Archiv für 8. Juli 2010
Versenkte Urnen aus dem Zürichsee werden in anonymem Grab beigesetzt
Die im April 2010 im Zürichsee gefundenen Urnen, (Bericht 19.April 2010) wurden laut Zürcher Baudirektion am Mittwoch, 07.07.2010 in einem anonymen Grab beigesetzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte zuvor die 67 Urnen zur Bestattung freigegeben.
Die Urnen die an einem Steg vor Küsnacht gefunden worden waren, wurden jetzt auf einem Küsnachter Friedhof bestattet. Die Urnen wurden in einer schlichten, überkonfessionellen Feier beigesetzt. Details zur Feier oder zu den Urnen gab der Kanton „aus Pietätsgründen“ nicht bekannt.
Die Baudirektion der Zürichseegemeinde habe sich für ein anonymes Grab entschieden, nachdem klar war, dass sich die Identität der Verstorbenen nicht mehr herausfinden lässt. Den letzten Willen von Verstorbenen oder Angehörigen könne man deshalb nicht feststellen.
Die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft von Zürich, ermittelt weiterhin wegen gewerbsmäßiger Seebestattung. Diese ist am Zürichsee nicht erlaubt.
Winterthur erhält Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen
Auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur, wird am kommenden Samstag ein Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen mit einer ökumenischen Feier eingeweiht. Die zentral auf dem Birkenhain angelegte Grabstätte bietet Platz für 2000 Bestattungen.
Zu der nach einjähriger Bauzeit neu erbauten Anlage gehört ein Besammlungs- und Besinnungsplatz, wo die Hinterbliebenen den Namen des Verstorbenen in eine Namensbank eingravieren lassen können.
In diesem einmaligen Gemeinschaftsgrab, können die Hinterbliebenen die Totenasche in Holzurnen oder ungebranntem Ton in der abfallenden Rasenfläche bestatten. Damit werde dem Willen nach einer pietätvollen Bestattung im Erdreich entsprochen.
Der bekannte Bildhauer Kurt Sigrist gestaltete zudem eine „kommunizierende“ Brunnenanlage aus Stahl, die aus einem Brunnen auf dem oberen Besammlungsplatz und einem zweiten Becken am tiefsten Punkt der Anlage bestehen.

