Bestattungsformen

Konzept aus Österreich – Urnenbox

Urnenbox – für eine pietätvolle Urnenbestattung am bestehenden Grab

Der Wunsch nach Feuerbestattungen steigt stetig. 70 % aller Bestattungen sind heute Feuerbestattungen und die Hinterbliebenen wünschen sich eher eine Bestattung mit der Urne im bestehenden Familiengrab, statt in einer oft schmucklosen Urnenwand – oder die Urne einfach in der Erde zu vergraben.

Die Beisetzung der Urnen in Urnenwänden lässt häufig keine aktive Trauerbewältigung für die Hinterbliebenen zu. An den Urnenstelen gibt es meist keine Gelegenheit, Kränze, Blumenschmuck oder Grablaternen anzubringen. Der Wunsch, mit diesen Andenken aktive Trauerarbeit zu leisen, bleibt somit unerfüllt.

Für diese Wünsche der Trauernden hat eine österreichische Firma die so genannte Urnenbox für bestehende Gräber entwickelt. Ohne größere Veränderungen vornehmen zu müssen, wird die Urnenbox einfach in das bestehende Grab integriert. Die Urnenbox ist absperrbar und gebrauchsmusterrechtlich und markenrechtlich geschützt. Die Abdeckung aus passendem Naturstein kann individuell gestaltet oder auch graviert werden. In der Urnenbox finden bis zu vier Aschekapseln oder zwei Kapseln mit passender Schmuckurne Platz.

Mit diesem Konzept, stellt die Urnenbox GmbH i.G. ein völlig neues, innovatives Urnenbestattungs- Behältnis vor, das eine würdevolle und individuell gestaltete Beisetzung im bestehenden Familiengrab – statt in einer unpersönlichen Urnenwand – ermöglicht. Die Preise beginnen lt. Hersteller bei ca. 2000 EURO. In Deutschland ist diese Art der Beisetzung noch nicht zugelassen. (Quelle: www.urnenbox.com)

US-Bundesstaat Virginia wirbt für Weltraumbestattung

Der US-Bundesstaat Virginia will US-Bürgern mit einer stattlichen Steuererleichterung Besucher anlocken, die ihre Urne im All bestatten lassen. Durch eine solche Aktion erhoffen sich die Behörden des US-Bundesstaates mehr Touristen anzulocken.

Unbestätigten Pressemeldungen zufolge, soll diese Steuerersparnis bis zu 8.000 Dollar je Weltraumbestattung betragen. Die Initiative soll im kommenden Jahr im örtlichen Parlament diskutiert werden. Die Behörden erhoffen sich davon, dass die Angehörigen zur Bestattung nach Virginia reisen und die örtlichen Hotels, Restaurants und weiteren Attraktionen nutzen.

Die erforderliche Infrastruktur für das Projekt ist mit dem Raketenstartplatz der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf Wallops Island zumindest schon geschaffen.

Auf dem Gebiet der Weltraumbestattung ist derzeit das texanische Unternehmen Celestis führend. Laut Unternehmensangaben wurden bereits zehn Gedenkflüge ins All organisiert. Ab dem Jahre 2014 will Celestis den Angehörigen von Verstorbenen anbieten, “die Überreste ihrer Lieben jenseits unser Galaxie” ruhen zu lassen. Diese Art der Bestattung ist natürlich nicht ganz billig. Für das Gramm Totenasche, bezahlen die Hinterbliebenen 12.500 Dollar.
Stars und Prominente wie z.B. der US-Schriftsteller Timothy Leary, “Star Trek”-Erfinder Gene Roddenberry oder Astronaut Gordon Cooper ließen bereits ihre Asche ins All befördern.

Bestattungsform: Weltraumbestattung

Die wohl ausgefallenste und auch teuerste Bestattungsform ist die Weltraumbestattung. Ihrem Ursprung nach, stammt diese Idee aus Amerika und wurde 1997 erstmals erfolgreich durchgeführt.

Wer seine sterblichen Überreste mit einer Rakete in das Weltall schießen lassen möchte, sollte wissen, das nur ein kleiner Teil seiner Totenasche nach der Kremierung in einer speziellen Urne, die nicht viel größer als ein Lippenstift ist, ins All transportiert wird. Die restliche Asche des Verstorbenen kann konventionell beigesetzt werden.

Die Totenasche in der Aschekapsel wird dann zusammen mit anderen Urnen mittels einer Rakete in den Weltraum geschossen. Nachdem die Rakete im Weltraum angekommen ist, bewegt sie sich mit dem ausgeklingten Satelliten in 550 bis 800 Kilometer hohen Umlaufbahnen. Da der Satellit aber über keinen eigenen Antrieb verfügt, sinkt er in Richtung Erde und verglüht samt Inhalt, wenn er in die Erdatmosphäre eintritt.

Vorsorge durch einen Bestattungsvorsorgevertrag

Der Verlust eines Familienangehörigen, eines Freundes oder eines Bekannten ist für jeden von uns ein schmerzlicher, oftmals auch schicksalhafter Lebenseinschnitt.
Plötzlich müssen wir über das Unvermeidliche – den Tod – nachdenken.

Wir müssen darüber sprechen, wie wir unseren verstorbenen Angehörigen, den Freund oder Bekannten die letzte Ehre in würdiger Form erweisen. Das ist ein hoher Anspruch, dem wir unbedingt in dieser schweren Zeit der Trauer gerecht werden wollen.

Darum Vorsorge!

Bestattungsvorsorge heißt Selbstbestimmung und Verantwortung in eigener Sache.
Durch einen Bestattungsvorsorgevertrag wird zu Lebzeiten die eigene Beerdigung geplant, organisiert und finanziell abgesichert. Individuelle Wünsche werden festgelegt. Die Angehörigen werden im Todesfall entlastet und müssen in der schwierigen Zeit der ersten Trauer keine Entscheidung treffen. Sie greifen im
Voraus Ihren Angehörigen in einer der schwersten Stunden hilfreich unter die Arme.

Der Abschluss eines Bestattungsvorsorgevertrages regelt, wie Ihre Bestattung einmal aussehen soll. Die Einrichtung eines Treuhandkontos oder eine Sterbegeldversicherung gewährleisten die finanzielle Absicherung.

Die Bestattung

Die Erfahrung des Sterbens ist Teil des Lebens. Bei der kirchlichen Bestattung geleitet die Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe, befiehlt sie der Gnade Gottes. Die Gemeinde begleitet die Sterbenden und trauert mit den Hinterbliebenen.

Stirbt ein Angehöriger, sind viele Fragen zu klären. In der Regel übernimmt ein benachrichtigtes Bestattungsunternehmen die Erledigung der Formalitäten (Todesanzeige, Versicherung, usw.) und benachrichtigt auch den Pfarrer oder die Pfarrerin. Diese nehmen dann Kontakt zu den Angehörigen auf, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren. Dies dient zum einen der seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden, zum anderen auch einem Gespräch über den Verstorbenen, sein Leben und was für ein Mensch er gewesen ist.

Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung. Der eigentlichen Bestattung geht in der Regel eine Trauerfeier voraus, die Raum und Zeit bietet, gemeinsam Abschied von den Verstorbenen zu nehmen und sie zur “letzten Ruhe” zu geleiten. In der Ansprache spricht der Pastor über das Leben der Verstorbenen, aber auch über die christliche Hoffnung, die mit dem Tod verbunden ist. Gibt es eine Erdbestattung, findet in der Regel direkt im Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung auf einem Friedhof statt, wobei der Pfarrer noch einen Segen spricht. Bei einer Feuerbestattung findet die Beisetzung der Urne später statt. Auch diese kann durch einen Pfarrer begleitet werden.

Gestaltung einer Trauerfeier

Die Angehörigen, Freunde, Bekannten usw. nehmen in den meisten Fällen in der Friedhofskapelle mit einer Trauerfeier nochmals Abschied von ihrem Verstorbenen.
Je nach der gewünschten Bestattungsart wird der Sarg oder die Urne daran anschließend in einer entsprechenden Grabstätte beigesetzt.

Bei Feuerbestattungen kann einen Trauerfeier auch vor der Einäscherung stattfinden. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt, meist in aller Stille oder im Kreis der nächsten Angehörigen.

Eine Trauerfeier bedeutet jedoch auch das letzte Zusammensein mit, bzw. der Abschied von einem Verstorbenen und hinterlässt daher meist einen bleibenden Eindruck. Man sollte diese daher so individuell wie möglich gestalten. Zwar dürften z.B. bei einer christlichen Bestattung bestimmt Elemente nicht außer Acht bzw. fortgelassen werden, es steht aber auch nichts im Wege, hier etwas zu ergänzen bzw. erweitern.

Musik auf einer Trauerfeier

So könne traditionellen und charakteristischen Beerdigungslieder durch moderne weltliche Lieder bzw. Lieblingslieder der/des Verstorbenen ersetzt werden. Angehörige und Freunde sollten sich nicht scheuen, selbst einmal einige Worte zu sprechen oder einen Text / ein Gedicht vorzutragen.

Die Aufzählung könnte zwar beliebig fortgesetzt werden, sie soll aber hauptsächlich dazu anregen, sich einmal im voraus Gedanken über die Gestaltung einer Trauerfeier zu machen.

Vor allem darf der im Wort enthaltenen Begriff „Trauer“ aber den zweiten Begriff „Feier“ nicht verdrängen, denn der Abschied von einem Mitmenschen sollte auch so feierlich und individuell wie eben möglich sein.

Bestattungsart: Natur- oder Waldbestattung

Die Wald- und Naturbestattung ist eine der in den letzten Jahren immer häufiger gewählten Bestattungsarten nach einer Kremation. Dabei wird die Asche in einer schnell vergänglichen Urne in einem dafür offiziell ausgewiesenem Waldstück beigesetzt. In Hessen zum Beispiel müssen diese Beisetzungsorte laut hessischem Bestattungsgesetz unter kommunaler Aufsicht stehen, durch Begrenzungen ausgewiesen und öffentlich zugänglich sein.

Bei der Auswahl der Bestattungsbäume unterscheiden die Anbieter Gemeinschaftsbäume mit einzel zu erwerbenden Urnenplätzen und Familien- oder Freundschaftsbäume mit zehn bzw. zwölf Urnenplätzen. Die Grabplätze werden auf Friedhofsdauer, d.h. 99 Jahre, gerechnet nach der Eröffnung des Bestattungswaldes, erworben.

Häufig werden die Bestattungswälder überregional betrieben und stehen somit jedem Interessierten, unabhängig von dessen Wohnsitz, zur Verfügung.

Einige Gemeinden bieten als Alternative zu den Waldbestattungen auf ihren Friedhöfen Baumbestattungen an.

Weitere Naturbestattungen werden in der Schweiz angeboten. Hier ist es möglich z. B. auf einer Almwiese an einem Baum oder einem Felsen eine Grabstätte zu erwerben. Die Asche des Verstorbenen wird dort ohne Aschenurne, gemäß schweizerischem Gesetz, im Erdreich bestattet.

Leistungen eines Bestatters

Bestattung – ein Begriff, mit dem man zwar beim Tode eines Angehörigen oder Bekannten konfrontiert wird, aber allgemein meist nichts davon wissen will, ihn tabuisiert.

Es wird dann anläßlich eines Sterbefalles ein Bestattungsunternehmen mit der Erledigung, aller in diesem Zusammenhang, anstehenden Arbeiten beauftragt.
Doch die Bestatter der heutigen Zeit sind nicht nur die “Sarg- oder Urnenlieferanten”, die den Verstorbenen versorgen und zum Friedhof überführen, sondern haben sich zu modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

So ist die Behandlung eines Verstorbenen zwar nach wie vor die wichtigste Aufgabe, aber auch viele andere Dinge müssen erledigt werden.
Nachstehend einmal zur Information ein Überblick über die Leistungen eines Bestattungsunternehmens:

  • Erdbestattungen/ Wahl-, Reihen- oder Rasengrabstätten
  • Feuerbestattungen/Urnenwahl- oder Reihengrabstätten, anonyme Beisetzung oder die Seebstattung
  • Überführungen/ In- und Ausland
  • Floristik/ Sarg- und Urnendekorationen/ Kränze und Gestecke/ Grabbepflanzung und -pflege
  • Trauerdrucksachen
  • Erledigung sämtlicher Formalitäten/ Besorgung aller benötigten Unterlagen wie Todesbescheinigung, Sterbeurkunden, Einäscherungsgenehmigung usw./ Abmeldung bei Rentenversicherungsträgern, Krankenkassen usw./ Einzug der Leistungen von Krankenkassen und aus Lebensversicherungsverträgen
  • Bestattungsvorsorgeverträge
  • Patientenverfügungen
  • Sterbegeldversicherungen
  • Beratung in allen Bestattungsangelegenheiten

Zuverlässigkeit, die persönliche Betreuung und Begleitung der Angehörigen sowie die würdevolle Behandlung der Verstorbenen sollten die größten Anliegen ihres Bestatters sein. Das gegenseitige Vertrauen zwischen den Hinterbliebenen und Bestattern, ist die wichtigste Basis für eine gute Zusammenarbeit in diesen schweren Stunden. Eine weitere wichtige Grundlage ist ein solides – und dennoch günstiges – Preis-/ Leistungsverhältnis ohne “Lockangebote”, bei denen dann meist noch unverhältnismäßig hohe Nebenkosten hinzukommen.

Zufriedene Kunden sind auch im Bestattungswesen die beste Werbung!

Bestattungsvariante: Diamantenbestattung

Bei der Diamantbestattung handelt es sich um eine relativ junge Bestattungsart, die eine Feuerbestattung voraussetzt. Der Begriff „Diamantbestattung“ meint die Umwandlung von Teilen der menschlichen Kremationsasche in einen Diamanten. Der Diamant wird von den Hinterbliebenen als Urnenersatz oder in einem Schmuckstück eingebunden zur Erinnerung an den Verstorbenen genutzt.

Bestattungsform: Baumbestattung

Die Naturbestattung ist eine Alternative zu den herkömmlichen Bestattungsarten und bietet die Möglichkeit der Aschenbeisetzung in der natürlichen Umgebung des Waldes vor den Toren der Stadt. Die Harmonie – die Ruhe und das Aufgehen in der Natur bilden die Grundlage für die Philosophie dieser Beisetzungsart. Dabei wird die Urne in naturbelassenen offenen Waldgebieten beigesetzt.

Die Baumbestattung bezeichnet allgemein die Beisetzung der Asche von Verstorbenen am Fuße eines Baumes, ursprünglich in einem Waldstück. Sie unterscheidet sich von den üblichen Erd- oder Urnengräbern vor allem durch die naturnahe Belassenheit der Grabstätte. Es gibt keine Grabgestaltung durch Bepflanzung oder einen Grabstein. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Die Asche eines Verstorbenen wird nach der Kremation und einer möglichen Trauerfeier in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich der Bäume in der Erde beigesetzt. Die Form der Bestattung hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Neben der Einzelbeisetzung ist es auch möglich, einen Gemeinschaftsbaum für die gesamte Familie zu kaufen. Ein Erwerb zu Lebzeiten ist möglich.

Nach der Bestattung macht ein kleines Namensschild am Baum auf die Grabstätte aufmerksam. Wer eine anonyme Bestattung möchte, kann auch auf dieses Schild verzichten. Angehörige haben dennoch die Möglichkeit, die Grabstätte jederzeit zu finden, die Bäume sind gekennzeichnet und in Registern bei dem jeweiligen Träger eingetragen. An den Hauptzugangswegen der Wälder stehen Waldtafeln, auf denen die Fläche eingezeichnet ist, die als Bestattungsplatz genutzt wird.