Archiv für März 2010
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Hohe Haftstrafen im Mordprozess gegen zwei Bestatter
Bereits am 31.Januar 2010 berichteten wir über den anstehenden „Mordprozess gegen zwei Bestatter“ an einem Kollegen. Heute wurden nun die beiden Beklagten vor dem Landgericht Nürnberg zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Einen der beiden Täter plagte wohl das schlechte Gewissen und er gestand das spätere Opfer, einen 43-Jährigen Bestatter, an Ostern 2007 mit einem Kantholz erschlagen und ihn später dann unter falschem Namen im Krematorium Passau verbrannt zu haben.
Im Prozess beteuerte der Haupttäter hingegen bis zuletzt seine Unschuld. Seinen Ausführungen nach, lebt das Opfer in den USA oder sei untergetaucht. Das Landgericht sah aufgrund der Beweislage und den Aussagen des zweiten Beteiligten, die Schuld als erwiesen an und verurteilte den Haupttäter zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe, sowie seinen Komplizen zu 13 Jahren Haft.
Prominente Trauerfälle: Wolfgang Wagner
Wolfgang Wagner
Geboren: 30. August 1919
Gestorben: 21. März 2010
Der langjährige künstlerische Leiter der Bayreuther Festspiele, Wolfgang Wagner, ist tot. Er starb am 21. März 2010, im Alter von 90 Jahren in Bayreuth.
Der Opern- Regisseur und Bühnebildner Wagner, war ein Sohn des Komponisten Siegfried Wagner, ein Enkel des Komponisten Richard Wagner und ein Urenkel des Komponisten Franz Liszt.
Der in Bayreuth geborene Wolfgang Wagner absolvierte ab 1940 eine theaterpraktische und musikalische Ausbildung an der Staatsoper Berlin. Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Wagner übernahm er nach dem Zweiten Weltkrieg die Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele. In den Jahren nach dem Tod Wieland Wagners (1966), wurde der Familienbetrieb in die 1973 gegründete Richard-Wagner-Stiftung überführt. Seit 1986 war Wolfgang Wagner Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH.
Im Jahre 2008 trat Wolfgang Wagner aufgrund seines Alters und seines gesundheitlichen Zustands von diesem Vorsitz zurück. Als seine Nachfolgerinnen wurden nach längeren Streitigkeiten seine Töchter Eva Wagner-Pasquier (aus der ersten Ehe) und Katharina Wagner (aus der zweiten Ehe) benannt.
Zu Wolfgang Wagners größten Verdiensten zählte die Stabilisierung der Festspiele in Bayreuth und die wegweisenden Verpflichtungen von innovativen Gastregisseuren wie Harry Kupfer für den („Fliegenden Holländer“) 1978, Götz Friedrich („Tannhäuser“) 1972 und zuletzt Christoph Schlingensief („Parsifal“) 2004.
Nordhessisches Baunatal erhält Friedpark für Urnen
Im nordhessischen Baunatal entsteht zum Sommer 2010 ein kleiner Friedpark in dem Urnen beigesetzt werden können. Auf dem dortigen Friedhof (Kirchbaunaer Straße) werden Gräber angelegt, die man nicht pflegen muss. Durch das Stadtparlament wurden aber auch genaue Bestattungsformen für dessen Nutzung beschlossen, wie z.B. das die Gräber nicht bepflanzt oder umrandet werden dürfen. Die Grabstelle wird mit einer Steinplatte (bestimmte Form und Größe) abgedeckt, auf der die Hinterbliebenen die Möglichkeit haben, die Namen der Verstorbenen zu hinterlassen.
Weiterhin wurde beschlossen, das die Nutzungszeit für Urnen- Reihengräber 25 Jahre und Urnen- Wahlgräber für bis zu vier Urnen, 35 Jahre beträgt.
Prominente Trauerfälle: He Pingping
He Pingping
Geboren: 13. Juli 1988
Gestorben: 13. März 2010
Der kleinste Mann der Welt He Pingping ist tot. Er starb am 13. März 2010, in einem Krankenhaus in Rom, vermutlich an einem Herzleiden.
Der in China geborene He Pingping galt mit einer Größe von nur 74,6 cm offiziell als kleinster Mann der Welt. 2008 erhielt er damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Pingping litt an einer besonders ausgeprägten Form von Osteogenesis imperfecta, einer Krankheit, die das Knochenwachstum hemmt und wurde nur 21 Jahre alt.
Im Jahr 2007 entdeckte ihn ein Journalist zufällig bei Arbeiten in seinem Heimatdorf. Pingping wurde durch das Internet und Fernsehen nach und nach zu einer weltweiten Berühmtheit. Menschen, die He Pingping begegneten, beschreiben ihn durchgängig als umgänglichen sowie lebensfrohen Menschen, der sich trotz seiner Behinderung nicht den Spaß am Leben nehmen ließ.
Prominente Trauerfälle: Peter Graves
Peter Graves/ geb. als Peter Aurness
Geboren: 18. März 1926
Gestorben: 14. März 2010
Der US-amerikanische Schauspieler Peter Graves ist tot. Er starb am 14. März 2010, kurz vor seinem 84.Geburtstag, in Pacific Palisades/ LA/ Kalifornien an einem Herzinfarkt.
Graves gab sein schauspielerisches Debüt im Jahre 1951 in „Rogue River“. Der große Durchbruch gelang ihm durch die Filmrolle des Jim Phelps in der Agenten-Serie „Kobra, übernehmen Sie“. Für diese Rolle wurde der Schauspieler 1971 mit dem Golden Globe als bester Fernsehdarsteller geehrt.
Peter Graves spielte dann in den 70er, 80er und 90er Jahren in über 70 weiteren Filmen wie, „In geheimer Mission“ (1988-1990), „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ (1980), „Die unglaubliche Reise in einem verrücktem Raumschiff“ (1982) sowie in „Men in Black II“ (2002) mit.
Peter Graves hinterlässt eine Frau und drei Töchter.
China Bone Urne
Bei so genannten China Bone Urnen, handelt es sich um Urnen von hoher Qualität u.a. aus Knochenporzellan bestehend.
China Bone Urnen bestehen aus einem speziellen Weichporzellan, das aus verschiedenartigen, aber natürlichen Elementen erschaffen wird. China Bone Urnen sind besondere Porzellanurnen, obgleich sie wie gewöhnliche Urnen auch aus Feldspat, Kaolin und Quarzsand bestehen. Der Clou an dieser Mischung besteht aus seinem hohen Anteil (45 Prozent) an Knochenasche. Dadurch hebt sich die Materialzusammensetzung deutlich von gängigen Urnen ab. Infolge dieser Verbindung erreicht man eine gewisse lichtdurchlässig. Die hochwertigen China Bone Urnen sind zu 100% biologisch abbaubar und zerfallen über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren.
Prominente Trauerfälle: Josef Rommerskirchen
Josef Rommerskirchen
Geboren: 16. Februar 1916
Gestorben: 09. März 2010
Der Mitgründer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), Josef Rommerskirchen ist tot. Er starb nach langer Krankheit, am 09. März 2010 in Wachtberg bei Bonn.
Rommerskirchen zählte im Jahre 1947 zu den Mitgründern des BDKJ und war bis 1952 auch dessen Vorsitzender. Von 1952 bis 1960 war er zunächst Referatsleiter und von 1976 bis 1981 dann Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung. Weiterhin war Rommerskirchen von 1982 bis 1992 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bundeskanzler- Adenauer- Haus. In den Reihen der Bundeswehr erreichte er den Rang eines Oberst der Reserve.
Rommerskirchen war zudem seid mehr als 50 Jahren Mitglied der CDU und gehörte dem Deutschen Bundestag von 1960 bis 1976 an.
Buch-Tipp: Trauma und Tod in der Schule
Trauma und Tod in der Schule
Peter Fässler- Weibel
Verlag: Paulusverlag Fribourg, Verlag zum Ziel (kartoniert/ broschiert 256 Seiten) Preis: 22,50 Euro
ISBN-10: 3-7228-0656-9
Kurzbeschreibung:
Peter Fässler-Weibel,
Geb. 1948, führt eine eigene Praxis für Paar- und Familientherapie in Winterthur (Schweiz). Dort gründete er die “Stiftung Begleitung in Leid und Trauer zur psychosozialen Kriseninterventionen in außergewöhnlichen Notlagen. Er hat einen Lehrauftrag am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg (Schweiz) und ist Co-Leiter verschiedener interdisziplinärer Palliativlehrgänge in Österreich.
Ob Suizid, tödliche Erkrankung oder Verkehrsunfall eines Mitschülers oder auch der Unfall eines Lehrers im Klassenlager: solche Ereignisse mit Todesfolge lösen immer schwere Traumatisierungen aus. Das gilt für die Angehörigen wie auch für die jeweilige Klasse, die übrigen Kinder und Jugendlichen eines Schulhauses und die Lehrpersonen. Bei all diesen lassen sich schwere Schäden und Störungen nur durch eine qualifizierte Betreuung und Behandlung vermeiden. Dieser Aufgabe stellen sich die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes. Als persönlich oder beruflich Betroffene berichten sie von ihren Erfahrungen und sensibilisieren für diese oftmals verdrängte Thematik. Vor allem zeigen sie, wie in Momenten der Krise partnerschaftlich und eigenverantwortlich zugleich die bestmögliche Hilfe erfolgen kann. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag dazu, dass sich in Zukunft Leiden durch eine angemessene Auseinandersetzung mit der Traumatisierung mildern lassen.
Aus dem Inhalt:
Beatrice und Markus Infanger / Peter Fässler-Weibel: Daniel, zehnjährig: Diagnose Krebs
Werner Singer: Schulwegunfall – Umriss einer Pädagogik des Abschieds und der Trauer
Doris Frei: Ein Lehrer stirbt auf der Abschlussreise
Marianne Signer: Der vierte Suizid von Jugendlichen in drei Monaten
Beat Brüllmann: Umgang der Kinder mit Trauer – Eine entwicklungspsychologische Betrachtung
Menno Huber: Das Krisenkonzept – ein Hilfsmittel für Notfälle
Käthy Gyger-Stauber: Rituale als Hilfe und Unterstützung in der Bearbeitung
Rita Siegrist-Müller: Betreuung der Angehörigen
Peter Fässler-Weibel: Der Herausforderung begegnen
Körperspender müssen anteilig Bestattungskosten zahlen
„Aufwandsentschädigung“ oder „anteilige Beerdigungskosten“, egal wie man es nennt, bleiben es doch Kosten die Leuten entstehen, die ihren Körper der Forschung zur Verfügung stellen- natürlich kostenlos. Wie ein aktueller Fall aus Wismar jetzt aber wieder ans Tageslicht brachte, müssen Personen die ihren Körper für Lehrzwecke zur Verfügung stellen, zwischen 600 Euro und 1200 Euro als so genannte Aufwandsentschädigung zahlen. Die Institute für Anatomie begründen ihre geforderte Kostenbeteiligung, mit anfallenden Kosten für Ämtern und Behörden, städtischen Gebühren, Einsargung, Leichenschau, Überführung in das Institut für Anatomie durch ein Bestattungsunternehmen, Einäscherung und der Urnenbeisetzung. Die Anatomischen Institute verweisen weiterhin, auf die in ihren Augen notwendige Aufwandsentschädigung, da die Krankenkassen seit 2004 das Sterbegeld gestrichen haben.
Ein Rückgang der Bereitschaft zur Körperspende, ist nach Aussage der Institute dadurch kaum zu verzeichnen.

