Archiv für Januar 2010

Mordprozess gegen zwei Bestatter



Ab Dienstag beginnt vor dem Landgericht Nürnberg der Mordprozess gegen 2 Bestatter. Die beiden Bestatter sollen ihren Ex-Mitbewerber getötet und später dann eingeäschert haben.

Hintergrund der Tat soll sein, das dass Opfer sein Bestattungsinstitut im Jahre 2007 an einen der Täter verkauft hatte, dieser aber nicht wie vereinbart, der Zahlung des Kaufpreises nachkam. So kam es zu einem erneuten Treffen am Ostersamstag 2007, wo es nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zu der Bluttat kam. Dabei soll einer der Täter mit einem Kantholz mehrfach auf das Opfer eingeschlagen haben, so dass dieser an den Folgen starb. Die Leiche soll dann in einem Sarg ins Krematorium nach Passau gefahren und unter Vorlage falscher Papiere verbrannt worden sein. Einer der Täter, der früher in Schlüsselfeld dem Bestatter-Gewerbe nachging, soll den Mord in der Zwischenzeit gestanden haben.

Der Schriftsteller T. Kammerer hat diese mysteriöse Bluttat zum Anlass genommen, in seinem Krimibuch „The Undertaker“ die Mordgeschichte unter Bestattern zu Papier zu bringen. Auf dem Einband prangt das Konterfei des Mordverdächtigen aus Unterfranken.

Prominente Trauerfälle: J.D. Salinger

Jerome David Salinger

Geboren: 01. Januar 1919
Gestorben: 27. Januar 2010

Der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger ist tot. Er starb am 27. Januar 2010, in seinem Haus in Cornish im US-Bundesstaat New Hampshire.

J.D. Salinger erlangte als Autor des Kultromans “Der Fänger im Roggen”, Weltruhm und Anerkennung seiner Schriftsteller-Kollegen. Trotz seiner mehr als 90 Jahre, war Salinger lt. Angaben seiner Sprecherin auch in den letzten Lebensjahren bei guter Gesundheit. Um Neujahr habe sich sein Zustand aber verschlechtert. Er sei aber friedlich und ohne Schmerzen gestorben. “Nach seinem lebenslangen Bemühen um Abgeschiedenheit wird es keinen Gottesdienst zur Beisetzung geben. Die Familie bittet, aus Respekt gegenüber dem Leben und Werk von Mister Salinger diesem Wunsch zu folgen”, sagte die Sprecherin. “Er wird von den wenigen, die ihm nahe waren, ebenso vermisst wie von den zahllosen Lesern.”

Salinger kämpfte im Zweiten Weltkrieg in Frankreich und traf dort auf den Kriegsberichterstatter Ernest Hemingway, der ihm einer Biografie zufolge ein “verdammtes Talent” bescheinigte.

Salinger´s einziger Roman, “Der Fänger im Roggen” handelt vom 16-jährigen Holden Caulfield, der aus dem Internat fliegt und sich in Salingers Heimatstadt New York durchschlägt. Das 1951 erschienene Buch ist ein frühes Dokument der beginnenden Jugendrebellion. Zudem war der Schreibstil auffällig und nicht zuletzt die Sprache, die sich zahlreicher Schimpfwörter bediente. Das Buch wurde in den ersten drei Jahren weltweit mehr als zehn Millionen mal verkauft.

Amerikanische Schriftsteller würdigten Salinger als einen der größten Nachkriegsliteraten der USA. Sein Schreibstil habe eine ganze Autorengeneration beeinflusst. Der Schriftsteller Rick Moody (“Der Eissturm”, “Garden State”) sagte, es sei als moderner Autor unmöglich, nicht von Holden Caulfield beeinflusst zu sein.

Ermittlungsverfahren gegen „Urnendieb“ eingestellt



Im Oberbayrischen Waldkraiburg ist das Ermittlungsverfahren gegen einen Mann eingestellt worden, der sich widerrechtlich die Urne mit der Asche seines Vaters aus einer Urnennische des dortigen Friedhofs geholt und versteckt hatte.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte wegen Störung der Totenruhe gegen den 46-jährigen Mann ermittelt und begründete die Einstellung des Verfahrens mit dem Hinweis,  dass die Schuld des Täters als gering anzusehen ist. Es bestehe kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung.

Der Mann will sich nun für eine grundsätzliche Legalisierung der Aufbewahrung von Urnen auf dem eigenen Grundstück einsetzen, wenn die verstorbene Person dies wünscht und hat dazu eine Unterschriftenaktion gestartet.

Vorstellung der LichtKirche auf der 4.Hessischen Landesgartenschau



Die erste mobile LichtKirche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, kann ab dem 24.April 2010 auf der 4.Hessische Landesgartenschau in Bad Nauheim bewundert werden.

Die LichtKirche ist ein Projekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nasau und soll zu Anlässen wie Landesgartenschauen und weiteren öffentlichen Ereignissen als mobile Kirche, als temporäres Gebäude mit unverwechselbarer Architektur Zeichen für die evangelische Kirche sein. Sie ist ein spiritueller Erlebnisraum. Die innovative und missionarische Grundidee des Projekts lautet: Die Kirche kommt zu den Menschen, an Orte, wo diese die Kirche nicht erwarten. Sie kann sowohl als besondere Kirche inszeniert werden, z.B. temporäre Trau- oder Kasualkirche an einem schönen Ort, oder besondere Veranstaltungen und Events um einen spirituellen Raum bereichern. Die Idee für einen mobilen Kirchenpavillon, kam der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Studiengang Architektur der Fachhochschule Frankfurt. Die mobile Kirche besteht aus transluzenten (durchscheinenden) Kunststoffplatten auf einem Holzunterbau und ist ca. 8 m hoch, 14 m lang und 4,5 m breit. Die Gesamtkosten werden mit ca. 260.000 €uro beziffert.

In ihrer Funktion soll die LichtKirche Raum für atmosphärisch außergewöhnliche, konzentriert eindringliche, Lichtdurchflutete, offene Veranstaltungen bieten. Im Kircheninnenraum können ca. 40 Besucher sitzend oder ca. 70 Besucher stehend Platz finden. Der Altar ist fest installiert. Die farbigen Sitzmöbel sind mobil und finden ihre Anordnung entsprechend des Anlasses. Dem Kirchenaußenraum vor der nach außen offenen Apsis des Kirchenschiffes mit dem zweiten Altar ist der öffentliche Raum des jeweils wechselnden Aufstellungsortes zugeordnet. Der Außenaltar kann vor dem Raum und Silhouette gebenden Hintergrund des Kirchengebäudes Mittelpunkt für größere Veranstaltungen im öffentlichen Raum sein. Dafür sind 250 wetterfeste Sitzmöbel vorhanden.
Die LichtKirche besitzt eine PC-gesteuerte Lichttechnik mit LED-Strahlern und eine Tonanlage zur Beschallung des Innen- und Außenbereichs.

Zeig mir Dein Grab und ich sage dir, wer Du warst!

In der heutigen Zeit, zeigen die Menschen gerne was sie erreicht haben oder zumindestens was sie gerne darstellen möchten.

Dieser Trend macht auch vor der Bestattungskultur in Deutschland keinen Halt und so ist es bei einem Gang über unsere Friedhöfe kaum verwunderlich, das es auch hier mehr oder weniger schöne oder große Grabanlagen zu bewundern gibt. Der Individualität des einzelnen sind da wenige Grenzen gesetzt und so verraten uns die Gestaltung der Grabanlagen, Gräber oder die Beigabe von Grabschmuck viel über den Bestatteten, aber noch viel mehr über die Zeit, in der sie gestaltet wurden.

Bis zum Ende des 17.Jahrhunderts gab es in Europa keine herkömmlichen Friedhöfe, die „Arbeiterklasse“ wurde in Massengräbern beigesetzt. Nur den reichen Kaufleuten, Adligen und besondere Menschen war es vergönnt, ihrer Person in Form eines Einzelgrabes oder einer Familiengruft auch nach dem Tod zu huldigen.

In der heutigen Zeit zeigt sich unsere errungene Individualität auch nach dem Tod. Wo unser letzter Ruheplatz liegt- oder wie er gestaltet sein soll, können wir schon zu Lebzeiten bestimmen. Da fallen uns spontan Bestattungsvarianten wie: Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Friedwald-Bestattung, Kolumbarien aber auch so ungewöhnliche wie: Himmelsbestattung, Bergbestattung, Nordpool-Bestattung ein.

Jeder nach seiner Fasson…für den Bescheidenen gibt es den Karton-Sarg, für den Extravaganten eine Bestattung im Bronzesarg. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das sich viele bereits zu Lebzeiten einen Sarg oder eine Urne kaufen. Für Umweltbewusste gibt es die Bio-Urne, für den modernen Menschen die Designer-Urne. Die Auswahl ist groß: Es gibt Urnen aus Holz, Kupfer, Edelstahl, Marmor, Keramik, Glas oder Granulat. In den letzten Jahren, erfreuen sich dabei Urnenbeisetzungen oder Friedwald-Bestattungen immer größerer Beliebtheit.

Sie suchen nach einer Bestattungsurne? Dann besuchen Sie doch unseren Urnen Onlineshop!

Prominente Trauerfälle: Oleg Velyky

Oleg Velyky

Geboren: 14. Oktober 1977
Gestorben: 23. Januar 2010

Der frühere Handball-Nationalspieler Oleg Velyky von Bundesligist HSV Hamburg ist tot. Der 32-jährige Velyky, starb in der Nacht zu Samstag in Kiew an Krebs.

Bereits im September 2003 war bei dem gebürtigen Ukrainer Hautkrebs festgestellt worden. Die erste Therapie sah erfolgsversprechend aus und so nominierte ihn Nationaltrainer Brand in den Kader der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die 2007 dann Weltmeister wurde. Velyky bestritt 38 Länderspiele für Deutschland und 59 für die Ukraine.

Neben den Spielern und Bundestrainer Heiner Brand, zeigte sich HSV-Präsident Andreas Rudolph bestürzt über die Nachricht. „Wir sind angesichts der überaus traurigen Nachricht tief erschüttert. Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit. Ich bin in meiner Trauer und mit all meinen Gedanken bei Olegs Familie und Angehörigen.“

Velyky wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt seine Ehefrau Kataryna und einen sechsjährigen Sohn.

Buch-Tipp: Warum steht auf Opas Grab ein Stein?

Warum steht auf Opas Grab ein Stein?

Hamburger Kinder erklären Beerdigungen (32 Seiten mit Abb.)

Preis: 3,50 €

Schulpastor Christian Butt (Hg.)

Verlag: Calver Verlag Stuttgart

  ISBN: 978-3-7668-4124-7

Kurzbeschreibung

Hamburg (epd). Unter dem Titel “Warum steht auf Opas Grab ein Stein?” haben Hamburger Kinder einen kleinen Beerdigungsführer für Kinder geschrieben. Auf 32 Seiten werden Begriffe wie “Sarg”, “Erdwurf”, “Beileid” oder “Urne” kurz erklärt und jeweils mit einem selbst gemalten Bild erläutert. Verfasst wurden die Texte von Oberstufenschülern der Walddörfer Gesamtschule. Die Bilder wurden von Hamburger Grundschülern gemalt.

Die Idee zu dem Beerdigungsführer kam Schulpastor Christian Butt, als seine Eltern 2008 kurz hintereinander verstarben und er seinen Kindern die Beerdigungsrituale erklären wollte. Gemeinsam mit Hamburger Schülern gestaltete er daraufhin einen Beerdigungsführer. Erklärt werden einfache Begriffe: “Ein Grab ist eine tiefe Grube in der Erde. In diese Grube wird der Sarg oder die Urne hineingelassen. Die Grube wird dann mit Erde zugeschüttet.”

Erklärt werden aber auch Beerdigungsrituale, die viele Erwachsene nur schwer erklären könnten: Warum legen Freunde und Angehörige Kränze auf das Grab? Die Besonderheit des Kranzes sei, heißt es dort, dass er keinen Anfang und kein Ende habe. Der Kranz sei damit ein “Zeichen für die Unvergänglichkeit”. Er stehe dafür, dass die Liebe der Trauernden und auch die Liebe Gottes zu dem Verstorbenen ewig ist.

Es sei für ihn erstaunlich, so Pastor Butt, mit welcher Klarheit die Kinder das Thema Tod darstellten. Schließlich sei es ein Thema, das Erwachsene eher meiden würden. So wird auch erklärt, was der “Leichenschmaus” nach der Beerdigung ist. Bei diesem Essen gehe es nicht so traurig und formell zu wie bei der Trauerfeier. Das gemeinsame Essen helfe, den Verstorbenen in guter Erinnerung zu behalten und ein bisschen Abstand von der Trauer zu bekommen. Abgebildet sind schwarz gekleidete Gäste an einer Kaffeetafel mit einem Glas Rotwein im Vordergrund.

Wer nicht wirbt, stirbt! Werbung in der Bestattungsbranche

Was Bestatter werblich wagen und wie junge Kreative mit dem Thema umgehen,
zeigen die Ergebnisse des Awards des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur.
Die Dokumentation der Tagung “Wer nicht wirbt, stirbt” ist nun als Buch
erschienen und zeigt Best-Practice-Beispiele aus einer extrem sensiblen
Branche.

Werbung in der Bestattungsbranche bleibt eine Gratwanderung und erfordert
Fingerspitzengefühl. Denn es geht um ein Thema, das alle angeht und das
keiner will.

Doch wie viel und welche Werbung verträgt die Bestattungsbranche? Und wie
kann die Gratwanderung zwischen Ansehen und Aufsehen gelingen? Wie erreicht
man seine Zielgruppe? Wie fällt man auf? Wie bleibt man in Erinnerung?
Klassische Fragen des Marketings. Doch hier geht es um mehr: Wie weckt man
Sympathie für eine unbeliebte Branche?

http://www.bestatter.de/bdb2/pages/shop/buecher_wnws.php

Leiche eines Truckers liegt seit fast 2 Monaten auf Eis

Der 40-jährige deutsche Trucker der am 26.November 2009 auf einem Autobahn-Rastplatz im öterreichischem Kärnten an einem Herzinfarkt gestorben war, wird nun wohl doch nach Deutschland überführt werden. Nachdem die Pathologie den Leichnam freigegeben hatte, liegt diese in einem Bestattungsunternehmen in Kärnten auf Eis.

Grund für diese fast 2-monatige Odyssee ist, das der Vater es ablehnt, die Überführungskosten für seine toten Sohn zu übernehmen- angeblich, weil er befürchte, dann auch dessen Schulden zu erben. Nachdem österreichische Medien berichteten, kam Bewegung in den Fall. Kärntener Einwohner wollten für eine würdige Beerdigung sammeln und die Gemeinde Techelsberg erklärte schließlich die Kosten für eine Bestattung zu übernehmen, weil der Rastplatz auf dem der Deutsche starb, zu dieser Gemeinde gehört. Nun haben sich Freunde des Truckers bereit erklärt, für die Überführung der Urne zu sammeln.

Es bleibt abzuwarten, wann und wo der Deutsche Trucker nun seine endgültige letzte Ruhe finden wird.

Prominente Trauerfälle: Petra Schürmann

Petra Schürmann

Geboren: 15. September 1935
Gestorben: 13. Januar 2010

Die erste deutsche „Miss World“ und Moderatorin Petra Schürmann ist tot. Sie starb am 13. Januar 2010  in Ihrer Villa am Starnberger See.

In den letzten Tagen gab es Gerüchte um den schlechten Gesundheitszustand Schürmanns. Seit dem Unfalltod ihrer Tochter im Jahre 2001 und ihres Mannes, Gerhard Freund im August 2008 war sie häufig krank, litt unter einer Sprachblockade und lebte zurückgezogen.

Petra Schürmann wurde im Jahre 1956 als erste Deutsche zur “Miss World” und damit zur schönsten Frau der Welt gekürt. Danach begann ihre steile Karriere zuerst als Ansagerin und später auch als Moderatorin beim Bayerischen Fernsehen. Später moderierte sie große Gala-Shows für die ARD und das ZDF. Auch in verschiedenen Schauspielrollen, u.a. in “Die Tote aus der Themse” oder “Engel des Schreckens” war Schürmann zu sehen.

Seit 1996 war Petra Schürmann Trägerin des Bayerischen Verdienstordens.