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Markwort stellt neue digitale Gedenkstätte vor

Eine neue digitale Gedenkseite wurde jetzt durch den Ex-Focus-Chefredakteur Helmut Markwort vorgestellt. Stayalive.com, an der Markwort zu 17% beteiligt ist, versteht sich als „Facebook für Tote“.

Auf der Seite können Interessierte sich ihre eigene digitale Gedenkstätte mit Fotos, Videos, Dokumenten und sogar Verfügungen zusammen bauen. Der Kunde kann so z.B. auch Wünsche für seine Beerdigung in einem digitalen Tresor verschließen, der erst bei Ableben geöffnet wird um seine Geheimnisse zu lüften. Der Kunde kann dann vor seinem Tod verfügen, an wen die Dokumente und Verfügungen geschickt werden. Helmut Markwort behauptet auf Nachfrage, auch er bastelt an seinem digitalen Denkmal. Besonders wichtig ist ihm da die „stay away“-Liste. Also eine Liste jener Menschen, die er nicht auf seiner Beerdigung haben möchte. Markwort: „Bei Beerdigungen treten ja so viele Heuchler auf, die sich auch noch ans Grab stellen und reden. Das würde ich gerne verhindern.“

Die Kosten für solch einen Account belaufen sich auf 19,90 Euro für ein 1 Jahr bis 499,90 Euro für eine unendliche Mitgliedschaft.

Fraglich ist nur, wer teilt dem Anbieter den Todeszeitpunkt mit, damit die Dokumente rechtzeitig versandt werden können?

Totenasche im Rosenbeet

Europa stöhnte in den letzten Wochen unter der Asche und dem Rauch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, doch die Neuseeländer haben ein doppeltes Ascheproblem. Vielerorts sind hitzige Debatten ausgebrochen, wo die Einwohner die Asche ihrer Verstorbenen bestatten oder vielmehr entsorgen.

Neuseeland hat ein sehr liberales Bestattungsgesetz- prinzipiell kann dort jeder die Urne mit den Überresten seiner Angehörigen mit nach Hause nehmen und die Asche verstreuen, wo es beliebt – mitten in der Landschaft, an Stränden, in Flüssen und sogar in Parks.

Die Parkverwaltung der Hauptstadt Wellington habe beklagt, das die phosphatreichen Überreste von Verstorbenen die Blumen im Rosengarten umbringe. Nicht nur das die Rosenbeete unter einer Ascheschicht liegen, aus dieser sollen sogar ab und zu Knochen ragen. Eine Mitarbeiterin des Rosengarten berichtete, das 1-2 mal pro Woche jemand seine Asche verstreut und wenn man bedenkt, dass bei einer Feuerbestattung ca. 2 Kilo Asche anfallen, kann man sich die Probleme vorstellen.

Auch in Christchurch, der größten Stadt der Südinsel Neuseelands, gab es Beschwerden, weil am Strand im Vorort New Brighton so viel ins Meer geworfene Asche angespült wurde, dass es unangenehm wurde.

Prominente Trauerfälle: Josef Rommerskirchen

Josef Rommerskirchen

Geboren: 16. Februar 1916
Gestorben: 09. März 2010

Der Mitgründer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), Josef Rommerskirchen ist tot. Er starb nach langer Krankheit, am 09. März 2010 in Wachtberg bei Bonn.

Rommerskirchen zählte im Jahre 1947 zu den Mitgründern des BDKJ und war bis 1952 auch dessen Vorsitzender. Von 1952 bis 1960 war er zunächst Referatsleiter und von 1976 bis 1981 dann Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung. Weiterhin war Rommerskirchen von 1982 bis 1992 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bundeskanzler- Adenauer- Haus. In den Reihen der Bundeswehr erreichte er den Rang eines Oberst der Reserve.

Rommerskirchen war zudem seid mehr als 50 Jahren Mitglied der CDU und gehörte dem Deutschen Bundestag von 1960 bis 1976 an.

Königin bestellt sich einen gläsernen Sarkophag



Dänemarks Königin Margrethe (69), hat sich kurz vor Ihrem 70.Geburtstag einen gläsernen Sarkophag bestellt. Der Sarg wird eine Sonderanfertigung, in der auch Margrethes Mann Prinz Henrik (76) Platz finden soll. Wie man bei Bild treffend titelte: “Ein Geschenk für die Ewigkeit!”

Prominente Trauerfälle: Alexander McQueen

Alexander McQueen

Geboren: 17. März 1969
Gestorben: 11. Februar 2010

Der Modeschöpfer Alexander Mc Queen ist tot. Er starb am 11. Februar 2010, in seiner Wohnung im Londoner Stadtteil Mayfair. McQueen wurde nur 40 Jahre alt. Die Sprecherin des Designers teilte mit, dass man McQueen leblos in seiner Wohnung gefunden habe. Medienberichten zufolge, beging Alexander McQueen nur wenige Tage nach dem Tod seiner Mutter Selbstmord.

Der im Londoner East End geborene McQueen, galt als einer der Schillernsten Designer in der Modeszene. Der umstrittensten Modeschöpfer Großbritanniens hatte großen Einfluss auf zahlreiche Designer. Wegen seiner oft schockierenden Kreationen galt er als “Enfant terrible”, “Fashion-Rottweiler” und “Rowdie-Couturier”. Mit seinem Talent brachte er es dennoch schon in jungen Jahren zum Nachfolger John Gallianos beim eher diskreten Modehaus Givenchy – die französische Presse betitelten ihn damals als “Hooligan der englischen Mode”. Später arbeitete er für Gucci und Puma. Er selbst nahm selten ein Blatt vor den Mund. “Klamotten sind mir scheißegal”, sagte er einmal. Sich selbst bezeichnete er schon mal als “dicke, fette Schwuchtel”.

Zu den Hintergründen des Todes ist bisher nur wenig bekannt. Britische Medien berichteten, dass sich McQueen in seiner Wohnung selbst umgebracht habe, vermutlich habe er sich erhängt. McQueens Mutter war vor elf Tagen gestorben, was ihn schwer getroffen haben soll. Und seine enge Freundin und Förderin Isabella Blow hatte sich vor etwa drei Jahren das Leben genommen. Die Polizei  hat eine Obduktion der Leiche angeordnet.

Prominente Trauerfälle: Regina von Habsburg

Regina von Habsburg

Geboren: 06. Januar 1925
Gestorben: 03. Februar 2010

Die Ehefrau von Otto von Habsburg Regina von Habsburg ist tot. Sie starb am 03. Februar 2010, im Alter von 85 Jahren, in ihrer „Villa Austria“ in Pöcking am Starnberger See.

Regina, geborene Prinzessin von Sachsen-Meinigen war seit dem 10.Mai 1951 mit dem ältesten Sohn des letzten österreichischen Kaisers, Otto von Habsburg, verheiratet. Zuvor hatte sie in Bamberg Sozialfürsorge studiert. Im Jahre 1954 zog das Adelspaar an den Starnberger See. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen sieben Kinder hervor. Tochter Walburga durchschnitt bei dem von ihrem Vater initiierten “paneuropäischen Picknick” im August 1989 den Grenzzaun zwischen Österreich und Ungarn.

Regina von Habsburg war in zahlreichen karitativen Einrichtungen engagiert, etwa als oberste Schutzfrau des Sternkreuzordens. Gemeinsam mit Claus Hipp übernahm sie die Schirmherrschaft über die Münchner Tafel. Weiterhin war sie Ehren- und Devotionsgroßdame des Ritter- und Hospitalorden von HI.Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta und Großmeisterin des österreichischen Elisabeth-Ordens.

Prominente Trauerfälle: J.D. Salinger

Jerome David Salinger

Geboren: 01. Januar 1919
Gestorben: 27. Januar 2010

Der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger ist tot. Er starb am 27. Januar 2010, in seinem Haus in Cornish im US-Bundesstaat New Hampshire.

J.D. Salinger erlangte als Autor des Kultromans “Der Fänger im Roggen”, Weltruhm und Anerkennung seiner Schriftsteller-Kollegen. Trotz seiner mehr als 90 Jahre, war Salinger lt. Angaben seiner Sprecherin auch in den letzten Lebensjahren bei guter Gesundheit. Um Neujahr habe sich sein Zustand aber verschlechtert. Er sei aber friedlich und ohne Schmerzen gestorben. “Nach seinem lebenslangen Bemühen um Abgeschiedenheit wird es keinen Gottesdienst zur Beisetzung geben. Die Familie bittet, aus Respekt gegenüber dem Leben und Werk von Mister Salinger diesem Wunsch zu folgen”, sagte die Sprecherin. “Er wird von den wenigen, die ihm nahe waren, ebenso vermisst wie von den zahllosen Lesern.”

Salinger kämpfte im Zweiten Weltkrieg in Frankreich und traf dort auf den Kriegsberichterstatter Ernest Hemingway, der ihm einer Biografie zufolge ein “verdammtes Talent” bescheinigte.

Salinger´s einziger Roman, “Der Fänger im Roggen” handelt vom 16-jährigen Holden Caulfield, der aus dem Internat fliegt und sich in Salingers Heimatstadt New York durchschlägt. Das 1951 erschienene Buch ist ein frühes Dokument der beginnenden Jugendrebellion. Zudem war der Schreibstil auffällig und nicht zuletzt die Sprache, die sich zahlreicher Schimpfwörter bediente. Das Buch wurde in den ersten drei Jahren weltweit mehr als zehn Millionen mal verkauft.

Amerikanische Schriftsteller würdigten Salinger als einen der größten Nachkriegsliteraten der USA. Sein Schreibstil habe eine ganze Autorengeneration beeinflusst. Der Schriftsteller Rick Moody (“Der Eissturm”, “Garden State”) sagte, es sei als moderner Autor unmöglich, nicht von Holden Caulfield beeinflusst zu sein.

Vorstellung der LichtKirche auf der 4.Hessischen Landesgartenschau



Die erste mobile LichtKirche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, kann ab dem 24.April 2010 auf der 4.Hessische Landesgartenschau in Bad Nauheim bewundert werden.

Die LichtKirche ist ein Projekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nasau und soll zu Anlässen wie Landesgartenschauen und weiteren öffentlichen Ereignissen als mobile Kirche, als temporäres Gebäude mit unverwechselbarer Architektur Zeichen für die evangelische Kirche sein. Sie ist ein spiritueller Erlebnisraum. Die innovative und missionarische Grundidee des Projekts lautet: Die Kirche kommt zu den Menschen, an Orte, wo diese die Kirche nicht erwarten. Sie kann sowohl als besondere Kirche inszeniert werden, z.B. temporäre Trau- oder Kasualkirche an einem schönen Ort, oder besondere Veranstaltungen und Events um einen spirituellen Raum bereichern. Die Idee für einen mobilen Kirchenpavillon, kam der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Studiengang Architektur der Fachhochschule Frankfurt. Die mobile Kirche besteht aus transluzenten (durchscheinenden) Kunststoffplatten auf einem Holzunterbau und ist ca. 8 m hoch, 14 m lang und 4,5 m breit. Die Gesamtkosten werden mit ca. 260.000 €uro beziffert.

In ihrer Funktion soll die LichtKirche Raum für atmosphärisch außergewöhnliche, konzentriert eindringliche, Lichtdurchflutete, offene Veranstaltungen bieten. Im Kircheninnenraum können ca. 40 Besucher sitzend oder ca. 70 Besucher stehend Platz finden. Der Altar ist fest installiert. Die farbigen Sitzmöbel sind mobil und finden ihre Anordnung entsprechend des Anlasses. Dem Kirchenaußenraum vor der nach außen offenen Apsis des Kirchenschiffes mit dem zweiten Altar ist der öffentliche Raum des jeweils wechselnden Aufstellungsortes zugeordnet. Der Außenaltar kann vor dem Raum und Silhouette gebenden Hintergrund des Kirchengebäudes Mittelpunkt für größere Veranstaltungen im öffentlichen Raum sein. Dafür sind 250 wetterfeste Sitzmöbel vorhanden.
Die LichtKirche besitzt eine PC-gesteuerte Lichttechnik mit LED-Strahlern und eine Tonanlage zur Beschallung des Innen- und Außenbereichs.

Prominente Trauerfälle: Oleg Velyky

Oleg Velyky

Geboren: 14. Oktober 1977
Gestorben: 23. Januar 2010

Der frühere Handball-Nationalspieler Oleg Velyky von Bundesligist HSV Hamburg ist tot. Der 32-jährige Velyky, starb in der Nacht zu Samstag in Kiew an Krebs.

Bereits im September 2003 war bei dem gebürtigen Ukrainer Hautkrebs festgestellt worden. Die erste Therapie sah erfolgsversprechend aus und so nominierte ihn Nationaltrainer Brand in den Kader der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die 2007 dann Weltmeister wurde. Velyky bestritt 38 Länderspiele für Deutschland und 59 für die Ukraine.

Neben den Spielern und Bundestrainer Heiner Brand, zeigte sich HSV-Präsident Andreas Rudolph bestürzt über die Nachricht. „Wir sind angesichts der überaus traurigen Nachricht tief erschüttert. Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit. Ich bin in meiner Trauer und mit all meinen Gedanken bei Olegs Familie und Angehörigen.“

Velyky wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt seine Ehefrau Kataryna und einen sechsjährigen Sohn.

Buch-Tipp: Dem Leben neu vertrauen



Dem Leben neu vertrauen: Den Sinn des Trauerns durch fünf Stadien des Verlusts finden

gebundene Ausgabe 279 Seiten 14,95 €

Elisabeth Kübler-Ross, David Kessler

Verlag: Kreuz Verlag (09/ 2009)

  ISBN- 978-3-7831-2692-1

Kurzbeschreibung

Bereits in ihrem ersten Buch „Interviews mit Sterbenden“ benannte Elisabeth Kübler-Ross die fünf Stadien des Sterbens:

  • Nicht-wahrhaben-wollen
  • Zorn
  • Verhandeln
  • Depression
  • Zustimmung

In den folgenden Jahren stellte sich heraus, dass diese Stadien sich nicht nur darauf anwenden lassen, den Prozess des Sterbens, sondern auch andere schwierige Lebenserfahrungen und Katastrophen anzunehmen. Nun greifen Elisabeth Kübler-Ross und David Kessler auf die fünf Stadien zurück, um eine von tiefem Mitgefühl getragene, eingängige Anleitung für trauernde Menschen zu gestalten. Die Autoren bieten Erkenntnisse und Ratschläge, die den Lesern helfen können, ihr Leben zu normalisieren und den Mut zum Weiterleben zu finden.