Archiv für April 2010

Totenasche im Rosenbeet

Europa stöhnte in den letzten Wochen unter der Asche und dem Rauch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, doch die Neuseeländer haben ein doppeltes Ascheproblem. Vielerorts sind hitzige Debatten ausgebrochen, wo die Einwohner die Asche ihrer Verstorbenen bestatten oder vielmehr entsorgen.

Neuseeland hat ein sehr liberales Bestattungsgesetz- prinzipiell kann dort jeder die Urne mit den Überresten seiner Angehörigen mit nach Hause nehmen und die Asche verstreuen, wo es beliebt – mitten in der Landschaft, an Stränden, in Flüssen und sogar in Parks.

Die Parkverwaltung der Hauptstadt Wellington habe beklagt, das die phosphatreichen Überreste von Verstorbenen die Blumen im Rosengarten umbringe. Nicht nur das die Rosenbeete unter einer Ascheschicht liegen, aus dieser sollen sogar ab und zu Knochen ragen. Eine Mitarbeiterin des Rosengarten berichtete, das 1-2 mal pro Woche jemand seine Asche verstreut und wenn man bedenkt, dass bei einer Feuerbestattung ca. 2 Kilo Asche anfallen, kann man sich die Probleme vorstellen.

Auch in Christchurch, der größten Stadt der Südinsel Neuseelands, gab es Beschwerden, weil am Strand im Vorort New Brighton so viel ins Meer geworfene Asche angespült wurde, dass es unangenehm wurde.

Messetermin: “Leben und Tod”

In der Zeit vom 06. bis 07. Mai 2010 widmet sich die Kongressmesse “Leben und Tod” in der Messe Bremen Themen wie der Vorsorge, Pflege, Begleitung, Abschied, Bestattung, Trauerbewältigung und Sterben in Würde.

Die Messeveranstaltung richtet sich dabei nicht nur an haupt- und ehrenamtliche Fachleute aus der Hospiz- und Altenpflege, dem Bestattungswesen, der Seelsorge, aus dem Friedhofswesen oder sonstige Dienstleistern. Vielmehr möchte man auch mit pflegenden Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit, offen über das Sterben sprechen.

„Dieses Forum wird dem Thema Sterben mehr Öffentlichkeit bieten – hier treffen zum einen Fachleute aufeinander, die sich vernetzten und weiterbilden können. Wir bieten aber auch dem normalen Bürger die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre zu informieren, Fragen zu stellen und mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen“, sagt Meike Wengler, Projektleiterin bei der veranstaltenden Messe Bremen. „In unserer Gesellschaft wird immer noch ungern über das Sterben gesprochen, obwohl es doch jeden von uns betrifft. Dabei spielt das `Sterben in Würde´ bei allen Menschen eine wesentliche Rolle. Rund 90 Prozent wünschen sich, zuhause zu sterben, aber rund 80 Prozent scheiden immer noch im Krankenhaus aus dem Leben. Den meisten Menschen sind ihre Möglichkeiten gar nicht bekannt. Deshalb wollen wir ein Forum schaffen, in dem ganz offen und in angenehmer Atmosphäre Fragen gestellt werden dürfen“.

Öffnungszeiten Besucher: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 Euro

Prominente Trauerfälle: Juan Antonio Samaranch

Juan Antonio Samaranch

Geboren: 17. Juli 1920
Gestorben: 21. April 2010

Der frühere Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Barcelona.

Samaranch war seid 1966 Mitglied des IOC und Sportminister von Spanien. Am 16.Juli 1980 wurde der Spanier Präsident des IOC und stand diesem bis 2001 vor.

Sportlich gesehen wurde Samaranch berühmt durch seinen Eiskunstlauf und als spanischer Nationaltorwart im Rollhockey. Später trainierte er die spanische Nationalmannschaft im Rollhockey und galt als Förderer der 1951 und 1954 in Barcelona stattfindenden Weltmeisterschaften.

Juan Antonio Samaranch war er seit 1955 mit Maria Teresia Salisachs Rowe, einer Freundin von Francos Tochter Carmen, verheiratet, aus der 2 Kinder hervorgingen. Diese starb 2000.

24h Urnenshop Urne-Direkt erweitert sein Urnensortiment

Urne Direkt, Ihr Bestattungs- und Trauerwarenhandel, erweitert ab sofort seine Produktpalette um qualitativ hochwertige Cubatan- Urnen und Stahlurnen.

Was ist Cupat? Cupat ist die Bezeichnung für Urnen in vergänglicher Ausführung mit veredelter Oberfläche. Bei Cubatan handelt es sich um hochdünn verkupfertes oder vermessingtes Stahlblech.

Die Stahlurnen eignen sich besonders gut für eine Bestattung in einem Kolumbarium.

Die angebotenen Cubatan- Urnen bestehen aus vergänglichen Materialien wie Kupfer, Messing, Stahl oder Cupat.  Durch die hohe Kunst der von Hand erzeugten galvanischen Färbung wird jede Urne zu einem gediegenen Einzelstück.

Urne Direkt ist ständig bemüht, das Sortiment für Sie zu erweitern.

Alle angebotenen Urnen können Sie natürlich in unserem Urnenshop privat kaufen.

50 Urnen im Zürichsee versenkt

Taucher der Seerettung fanden bei einem Routinetauchgang ca. 60 Urnen mit menschlichen Überresten. Die Urnen mit der menschlichen Asche sollen illegal im Zürichsee versenkt worden sein.

Urne an Urne lagern sie an einem Steg vor Küsnacht, in einer Tiefe zwischen acht und zehn Metern. Ein erster Teil der, mit einem Züricher Logo versehenen Urnen, wurde bereits geborgen. Nach Angaben der Taucher, liegen die Urnen noch nicht sehr lange dort unten.

Auf Grund des Logo´s an den Urnen und der Zeugenaussage einer Ex-Mitarbeiterin, fällt der Verdacht auf eine Sterbehilfeorganisation.

Nun ermittelt die Kantonspolizei Zürich, denn gewerbsmäßige Seebestattungen sind nicht erlaubt.

Buchtipp: In Würde älter werden

In Würde älter werden

Sophie-Marie Ruesch

Verlag: 1-2-Buch.de

Preis: 11,00 €

• ISBN 978-3-940445-68-1 •

Kurzbeschreibung:

Wie Sophie es für’s Beste empfand die Urne für die Hinterbliebenen zu Hause
aufzubewahren, erzählt sie in ihrem Buch mit den Erzählungen aus der Betreuungszeit ihrer Eltern.

Das Leben mit ihren Eltern hat ihr so viel Licht in ihr Herz getragen, dass es sie begleitet für alle Zeit. Sie hofft, dass ihre Geschichten viele zum nachdenken bringt.
Heute ist sie dankbar, dass sie nicht aufgegeben hat bei der langjährigen Betreuung ihrer Eltern und will diese Leistung verteidigen so gut es geht, denn es war ja nicht
gerade nur ein Spaziergang.

Trotzdem möchte sie aufzeigen, dass das Thema älter werden alle etwas angeht und dass es sicher besser wäre, würde sich die Gesellschaft wieder zurück auf die Vergangenheit besinnen, wo die Betagten-Betreuung zu nicht so erheblichen Familienproblemen führte.

Während Sophie die Geschichte niederschreibt, wie sie ihren Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat, stellt sie immer wieder fest: Wie der Vater – so die Tochter! In so vielen Dingen waren sie sich ähnlich. Und wüsste Vater, dass die Preisgabe persönlicher Details aus seinen letzten Tagen vielleicht anderen älteren Menschen helfen kann, so gäbe er gerne sein Einverständnis zu diesem Buch!

Als Sophie die Betreuung ihrer Eltern übernahm, war sie keineswegs auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie wollte nur, dass ihre Eltern zu Hause ein besseres Leben haben konnten als üblicherweise in einem Heim. Sophies persönliche Betreuung sollte ihren älter und gebrechlich werdenden Eltern Trost, Friede und Liebe spenden. Ihre Erlebnisse zeigen ihr denn Sinn und die notwendige Tiefe einer gerechteren Wegbegleitung fürs Altwerden.

Sophie-Marie Ruesch hat für dieses Buch einen Künstlernamen (den Namen ihrer Urgrossmutter) gewählt. Mit diesem Buch will sie die Gesellschaft aufwecken und zeigen, dass im Gesundheitsweisen Änderungen notwendig sind. Um sich und ihre Familie zu schützen, veröffentlicht sie ihre Erzählung unter dem Namen ihrer Urgrossmutter. Die Erlebnisse von Sophie zeigen, dass es nur eine Bereicherung sein kann, sich für andere Menschen ein zu setzten.

Prominente Trauerfälle: Lech Kaczynski

Lech Kaczynski

Geboren: 18. Juni 1949
Gestorben: 10. April 2010

Der polnische Präsident, Lech Kaczynski, ist tot. Er starb am 10. April 2010, bei einem Flugzeugunglück auf dem Flughafen im westrussischen Smolensk.

Kaczynski war seid dem 23. Dezember 2005 Präsident der Dritten Polnischen Republik. Sein Zwillingsbruder Jaroslaw Kaczynski war von 2006 bis 2007 Ministerpräsident von Polen.

Der Mitbegründer der nationalkonservativen Partei Prawo i Sprawiedliwość (PiS) verkündete am 19. März 2005 offiziell seine Kandidatur für die polnischen Präsidentschaftswahlen im Herbst 2005. In der Stichwahl am 23. Oktober 2005, konnte sich Kaczynski gegen Donald Tusk durchsetzen und machte so den Erfolg für seine Partei PiS komplett.

Am Tag seines Todes war Kaczyński mit seinem Flugzeug, einer Tupolew Tu-154M der polnischen Luftwaffe, auf dem Weg zu einer Gedenkfeier zur Erinnerung an die Ermordung polnischer Offiziere durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn. Die Maschine stürzte bei der Landung auf dem Flughafen im westrussischen Smolensk ab. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte offenbar Nebel über dem Flughafen.

An Bord der Maschine befanden sich neben dem Präsidenten und seiner Ehefrau noch weitere hochrangige polnische Politiker. Der Gouverneur von Smolensk, Sergej Antufijew bestätigte den Tod Kaczynskis. Niemand habe den Absturz überlebt, sagte der russische Politiker im Fernsehen.

Wann eine Trauerfeier/ Bestattung für Lech Kaczynski stattfindet, ist noch nicht bekannt.

Buch-Tipp: Der ewige Kollege. Reportagen aus der Nähe des Todes

” Der ewige Kollege. Reportagen aus der Nähe des Todes”

Alice Bodnár

Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht

  ISBN: 978-3-525-40421-8

ca.200 Seiten

24,90 €

Kurzbeschreibung

In der Der ewige Kollege stehen die Eindrücke und Erfahrungen von Menschen im Mittelpunkt, die aufgrund ihres Berufs täglich mit dem Thema Tod konfrontiert werden.

So beschreibt ein Bestatter Momente, die ihn trotz 20-jähriger Berufserfahrung noch ergreifen. Ein Kriminalist berichtet, wie viel Überwindung es ihn kostet, eine Todesnachricht zu überbringen, während eine Kinderhospiz- Mitarbeiterin erzählt, warum ihr die Arbeit mit schwerkranken Kindern Freude bereitet.

Die porträtierten Personen schildern, wie sie die Herausforderung meistern, sich täglich der Vergänglichkeit zu stellen. Fotografisch begleitet setzt sich die Reportage mit einem Thema auseinander, das jeden berührt und trotzdem ein Tabu ist.

58 Prozent der Bundesbürger sprechen sich laut einer Umfrage gegen Friedhofszwang für Urnen aus

Im März 2010 wurden durch das TNS Emnid Institut eine Umfrage zum Thema „Friedhofszwang für Urnen in Deutschland“ durchgeführt. 58 Prozent der über 1000 Befragten, sprachen sich gegen den Friedhofszwang für Urnen aus.

Ein Großteil der Bundesbürger wünscht sich vielmehr eine Lockerung des bestehenden Feuerbestattungsgesetzes und würde die Urne mit den Ascheresten ihrer Verstorbenen Angehörigen lieber zu Hause aufbewahren oder im eigenen Garten bestatten.

Dass dies ein neuer Trend ist, belegt eine Studie aus dem Jahre 2001. Damals hatten sich noch die Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) für eine Urnenbestattung auf einem Friedhof ausgesprochen. Des weiteren sprachen sie sich dafür aus, Umbettungen von Urnen auf Wunsch der Angehörigen immer zu erlauben. Leider sieht die Praxis doch etwas anders aus. Friedhofsverwaltungen gestatten Umbettungen aufgrund der geltenden Bestattungsgesetze nur in wenigen Ausnahmefällen.

Bestatter werben im Internet

Der Bundesverband Deutscher Bestatter startet erstmals eine Online-Kampagne, um das Markenzeichen „Bestatter -  vom Handwerk geprüft“ zu bewerben. Begleitet von Anzeigen und Plakatwerbung wird dem Verbraucher aufgezeigt, für welche Werte die Bestattungsinstitute mit Markenzeichen stehen.

Rund 80% der Bestattungsunternehmen in Deutschland sind über die Landesverbände im Bundesverband Deutscher Bestatter organisiert. Mit dem Markenzeichen für Bestatter hat der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. ein Zeichen für Qualität und Kompetenz besondersqualifizierter Bestattungsunternehmen geschaffen.

Das Markenzeichen versteht sich als Qualitätssiegel für Bestattungsunternehmen, die die hohen Anforderungen an die betriebliche Ausstattung sowie an die persönliche und fachliche Eignung des Unternehmers und seiner Mitarbeiter erfüllen. Zu den Voraussetzungen gehören neben einer qualifizierten Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, umfassendes Fachwissen und eine transparente Preisgestaltung. Bestattungsunternehmen, die das Markenzeichen führen, erreichen Sie rund um die Uhr und bieten alle Dienstleistungen im Bereich der Bestattung von der Beratung einer Bestattungsvorsorge bis zur Durchführung einer würdevollen Trauerfeier an und sind für den trauerpsychologisch sensiblen Bereich besonders ausgebildet.

Ansprechpartner für Rückfragen und weiterführende Informationen:

Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.

Dr. Rolf Lichtner / Dr. Kerstin Gernig

Volmerswerther Straße 79

40221 Düsseldorf

Tel.: 0211/16 00 8-10

E-Mail: lichtner@bestatter.de / gernig@bestatter.de

Internet: www.bestatter.de