer ist es wichtig, Trost und Halt zu finden und den Verlust zu verarbeiten. Die Trauer um einen geliebten Menschen braucht ihre Zeit.
Welche Phasen Trauernde durchleben und wie sie das Geschehene verarbeiten können, zeigt dieser Ratgeber von Annerose Sieck. Schwerpunkte legt die Autorin dabei auf die Trauerbewältigung bei Fehl- oder Totgeburten, sowie dem Verlust des eigenen Kindes. Der Ratgeber zeigt Wege auf, gibt Tipps und Hinweise, um mit neuer Kraft am Leben teilzuhaben.
Buch-Tipp: Nimm den Tod persönlich
Nimm den Tod persönlich – Praktische Anregungen für einen individuellen Abschied
Fritz Roth / Georg Schwikart
Verlag: Gütersloher Verlagshaus, 2009
ISBN- 978-3-579-06829-9
Preis: 14,95 €uro
Kurzbeschreibung
Praktische Anregungen für einen individuellen Abschied
Der Bestatter & Trauerbegleiter Fritz Roth und der Religionswissenschaftler Georg Schwikart, beschreiben in ihrem neu erschienen Buch, wie Hinterbliebene die Zeit zwischen dem Tod und der Beerdigung persönlich und aktiv gestalten können. Ein Künstler, ein Steinmetz und ein Theologe geben hilfreiche Tipps.
Themen wie z.B. die Anfertigung des Leichentuchs oder die passende Musik bis hin zur Erinnerungsfeier werden in diesem Buch eindrucksvoll beschrieben. Die Autoren wurden bei ihren Recherchen von Künstlern wie Alfred J. Opiolka, dem Steinmetz Gunnar Ravn oder dem Theologe Christian Fleck unterstützt und geben hilfreiche Tipps.
Buch-Tipp: “Hallo Himmel – Hier Erde”
“Hallo Himmel – Hier Erde” (Wir) Kinder beten anders.
Ein Buch für Trauerarbeit mit Kindern
Verlag: Monika Fuchs
ISBN 978-3-940078-07-0 19,90 €
Kurzbeschreibung
“Hallo Himmel – Hier Erde” ist ein besonders einfühlsames Buch in die Welt der Kinder und Ihrer Gebete. Die Kommunikation mit dem lieben Gott ganz neu entdecken und mit Jesus reden wie mit einem Freund dem man alles erzählen kann, ist der Sinn und Zweck dieses Gebetbuches. Es ermuntert Kinder Ihre Sorgen und Nöte nicht für sich zu behalten.
Dieses Buch ist wunderschön bebildert und das ganz normale, tägliche Abendgebet bekommt damit ein völlig neues Gesicht. Es hilft dem Kind aber auch Problemsituationen in der Famlie (Todesfall, schwere Erkrankung u.s.w.) besser zu verarbeiten
Das Buch besteht aus 2 Teilen:
• Kinderbuch
Aus einem kleinen Bilderbuch kann sich das Kind Situationen aus dem täglichen Leben aussuchen die es erlebt hat und über die es gerne dem lieben Gott erzählen will (Freude, Trauer, Streit, Krankheit, Verletzung, Ungehorsam, schlechte Noten usw.). Wichtig ist, das Kind selbst entscheiden zu lassen worüber es reden möchte.
• Elternbuch
Dazu gibt es dann das größere Buch für die Eltern in dem für den Anfang als Anleitung ein mögliches Gebet zu dieser Situation aufgeschrieben ist. Im Laufe der Zeit sollte das Kind dann jedoch seine eigene Sprechweise zu Gott finden.
Buch-Tipp: Warum hast du uns das angetan?
Warum hast du uns das angetan?
Ein Begleitbuch für Trauernde, wenn sich jemand das Leben genommen hat (Broschiert 160 Seiten) 14,95 €
Chris Paul
Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 6 (12. Juni 2006)
ISBN-10: 3579068121
ISBN-13: 978-3579068121
Kurzbeschreibung:
Ohnmacht. Trauer. Hoffnung.
Schwierigkeiten und Chancen des Trauerns nach einem Suizid – Hilfestellungen für den Weg in ein »Leben danach« – Ein Ratgeber für Hinterbliebene von Suizid-Opfern
Warum hast du uns das angetan? Dieses Buch von Chris Paul über Trauer nach Suizid erscheint jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Neuauflage. Neue Kapitel über Trauer bei Kindern und Jugendlichen, Schuldgefühle und Traumatisierung ergänzen dieses Standardwerk für alle, die durch einen Suizid betroffen sind. Trauernde und Trauerbegleiter finden hier alle nötigen Informationen, einfühlsam und lebensnah aufbereitet. Konkrete Übungen helfen bei der Bewältigung, Abschnitte für Angehörige und Helfer geben Hinweise auf sinnvolle Unterstützungsangebote. »Der unprätentiöse und sachliche, aber nicht nüchterne Ton des Buches ist eine Wohltat. Die sparsamen persönlichen Bemerkungen der Autorin und knappen, aber treffenden Zitate aus Beratungsgesprächen vermitteln Einfühlsamkeit und Kompetenz. Ich bin sicher, dass dieses Buch für jeden Betroffenen Wege zum Weiterleben aufzeigt.« (Psychologische Umschau)
Buchtipp: Der Frankfurter Hauptfriedhof
Unser heutiger Buch-Tipp:
„Der Frankfurter Hauptfriedhof“
Peter Braunholz, Peter; Britta Boerdner, Christian Setzepfandt
Bildband, 144 Seiten, 9783797311474 Bestellbar über www.societaets-verlag.de
Der außergewöhnliche Bildband Der Frankfurter Hauptfriedhof entführt an einen zauberhaften Ort der Stille, ganz nach dem Motto „Ein Friedhof, schön wie ein Park“. Der Fotograf Peter Braunholz und das Autorenduo Britta Boerdner und Christian Setzepfandt fangen die besondere Atmosphäre des Friedhofs ein und öffnen die Augen für die verwunschenen Ecken und die bedeutsame Geschichte dieses spannenden Stücks Frankfurts. 1828 wurde der Friedhof in der Tradition englischer Landschaftsparks angelegt: So natürlich wie möglich sollte der Friedhof gestaltet werden, um Ruhe und eine friedvolle Stimmung auszustrahlen, die beklemmende Gedanken über den Tod in den Hintergrund treten lassen. Peter Braunholz hat dieses pittoreske Panorama in seinen Bildern festgehalten. Zwei Jahre hat er den Frankfurter Hauptfriedhof zu allen Jahres- und Tageszeiten immer wieder fotografiert. Das Ergebnis sind eindrucksvoll klare und gleichzeitig sanfte Aufnahmen: unberührte Schneelandschaften im morgendlichen Dämmerlicht, Herbstlaub, das sich auf den Wegen kräuselt, von Moos bedeckte Grabskulpturen. Peter Braunholz lenkt mit seinem besonderen Blick die Aufmerksamkeit auf Details, die leicht übersehen werden können.
Britta Boerdner und Christian Setzepfandt ergänzen den Bildband durch prägnante Texte, die den kulturhistorischen Hintergrund des Friedhofs erklären, auf ausgewählte Arbeiten von Steinmetzen eingehen und anhand von Ruhestätten wichtiger Prominenz wie Arthur Schopenhauer und Mausoleen von Frankfurter Familien Stadtgeschichte erzählen. Ein Vorwort von Clemens Greve, Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung, führt in das Buch ein. Ein umfassender Anhang mit weiterführenden Informationen rundet das Buch ab.
Buch-Tipp: Aus die Maus. Ungewöhnliche Todesanzeigen
Unser heutiger Buch-Tipp:
Christian Sprang und Matthias Nöllke:
“Aus die Maus. Ungewöhnliche Todesanzeigen”
224 Seiten, 7,95 €uro, KiWi
Wenn sich eine Familie mit dem Tod eines Liebsten “einverstanden” erklärt, sind Christian Sprang und Matthias Nöllke auf den Plan gerufen. In ihrem Taschenbuch- Bestseller “Aus die Maus” sammeln die beiden kuriose Todesanzeigen – mit Erfolg: Platz acht der aktuellen Taschenbuch-Bestsellerliste.
“Ich lebe noch!!”, ist sicherlich einer der kuriosesten Texte in einem an kuriosen Texten reichen Buch. Erika R. aus dem badischen Rastatt hat ihn verfasst – in Form einer Todesanzeige. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und der Journalist und Buchautor Matthias Nöllke haben diese gefunden und nebst 290 ihrer liebsten ungewöhnlichen Todesanzeigen gebündelt. Die daraus entstandene Sammlung “Aus die Maus” ist jetzt auf Platz acht der Taschenbuch-Bestseller gestiegen. Die beiden Autoren kennen sich seit gemeinsamen Studientagen in Marburg. Sprang wurde der Freund mit dem Todesanzeigentick: Gegen Ende des Studiums stieß er in einer Zeitung auf eine Anzeige, in der jemand “unverhofft” statt “unerwartet” das Zeitliche gesegnet hatte. Die in der WG-Küche deponierte Todesanzeige animierte die Mitbewohner dazu, ebenfalls kuriose Texte zu Verstorbenen zu suchen: Der Grundstein für die ungewöhnliche Sammlung war gelegt.
“Spaß an Sprache” gibt der Jurist und promovierte Musikwissenschaftler Sprang als Grund für den Aufbau seiner viele Hundert Todesanzeigen umfassenden Sammlung an. Offenbar handelt es sich dabei um eine Sprache, die Emotionen weckt: “Ich muss ganz oft weinen, wenn ich Todesanzeigen lese. Manche Texte können mich wiederum heftig zum Lachen bringen”, sagt Sprang.
In dem Buch gibt es zwar auch reichlich Material für nah am Wasser Gebaute, es überwiegen jedoch die Inserate zum Schmunzeln oder gar zum lauten Auflachen.
Da ist zum Beispiel der verstorbene Ingenieur Heinz W., der sein letztes Projekt im Krematorium zur Anzeige bringt, Edith S., die den lieben Gott zu sich genommen hat, oder Rita, zu deren Ableben ein gewisser Heini in der Todesanzeige behauptet, der Tod sei barmherziger als die Unbarmherzigkeit der Verstorbenen.
Und dann lesen wir noch eine Anzeige zum Tode von Waly H. aus Zürich: Kees, Urs, Lisa, Dario, Tim und Lukas fiel dazu nur “Einverstanden” ein.
Buch-Tipp: Bei uns in Auschwitz
Unser heutiger Buch-Tipp:
Tadeusz Borowski, “Bei uns in Auschwitz”, Erzählungen, aus dem Polnischen übersetzt von Friedrich Griese, Schöffling Verlag
Erzählungen von Tadeusz Borowski
Ich ging mit dem Ball zurück und gab ihn zur Ecke. Zwischen zwei Eckbällen hatte man hinter meinem Rücken dreitausend Menschen vergast.
Die kalte Gleichgültigkeit der Todesmaschinerie wird hier nicht einfach beschrieben, sondern sie ist in jedem Satz präsent. Vor allem im zynischen Lachen über die, denen es schlechter geht und die zu Tode kommen. Beim Anblick eines alten Mannes, der sich bemüht, mit den anderen Schritt zu halten, konstatiert der Erzähler:
Man schmunzelt belustigt beim Anblick eines Menschen, der es auf dem Weg zur Gaskammer so eilig hat.
Hier gibt es keinen Schlupfwinkel für Einfühlung, nie wird eine Heldenperspektive aufgebaut, denn dem Ich, das hier erzählt, geht es ums nackte Überleben.
Täter und Opfer – diese Unterscheidung verschwimmt in Borowskis Erzählungen. Gerade das ist das schmerzhaft Irritierende daran.

