Beerdigungskosten
Leiche eines Truckers liegt seit fast 2 Monaten auf Eis
Der 40-jährige deutsche Trucker der am 26.November 2009 auf einem Autobahn-Rastplatz im öterreichischem Kärnten an einem Herzinfarkt gestorben war, wird nun wohl doch nach Deutschland überführt werden. Nachdem die Pathologie den Leichnam freigegeben hatte, liegt diese in einem Bestattungsunternehmen in Kärnten auf Eis.
Grund für diese fast 2-monatige Odyssee ist, das der Vater es ablehnt, die Überführungskosten für seine toten Sohn zu übernehmen- angeblich, weil er befürchte, dann auch dessen Schulden zu erben. Nachdem österreichische Medien berichteten, kam Bewegung in den Fall. Kärntener Einwohner wollten für eine würdige Beerdigung sammeln und die Gemeinde Techelsberg erklärte schließlich die Kosten für eine Bestattung zu übernehmen, weil der Rastplatz auf dem der Deutsche starb, zu dieser Gemeinde gehört. Nun haben sich Freunde des Truckers bereit erklärt, für die Überführung der Urne zu sammeln.
Es bleibt abzuwarten, wann und wo der Deutsche Trucker nun seine endgültige letzte Ruhe finden wird.
Prüfverfahren für Sozialbestattung verhindert Bestattung
Wie die Bild Zeitung am 30.12.09 berichtete, liegt der Leichnam des am 06.12.09 verstorbenen Rentners Norbert S. (†74) immer noch im Kühlraum eines Bestattungshauses. Die Witwe Inge S. (81) hat aufgrund hoher Schulden und geringer Einnahmen, kein Geld für die Bestattung. Das Sozialamt will bisher die Beerdigungskosten von 1.500 Euro nicht übernehmen und verlangt stattdessen von der Witwe Unterlagen die belegen, dass sie wirklich mittellos ist.
Ein Anwalt- den der Bestatter der Witwe vermittelt hat- stellte indes einen Eilantrag an das Sozialgericht. Dort sieht man aber weiteren Klärungsbedarf und so herrscht Funkstille zwischen dem Bestattungsinstitut und dem Amt. Zum Leidwesen der trauernden Hinterbliebenen, werden diese Streitereien immer öfter auf deren Rücken ausgetragen.
Umstrittener Trend: Anonyme Gräber stärker gefragt
Am Totensonntag (22.11.) gehen wieder viele Menschen ihrer verstorbenen Angehörigen oder Freunde gedenken, aber auf vielen Gräbern ist kein Platz zum Ablegen für Blumen oder das Entzünden einer Kerze. Der Grund dafür ist, dass immer häufiger die Verstorbenen anonym und ohne Grabstein bestattet werden. Nach der Kremierung wird die Urne auf einer Rasenfläche des Friedhofs beigesetzt. Dieser umstrittene Trend ist in Norddeutschland und in Ballungsräumen ausgeprägter, als in traditionell religiös geprägten Landstrichen. In Großstädten wie Hamburg oder Berlin, kommt es auf einigen Friedhöfen inzwischen zu 50 % anonymer Bestattungen.
Die Gründe hierfür sind unterschiedlich: Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Vereinsamung der Menschen und die häufig entfernt lebenden Angehörigen, die sich nicht in der Lage fühlen, das Grab zu pflegen. Ein weiterer Grund sind die hohen Beerdigungskosten. Bei Erdbestattungen betragen die Gebühren ca. 3000 €uro bei einer anonymen Bestattung sind es dagegen nur rund 1000 €uro. Weiterhin fallen bei einer anonymen Bestattung keine künftigen Friedhofspflegekosten an. Das dieser Trend steigend ist, belegen die Zahlen: noch vor 5 Jahren waren noch 3 von 10 Bestattungen anonym, heute sind es schon 7.
Laut einem Bericht der Evangelischen Kirche, kommt es bundesweit zu 15 % anonymer Bestattungen und lehnt diese Bestattungsform ab.
Sozialbestattung
Ist der der Bestattungspflichtige oder der Erbe selbst nicht in der Lage, für die Begräbniskosten aufzukommen, trägt das Sozialamt auf Antrag die erforderlichen Kosten für die Bestattung. Auf keinen Fall ist eine Sozialbestattung ein „Armenbegräbnis“. Denn es gilt der Grundsatz, dass das Begräbnis der Würde des Menschen entsprechend ausfallen sollte. Wollte der Verstorbene eine Erdbestattung, hat der Träger der Sozialhilfe auch diese Kosten zu tragen. Jede Bestattung und Kostenübernahme vom Sozialamt ist abhängig vom Einzelfall.
Allein in Sachsen sind zwischen 2005 und 2008 die Ausgaben der Städte sowie der Landkreise um knapp 40 % auf mehr als 2,5 Mio. € gestiegen. Für 2009 werde mit einer Summe von 3,1 Millionen Euro zu rechnen sein.
In Berlin lagen die Ausgaben der zwölf Bezirksämter für 2006 bei mehr als 2,5 Mio. €. Damit lagen sie um mehr als 10 % höher als im Vorjahr. Im Jahre 2001 mussten die Bezirke noch 1,1 Mio. € aufwenden, um Bedürftigen die Bestattung ihrer Verstorbenen zu ermöglichen.
Die rechtlichen Grundlagen für eine Sozialbestattung finden Sie im Sozialgesetzbuch XII (SGB XII)
Sozialbestattungen unterscheiden sich in zwei Bestattungsarten:
- Feuerbestattung
- Erdbestattung
Grab für mehr als 80.000 €
Um den immensen Kosten für Gräber in den urbanen Gebieten Japans zu begegnen, haben Geschäftsleute nun eine günstigere Variante für die letzte Ruhestätte gefunden. Hightech-Gräber in mehrstöckigen Bestattungshäusern kosten erheblich weniger als herkömmliche letzte Ruhestätten, die sich in Tokio mit mehr als 100.000 Dollar zu Buche schlagen. Per Chipkarte wird ein Roboterarm aktiviert, der die Urne vom Lager- in den Trauerraum transportiert. Dort wird über Lautsprecher Musik gespielt und Fotos vom Verstorbenen werden auf einem Bildschirm vorgeführt.
Die fünf- oder sechsstöckigen Bestattungshäuser sehen von außen wie graue Wohnhausanlagen mit wenigen Fenstern aus. Eine Hälfte des Gebäudes ist ausschließlich für die Lagerung von Urnen reserviert, die jeweils zu zweit in einer Schachtel verstaut und vom Boden bis zum Dach in Regalen geschlichtet sind. Bis zu 7.000 Verstorbene können so auf einer Fläche “gelagert” werden, auf der unter freiem Himmel nur maximal 100 Platz hätten.
“Die Kosten in einem solchen Bestattungshaus liegen bei der Hälfte bis einem Drittel unter jenen von herkömmlichen Gräbern am Friedhof”, erklärt ein buddhistischer Mönch. Ein weiterer Vorteil sei auch, dass das Gebäude ganz in der Nähe des Bahnhofs steht und damit günstiger erreichbar ist, als die weit draußen liegenden Friedhöfe. Der Großteil der verstorbenen Japaner werde ohnehin verbrannt.
In den traditionellen Trauerzeremonien wird von Angehörigen die Asche entgegen genommen. Dann werden die Knochen mit Stäbchen in eine Tonurne mit der Asche gegeben, die anschließend unter dem Familiengrabstein beerdigt wird. Doch für die meisten Japaner ist diese herkömmliche Bestattung in der Stadt kaum bezahlbar. In Japan haben Hightech-Anwendungen in der Zwischenzeit in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten. Nun erfolgt dieser Schritt offensichtlich auch bei der letzten Ruhestätte. 300 Familien haben ihre Verwandten bereits im Bestattungshaus bestattet.
17.300 € für eine Beerdigung
Das Geschäft mit dem Tod könnte für Bestattungsunternehmer in Japan nicht besser laufen.
Auch in Japan sorgt der demographische Wandel für eine Vergreisung der Bevölkerung. Eine wachsende Anzahl an Alten, sorgt in der japanischen Bestattungsindustrie für steigende Umsätze und macht es zu einer krisensicheren Branche.
Zu den Aufgaben des Bestatters gehören, die Waschung des Verstorbenen und die Aufbahrung in seinem Haus. Hinzu kommt ein buddhistischer Mönch, der zusammen mit den Angehörigen singt und am Sarg Räucherwerk verbrennt. Einen Tag später bringt die Familie den Verstorbenen in einen Tempel, wo er dann während einer Zeremonie einen buddhistischen Namen bekommt. Dann erfolgt eine Überführung in ein Krematorium, wo der Leichnam dann verbrannt wird.
Die Kosten für eine Bestattung in Japan belaufen sich im Schnitt auf 2,3 Mio. Yen (rund 17.300 Euro). Damit ist sie fast 3x so teuer wie in Deutschland.
Mit wenigen Worten: Wer in Japan unter die Erde möchte, muss sehr tief ins Portemonnaie greifen.
Sterbegeld von der Gesetzlichen Rentenversicherung?
Seid ein paar Jahren zahlt die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) kein Sterbegeld mehr an die Hinterbliebenen. Sollte der Verstorbene zum Zeitpunkt des Versterbens Rentner gewesen sein, so wird die Witwen- bzw. Witwerrente für weitere 3 Monate durch die GRV bezahlt. Dabei ist zu beachten, dass die Höhe der Zahlung, 100 % der zuletzt gezahlten Rente des Verstorbenen ausbezahlt wird, obwohl nur 25 % bzw. 60 % Witwerrente gezahlt werden müsste.
Die finanziellen Aufwendungen für eine Bestattung / Beerdigungskosten stellen im Sinne des Steuerrechts, eine außergewöhnliche Belastungen dar und können daher auch in der Steuererklärung geltend gemacht werden.
Kosten für Sozialbestattungen steigen rasant an
Dresden/Königswinter (dpa/sn) – Die Beerdigungskosten für Sozialbestattungen sind in Sachsen in den vergangenen Jahren explodiert. Zwischen 2005 und 2008 seien die Ausgaben der Städte und Landkreise um knapp 40 Prozent auf mehr als 2,5 Millionen Euro gestiegen, teilte der Verein Aeternitas für Bestattungskultur am Dienstag in Königswinter (Nordrhein-Westfalen) mit. Für 2009 werde mit einer Summe von 3,1 Millionen Euro gerechnet. Den Angaben zufolge müssten in Sachsen immer häufiger die Sozialämter Beerdigungskosten übernehmen, weil die Verstorbenen kein Vermögen hinterließen und Hinterbliebene sich eine Beerdigung oft nicht leisten könnten.
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Seebestattung
Wer seine letzte Ruhe auf dem Meeresgrund finden, oder einfach nur den Hinterbliebenen die hohen Friedhofsgebühren incl. deren Folgekosten ersparen möchte, sollte sich für eine Seebestattung entscheiden. Bei der Seebestattung, wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen, wahlweise im Beisein der Hinterbliebenen den Wellen des Meeres übergeben. Als gängige Urne kommt eine Granulat-Urne, die sich im Meer auflöst, zum Einsatz. Für eine Seebestattung gelten, bzgl. der Willenserklärung, die gleichen Regelungen wie für die Feuerbestattung.
Kosten für eine Seebestattung: ab 1.800 €
Die Kosten für eine Bestattung durch den von Ihnen ausgesuchten Bestatter, setzen sich individuell zusammen.
Die hier angegebenen Preise, dienen ausschließlich als Orientierungshilfe.
Urnenbeisetzung
Heute kann man die Kosten für eine Verbrennung im Rahmen halten, in dem man auf einen kostenintensiven Sarg für die Verbrennung verzichtet. Stattdessen kann man auf nicht geschraubte Holzsärge oder auch besonders umweltfreundliche Särge aus Pappe zurückgreifen. Die Hinterbliebenen haben die Wahl, die Urne des Verstorbenen, entweder in einem Erdgrab oder in einer Nische in der Urnenwand (Kolumbarium) beisetzen zu lassen. Auf Urnengräbern sieht man häufig kleine Liegesteine (auch Grabkissen genannt). Die Ruhefristen liegen zwischen 10-30 Jahren. Man braucht also nur noch eine Urne kaufen, deren Kosten sich je nach Ausführung auf 90 € bis 900 € belaufen.
Kosten für ein anonymes Urnengrab: von 500 € bis 1.900 €
Kosten für ein Urnenbestattung: von 800 € bis 3.200 €
Wer eine noch günstigere Alternative für eine anonyme Urnenbeisetzung sucht, wird z. B. bei unseren Nachbarn in Tschechien fündig. Dort ist eine Urnenbestattung incl. der Gebühren für Friedhof + Kremation, für ca. 80 € zu haben.
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