Archiv für September 2010

Erneuter Urnenfund im Zürichsee

Erneut fanden Taucher bei Küsnacht im Zürichsee versenkte Urnen.

Bei der Fundstelle soll es sich laut Behördenangaben um die dieselbe Stelle handeln, an der im April 2010 (wir berichteten im April und August) bereits 67 Urnen gefunden wurden. Derzeit kann aber niemand sagen, ob es sich bei den jetzt gefundenen Urnen um neue Urnen handelt, oder ob sie bei der damaligen Bergung übersehen wurden.

Für erheblichen Wirbel hatte der erste Fund, weit über die Landesgrenzen der Schweiz hinaus gesorgt. In den staatsanwaltschaftlichen Fokus geriet damals das Zentrum der Sterbehilfeorganisation Dignitas, die im Verdacht standen, die Urnen im Zürichsee versenkt zu haben. Das Verfahren wurde im August 2010 mangels Beweisen eingestellt.

Da die Identität der Verstorbenen nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wurden die geborgenen Urnen am 07.Juni 2010 in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt.

Urnen Diebstahl ein neuer Volkssport?

Nur Wochen nach dem mysteriösen Urnen Diebstahl von 68er Ikone Fritz Teufel auf einem Berliner Friedhof, versuchten Täter diesmal die Urne des bekannten Showmasters Rudi Carrell auf dem Friedhof in Heiligenfelde zu stehlen.

Bei dem Versuch die Urne auszugraben, müssen die Täter wohl gestört worden sein und konnten unerkannt flüchten. Die herbeigerufene Polizei stellte Rudi Carrell´s Urne erstmal sicher. Die Urne des im Juli 2006 verstorbenen Fernsehstars soll nun mittels einer Spezial-Betonvorrichtung gesichert und erneut bestattet werden.

Prominente Trauerfälle: Eberhard von Brauchitsch

Joachim Albrecht Eberhard Kurt Konrad Ferdinand von Brauchitsch

Geboren: 28. November 1926
Gestorben: September 2010

Der langjährige Geschäftsführer und Manager im Flick-Konzern, Eberhard von Brauchitsch, ist tot. Laut Süddeutscher Zeitung sind von Brauchitsch und seine Ehefrau Helga, „vor wenigen Tagen gemeinsam verstorben“.

Der studierte Rechtsanwalt von Brauchitsch, entstammt einem alten schlesischen Adelsgeschlecht und war der Sohn des Fregattenkapitäns Konrad (Kunz) von Brauchitsch, Leiter des Reichsschallarchivs, und der Edith de la Barre.

Brauchitsch arbeitete einige Jahre in der Rechtsabteilung der Deutschen Lufthansa, bevor er 1957 zum Geschäftsführer der Deutschen Flugdienst GmbH ernannt wurde.

1960 wechselte er in den Flick-Konzern, zunächst als Friedrich Karl Flicks persönlicher Berater. Im Jahre 1965 wurde er zum geschäftsführenden Gesellschafter des Flick-Konzerns berufen. In der Zeit von 1971 bis 1973 war er Generalbevollmächtigter des Verlegers Axel Springer und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im Axel-Springer-Verlag. 1973 ging er zum Flick-Konzern zurück und verließ ihn im Zuge der Parteispendenaffäre 1982, die später als Flick-Affäre bekannt werden sollte.

Am 16. Februar 1987 wurde Eberhard von Brauchitsch wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Danach war von Brauchitsch wieder in die freie Wirtschaft als Unternehmensberater und Rechtsanwalt tätig.

Eberhard von Brauchitsch wurde 1977 für sein Engagement in der Stiftung Deutsche Sporthilfe mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse geehrt.

Urne mit Asche eines Verstorbenen stand sechs Jahren im Spind eines Bauarbeites

In der österreichischen Gemeinde Mauerbach ist ein Streit um die Urnenbeisetzung eines Einwohners entbrannt.

Niemand interessiert der Verbleib der Urne

Die Odyssee der Urne mit der Asche des Verstorbenen dauert mittlerweile mehr als sechs Jahre. Einige Jahre wurde die Urne von einem Gemeindearbeiter in einem Spind am Bauhof aufbewahrt angeblich wusste niemand wohin mit ihr.

Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister von Mauerbach diesen Vorfall. Mit den Worten: „Wir dürfen die Urne nicht bestatten lassen“, verteidigt sich dieser aber. Diese sei Eigentum der Familie. „Die Gemeinde versucht seit Jahren, das zu regeln. Die Familie hat aber auch keine Verzichtserklärung unterschrieben, somit können wir nichts tun.“

Unterdessen wurde die Urne in die Leichenhalle verbracht- die Amtsleitung sowie Bestatter suchen nun nach Möglichkeiten einer zeitnahen Urnenbeisetzung.

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