Archiv für Juli 2010

Prominente Trauerfälle: Theo Albrecht

Theo Albrecht

Geboren: 28. März 1922
Gestorben: 24. Juli 2010

Der Mitbegründer und Eigentümer des Handelskonzerns ALDI, Theo Albrecht, ist tot. Er starb am 24. Juli 2010, im Alter von 88 Jahren in seiner Geburtsstadt Essen.

Theo und sein Bruder Karl Albrecht wuchsen in bescheidenen Verhältnissen und übernahmen nach dem 2. Weltkrieg das kleine Lebensmittelgeschäft der Mutter in einem Essener Arbeiterviertel.

Die beiden Brüder expandierten stark und hatten Anfang der 60er Jahre bereits 300 Läden in der Bundesrepublik Deutschland eröffnet. 1961 trennten die beiden Brüder das Unternehmen: Karl übernahm ALDI Süd und Theo ALDI Nord. ALDI ist inzwischen der neuntgrößte Handelskonzern der Welt- allein mit mehr als 4000 Filialen in Deutschland.

Im November 1971 wurde Theo Albrecht entführt und kam erst 17 Tage später und einer Lösegeldzahlung von sieben Millionen Mark wieder frei. Die beiden Täter wurden 1973 gefasst und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Seit dieser Zeit leben die beiden Brüder sehr zurückgezogen und achten auf Ihre Privatsphäre. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das dass letzte veröffentlichte Foto von Theo Albrecht aus dem Jahre 1971 stammt.

Theo Albrecht ist mit einem geschätzten Vermögen (lt. Forbes) von 12,8 Milliarden Euro, nicht nur der zweitreichste Deutsche (hinter seinem Bruder Karl), sondern gehört auch zu den reichsten Menschen der Welt.

In den letzten Jahren haben sich die Brüder aus dem aktiven Geschäftsleben mehr und mehr zurückgezogen und ihr Vermögen in eine Stiftung eingebracht.

Individualität einer Bestattungsurne

Individualität einer Bestattungsurne

Der Trend der Feuerbestattung nimmt immer mehr zu, was vermutlich nicht nur an den geringeren Kosten, sondern auch an ökonomischen Aspekten liegt. Daher gibt es auch für die Bestattungsurne einige zu beachtende Kriterien, welche darin kurzgefasst werden können, dass die Erwartung dahin geht, dass das Material sich im Laufe der Zeit auflöst und somit der Asche die Möglichkeit gegeben wird, eins mit der Natur zu werden. Dazu gehören eine besondere Herstellungsform und die Beachtung, Materialien zu verwenden, die diese Gegebenheiten mit sich bringen.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass eine Bestattungsurne weniger attraktiv aussieht, denn ganz im Gegenteil, der optischen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Die Individualität einer Bestattungsurne wird genauso beachtet, dank der verschiedenartigen Formen, Farben und persönlichen Möglichkeiten. So bieten einige Händler an, eine Bestattungsurne individuell zu beschriften, oder gar mit den Angehörigen gemeinsam die Bestattungsurne bildnerisch zu gestalten. Diese Arbeit kann womöglich auch den Abschied vom Verstorbenen positiv unterstützen. Je nachdem, welche Hauptkriterien der Verstorbene und auch die Angehörigen bei der Wahl einer Bestattungsurne bevorzugt behandeln, werden sicher die Interessen unterschiedlich ausfallen.

Allgemein gilt allerdings, dass eine Bestattungsurne den unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten entsprechend angepasst hergestellt sein muss und aus speziellen Materialien gefertigt wird. So ist das Material für eine Bestattungsurne, die für die Seebestattung dienlich sein sollte den Kriterien entsprechend zu wählen, dass sich das Material im Wasser in einer bestimmten Frist auflöst. Ebenfalls bietet sich die Erdbestattung an, bei der ebenfalls Wert darauf gelegt wird, dass sich das Material der Bestattungsurne nach einer gewissen Zeit zersetzt. Wer mit besonderem umweltfreundlichem Hintergrund eine Bestattungsurne auswählt, wird womöglich auch darin bemüht sein, dass die Asche nicht in eine separate Aschekapsel aus Metall gefüllt wird.

Auch hierfür gibt es inzwischen interessante Bewegungen, bei denen die Bestattungsurne gleichzeitig die Aschekapsel beinhaltet, in der die Asche gefüllt werden kann und wodurch gesichert ist, dass die Asche nach der Zeit des Zerfalls der Bestattungsurne auch in die Natur eingeht. Der Gedanke, dass sich mit dieser Bestattungsurne der Vorsatz „Asche zu Asche“ tatsächlich erfüllt, mag womöglich einen gewissen friedlichen Nebengeschmack haben. Sicher steht für jeden fest, der für einen Angehörigen eine Bestattungsurne wählt, dass diese eine einmalige Individualität ausstrahlen sollte und dem Verstorbenen einen würdevollen Abschied bereitet.

Optische Gestaltung einer Bestattungsurne

Die optische Wahl wird daher gerne individuell berücksichtigt und Bestatter und Krematorien bieten eine Vielzahl an verschiedenen Bestattungsurnen an, die den unterschiedlichen Individuen gerecht werden. Im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrhunderte haben sich Richtlinien und Entwicklungen zugunsten der Vorstellungen der einzelnen Betroffenen entwickelt. Allerdings war die Bestattungsurne schon vor Christi ein Bestandteil der Bestattungsrituale und selbst zu dieser Zeit wurden unterschiedliche Varianten angeboten. Verschiedenste Designs und farbliche Gestaltungen führen zu einer einzigartigen Bestattungsurne, die sich den Verstorbenen anpasst. Wer für einen Verstorbenen eine Bestattungsurne kaufen muss, wird sicher bewusst eine passende für den Verstorbenen auswählen. Wenn man sich nicht ganz sicher ist, was die Wahl betriff, bieten Bestattungsunternehmen auch gerne an, einen zu beratschlagen. Es ist sicher von Vorteil, wenn man sich auf einen guten Rat und die Beratung eines Außenstehenden verlassen kann, denn der Kauf einer Bestattungsurne wird vermutlich eine besonders schwere Aufgabe für Trauernde sein.

Wer stellte Bestattungsurne auf Parkplatz ab

Ein Bewohner im thüringischen Gotha traute am Donnerstag seinen Augen kaum, als er in der Nähe eines Parkplatzes eine Bestattungsurne fand. Die Urne, auf der ein Name mit Geburts- und Sterbedatum eingraviert war, übergab er daraufhin an die Polizei von Gotha, die nun ermittelt, woher die Urne stammt und auf welchen Friedhof sie eigentlich gehört. Strafrechtliche Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe werden geprüft, hieß es in einer Pressemitteilung.

Feuerbestattung im Wandel der Zeit

Feuerbestattung

Die Wahl bei der Bestattung eines Leichnams fällt aus vielen verschiedenen Gründen häufig auf die Feuerbestattung. Auch wenn eine Feuerbestattung aus kirchlichen Gründen für lange Zeit verboten war, ist dies keineswegs eine neuzeitliche Entwicklung. In vielen Kulturen gilt die Feuerbestattung stattdessen als typisch. Die Asche des Verstorbenen wurde schließlich nach der Verbrennung verstreut oder in einer Urne aufbewahrt. Je nach dem, in welcher Region die Feuerbestattung stattfand, war es üblich, diese an Land, oder auch in einem Gewässer zu verstreuen.

Das Christentum war lange Zeit gegen die Feuerbestattung, da man davon ausging, dass es eine Missachtung Gottes sei, wenn der Körper, welcher bei der Auferstehung Gottes wieder lebendig werden sollte, durch das Feuer zerstört wurde. Später wurde die Feuerbestattung auch vom Christentum erlaubt mit der Voraussetzung, dass dadurch in keiner Weise eine Leugnung des Glaubens an die Auferstehung ausgedrückt wird. Häufig fällt die Wahl auf eine Feuerbestattung zum einen aus finanziellen Gründen, da ein Urnengrab bei weitem weniger Kosten und auch damit verbundene Arbeit verursacht, zum anderen aber auch aus hygienischen Gründen, da man eine Verwesung eines Leichnams, vor allem auch die Verwesung eines Leichnams mit ansteckenden Krankheiten, als unhygienisch betrachtet wird.

Vorsichtig sind Angehörige allerdings auch, denn die Skepsis, ob tatsächlich die Asche des Verstorbenen übergeben wird, ist ebenfalls bei einer Feuerbestattung vorhanden. Diese ist allerdings unbegründet in Anbetracht der Tatsache, dass im Krematorium grundsätzlich eine Nummer auf einem Schamottestein verzeichnet wird und Name des Verstorbenen, sowie Datum der Einäscherung eindeutig zugeordnet wird. Auch sind die Öfen so konzipiert, dass ausschließlich ein Sarg mit der Leiche Platz darin findet, sodass es auch nicht zu einer mehrfachen Verbrennung kommen kann. Eine Feuerbestattung findet allerdings, abgesehen von den finanziellen und hygienischen Vorteilen, auch eine weitere Begründung. So gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die Asche beizusetzen.

Beisetzungsmöglichkeiten bei einer Feuerbestattung

Naturverbündete Menschen möchten womöglich den Weg der Feuerbestattung wählen, um die Erde nicht mit Gasen und Verwesung zu belasten, wofür sich nicht zuletzt die Naturbestattung in Verbindung mit dem Pflanzen eines Baumes, aber auch in der Nähe von Wurzeln eignet. Mit dem Pflanzen eines Baumes auf der Grabstätte des Verstorbenen wird schließlich auch ein besonderer Ausdruck verliehen. Ebenfalls bietet sich bei einer Feuerbestattung auch das Ausstreuen der Asche auf einer Streuwiese oder das Absenken einer Seeurne in Gewässern an. Auch in Deutschland sind die vielfältigen Möglichkeiten der Feuerbestattung gegeben, wobei gewisse Voraussetzungen beachtet werden müssen. Eine weitere beliebte Form der Feuerbestattung ist die Verarbeitung der Asche in einen Diamanten, der schließlich Platz in einem Ring findet und somit den Verstorbenen immer bei sich tragen lässt.

Eine Feuerbestattung bietet zahlreiche Möglichkeiten der Beisetzung, was diese vermutlich auch zu einer so beliebten Version werden lässt. Gerade das Abgeben der Asche an die Mutter Natur sei es über die Luft, das Wasser oder die Erde versinnbildlicht im selben Moment die Wertschätzung des Lebens und der Glaube an den unendlichen Fluss. Dass die Kosten einer Feuerbestattung zudem wesentlich geringer sind, als bei anderen Bestattungs-Möglichkeiten, ist ein positiver Nebeneffekt. Ältere Menschen stehen der Feuerbestattung häufig noch mit Vorbehalt gegenüber, was wohl aus den früheren Bestimmungen der Kirchen herrührt. Allerdings sind diese völlig unbegründet, denn die Zeremonie einer Feuerbestattung kann womöglich auch besonderen Trost den Angehörigen spenden.

Versenkte Urnen aus dem Zürichsee werden in anonymem Grab beigesetzt

Die im April 2010 im Zürichsee gefundenen Urnen, (Bericht 19.April 2010) wurden laut Zürcher Baudirektion am Mittwoch, 07.07.2010 in einem anonymen Grab beigesetzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte zuvor die 67 Urnen zur Bestattung freigegeben.

Die Urnen die an einem Steg vor Küsnacht gefunden worden waren, wurden jetzt auf einem Küsnachter Friedhof bestattet. Die Urnen wurden in einer schlichten, überkonfessionellen Feier beigesetzt. Details zur Feier oder zu den Urnen gab der Kanton „aus Pietätsgründen“ nicht bekannt.

Die Baudirektion der Zürichseegemeinde habe sich für ein anonymes Grab entschieden, nachdem klar war, dass sich die Identität der Verstorbenen nicht mehr herausfinden lässt. Den letzten Willen von Verstorbenen oder Angehörigen könne man deshalb nicht feststellen.

Die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft von Zürich, ermittelt weiterhin wegen gewerbsmäßiger Seebestattung. Diese ist am Zürichsee nicht erlaubt.

Winterthur erhält Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen

Auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur, wird am kommenden Samstag ein Gemeinschaftsgrab für 2000 Urnen mit einer ökumenischen Feier eingeweiht. Die zentral auf dem Birkenhain angelegte Grabstätte bietet Platz für 2000 Bestattungen.

Zu der nach einjähriger Bauzeit neu erbauten Anlage gehört ein Besammlungs- und Besinnungsplatz, wo die Hinterbliebenen den Namen des Verstorbenen in eine Namensbank eingravieren lassen können.

In diesem einmaligen Gemeinschaftsgrab, können die Hinterbliebenen die Totenasche in Holzurnen oder ungebranntem Ton in der abfallenden Rasenfläche bestatten. Damit werde dem Willen nach einer pietätvollen Bestattung im Erdreich entsprochen.

Der bekannte Bildhauer Kurt Sigrist gestaltete zudem eine „kommunizierende“ Brunnenanlage aus Stahl, die aus einem Brunnen auf dem oberen Besammlungsplatz und einem zweiten Becken am tiefsten Punkt der Anlage bestehen.

Neuer Bestattungsskandal erschüttert die Schweiz

Wie Schweizer Medien berichten, hat die Stadt Genf hat gegen neun Mitarbeiter des städtischen Krematoriums Saint-Georges ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Nachdem bereits im April 2010 ein Skandal über versenkte Urnen im Zürichsee die Öffentlichkeit erschütterten, werden nun neun Schweizer Mitarbeiter verdächtigt, das es im Rahmen ihrer Funktion als Mitarbeiter eines städtischen Krematoriums, zu „ernsthaften Unregelmässigkeiten“ gekommen ist, heißt es in einer Mitteilung.

So ist in den Medien von „ungezügelten Partys“ in den Leichenkammern des Krematoriums die Rede gewesen. Die Ermittlungen lassen aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Schluss zu, dass die „Unregelmässigkeiten“ in der Nähe der Verstorbenen begangen worden seien. Ein eventuelles strafbares Fehlverhalten durch die städtischen Mitarbeiter werde aber deutlich geahndet, so die Mitteilung.