Archiv für November 2009
Buch-Tipp: Nimm den Tod persönlich
Nimm den Tod persönlich – Praktische Anregungen für einen individuellen Abschied
Fritz Roth / Georg Schwikart
Verlag: Gütersloher Verlagshaus, 2009
ï‚·Â ISBN- 978-3-579-06829-9
Preis: 14,95 €uro
Kurzbeschreibung
Praktische Anregungen für einen individuellen Abschied
Der Bestatter & Trauerbegleiter Fritz Roth und der Religionswissenschaftler Georg Schwikart, beschreiben in ihrem neu erschienen Buch, wie Hinterbliebene die Zeit zwischen dem Tod und der Beerdigung persönlich und aktiv gestalten können. Ein Künstler, ein Steinmetz und ein Theologe geben hilfreiche Tipps.
Themen wie z.B. die Anfertigung des Leichentuchs oder die passende Musik bis hin zur Erinnerungsfeier werden in diesem Buch eindrucksvoll beschrieben. Die Autoren wurden bei ihren Recherchen von Künstlern wie Alfred J. Opiolka, dem Steinmetz Gunnar Ravn oder dem Theologe Christian Fleck unterstützt und geben hilfreiche Tipps.
Begriff Feuerbestattung
Für eine Feuerbestattung (auch Kremierung) benötigt man einen Kremationssarg und eine Überurne worin die Aschekapsel mit der Totenasche eingelassen wird. Bei einem Kremationssarg, handelt es sich in aller Regel um einen ungebeizten Natursarg ohne Nägel und Metallgriffe. Nachdem der Sarg mit dem Verstorbenen verbrannt wurde, wird die Asche in eine Aschekapsel gefüllt und wenn gewünscht, in einer Schmuckurne bestattet.
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Prominente Trauerfälle: Erich Böhme
Erich Böhme
Geboren: 08. Februar 1930
Gestorben: 28. November 2009
Der ehemalige Chefredakteur des Spiegels, Erich Böhme erlag am 28. November 2009 einem langjährigen Krebsleiden.
Der Journalist Böhme stand fast 17 Jahre an der Spitze der Spiegel-Redaktion und erlangte großes Ansehen durch seine Moderation der Sendung “Talk im Turm” sowie als Herausgeber der Berliner Zeitung.
Böhme galt als einer der einflussreichsten deutschen Journalisten.
Was tun nach Todesfall
Viele Angehörige fragen sich, was sie als erstes tun sollten, wenn ein Todesfall eingetreten ist.
In jedem Fall müssen Sie einen Arzt benachrichtigen, der die Todesbescheinigung (auch Totenschein genannt) ausstellt. In Krankenhäusern und Altenheimen geschieht das im Regelfall durch die Leitung des Hauses. Als nächsten Schritt, sollten Sie nahe Verwandte benachrichtigen und nachfragen, ob der Verstorbene seinen letzten Willen bezüglich seiner Bestattung schriftlich hinterlassen hat und mit diesen das weitere Vorgehen besprechen. Hat der Arzt den Tod festgestellt und den Leichnam freigegeben, muss der Leichnam innerhalb von 24 – 36 Stunden durch ein Bestattungsunternehmen, in eine Leichenhalle überführt werden. Eine Abschiednahme und Aufbahrung im Wohnhaus des Verstorbenen, ist für einen Zeitraum von 1-2 Tagen möglich, sofern der Verstorbene nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gelitten hat. Die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer, sehen eine Erdbestattung spätestens 5-12 Tage nach dem Todesfall vor. Die Feuerbestattung ist grundsätzlich nur möglich, wenn der Verstorbene dies schriftlich verfügt hat. Für die Kremierung und anschließenden Beisetzung der bleiben bis zu 6 Wochen Zeit. Die Beisetzung der Asche erfolgt in der Regel in einem Urnengrab mit oder ohne Urne. Dies geschieht entweder auf einem Friedhof, in Friedwäldern oder durch Verstreuen der Totenasche auf ausgewiesenen Streuwiesen oder der See. Eine UrnenBestattung kann jedoch frühestens 24 Stunden nach dem Ausstellen des Totenscheins erfolgen.
Nachdem man die Bestatterkosten verglichen und sich für ein Bestattungsunternehmen entschieden hat, bleibt den Hinterbliebenen die Möglichkeit, die Wünsche des Verstorbenen zu besprechen sowie Art und Weise der Bestattung festzulegen. Dabei können die  Hinterbliebenen entscheiden, welche Schritte der Bestatter ihnen abnimmt, z.B. Behördengänge (Beurkundung auf dem Standesamt) oder Gespräche mit der Friedhofsverwaltung und zuständigen Kirchengemeinde.
Friedwald
Friedwälder sind eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Friedhöfen. Eine Friedwald-Urne aus ökologisch abbaubarem Material wird dabei im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. In Deutschland gibt es ca. 80 solcher Friedwälder, u.a. im Schlosspark Pansewitz aif der Insel Rügen, sowie im Ruheforst in der Rostocker Heide. Die Kosten für ein einzelnes “Ruhe-Biotop” belaufen sich auf ca. 2.700 – 8.000 € .
Verwaltungsgericht erlaubt keine Bestattung im heimischen Garten
Vor dem Verwaltungsgericht in Trier scheiterte nun ein 75- jähriger Architekt mit seiner Klage nach dem Wunsch einer Urnenbestattung im heimischen Garten. Der Rentner wollte unter einer alten Buche auf seinem Grundstück in Saarburg bestattet werden.
Die Richter am Verwaltungsgericht beriefen sich in ihrer Klageabweisung auf das in Deutschland bestehende Bestattungsgesetz. Dieses Gesetz besagt, das es in Deutschland grundsätzlich einen Friedhofszwang gibt, der nur in Ausnahmefällen umgangen werden darf. Der bloße Wunsch, im eigenen Garten bestattet zu werden, reiche für eine Ausnahmegenehmigung aber nicht aus.
Bestatter mögen kein „grün“
Für den Bestatter gehören die dunklen Farben zum Arbeitsalltag und so ist es kaum verwunderlich, das sich die Branche noch immer gegen die Einführung einer umweltfreundlichen und biologisch abbaubaren Biourne wehrt. Mit einem „grünen“ Gedanken können sich bisher nur weniger Bestatter anfreunden.
Eine Vielzahl der Menschen entscheiden sich für eine Einäscherung nach ihrem Tod, doch nur wenige wissen, dass ihre Asche nach Ablauf der Ruhezeit auf dem Friedhof in Massengräbern entsorgt wird, weil die Überreste noch längst nicht zu Erde geworden ist.
Den 61-jährigen Ingenieur Matthias Malok störte dieser Gedanke schon lange, wie die Chemnitzer Morgenpost berichtet. Weil die Kunststoffurnen, die zu DDR-Zeiten üblich waren, sich überhaupt nicht zersetzen und die heute üblichen Weißblech-Urnen zur Zersetzung viel länger brauchen, als die gesetzliche Ruhezeit andauert, hat er eine Biourne erfunden. Die biologisch abbaubare Urne, die er schon Mitte der 90er Jahre entwickelt hat, besteht aus Weizenstärke und Holzfasern. Doch seine Idee von der Öko-Urne kommt in der Bestattungsindustrie nicht an – obwohl sein Modell umweltfreundlicher und preiswerter ist. Die wenigen Abnehmer in Süddeutschland reichen nicht aus, um seine Idee zu refinanzieren, deshalb hat Malok sich schweren Herzens dazu entschlossen, die Produktion einzustellen.
Noch nicht aufgegeben hat dagegen die Künstlerin Rita Capitain aus der Nähe von Bad Segeberg, die individuelle Biournen aus verschiedenen Materialien herstellt. Ihr Anliegen ist es, mit den Urnen der Individualität des Verstorbenen gerecht zu werden und gleichzeitig das Vergängliche auch in der Urne selbst umzusetzen. Ihre eiförmigen Urnen werden aus biologisch abbaubaren Materialien (Baumwolle, Papier, Stärke) gefertigt. Auch Rita Capitain kämpft gegen die Widerstände aus der Bestattungsbranche, aber sie will sich durchsetzen und bei ihrer Idee bleiben.
Prominente Trauerfälle: Jeanne-Claude
Jeanne-Claude…
Geboren: 13. Juni 1935
Gestorben: 18. November 2009
Die Objektkünstlerin Jeanne-Claude ist tot. Sie starb am 18. November 2009 in New York an den Folgen einer Gehirnblutung.
Jeanne-Claude und ihr Mann Christo wurden durch ihre spektakulären Verhüllungsaktionen an Gebäuden und Großprojekte auf der ganzen Welt bekannt. Dabei war Christo immer der aktive Künstler und Jeanne-Claude die Organisatorin und finanzielle Direktorin. Viele Großprojekte wären ohne ihr Verhandlungsgeschick und ihr Organisationstalent unmöglich gewesen. In Deutschland wurden die Aktionskünstler vor allem durch die Verhüllung des Berliner Reichstags im Jahre 1995 bekannt.
Beileidsbekundungen im Internet
Wie schon nach dem Tod von Michael Jackson nutzen tausende Menschen nach dem Selbstmord von Robert Enke die Möglichkeit, ihre Gefühle online auszudrücken. Enkes Homepage z.B. war zeitweise nicht erreichbar, weil sich so viele Menschen in das virtuelle Kondolenzbuch eintragen wollten. Jeweils binnen weniger Minuten bringen dort Dutzende ihre Trauer zum Ausdruck, drücken den Angehörigen ihr Beileid aus, schreiben geschockt von ihre Fassungslosigkeit über die Todesnachricht.
Schon seit mehreren Jahren nutzen Menschen die Möglichkeit, ihre Trauer online auszudrücken oder Verstorbenen im Internet ein Denkmal zu setzen. Für manche Hinterbliebene, kann die große Anteilnahme von Menschen, die sie nicht einmal persönlich kennen, ein Trost sein und der Trauerbewältigung dienen.
Virtuelle Gedenkstätten findet man z.B. unter: www.internet-friedhof.de, www.nachrufe.de, www.trauerportal.de oder www.unsere-verstorbenen.de
Buch-Tipp: “Hallo Himmel – Hier Erde”
“Hallo Himmel – Hier Erde” (Wir) Kinder beten anders.
Ein Buch für Trauerarbeit mit Kindern
Verlag: Monika Fuchs
 ISBN 978-3-940078-07-0 19,90 €
Kurzbeschreibung
“Hallo Himmel – Hier Erde” ist ein besonders einfühlsames Buch in die Welt der Kinder und Ihrer Gebete. Die Kommunikation mit dem lieben Gott ganz neu entdecken und mit Jesus reden wie mit einem Freund dem man alles erzählen kann, ist der Sinn und Zweck dieses Gebetbuches. Es ermuntert Kinder Ihre Sorgen und Nöte nicht für sich zu behalten.
Dieses Buch ist wunderschön bebildert und das ganz normale, tägliche Abendgebet bekommt damit ein völlig neues Gesicht. Es hilft dem Kind aber auch Problemsituationen in der Famlie (Todesfall, schwere Erkrankung u.s.w.) besser zu verarbeiten
Das Buch besteht aus 2 Teilen:
• Kinderbuch
Aus einem kleinen Bilderbuch kann sich das Kind Situationen aus dem täglichen Leben aussuchen die es erlebt hat und über die es gerne dem lieben Gott erzählen will (Freude, Trauer, Streit, Krankheit, Verletzung, Ungehorsam, schlechte Noten usw.). Wichtig ist, das Kind selbst entscheiden zu lassen worüber es reden möchte.
• Elternbuch
Dazu gibt es dann das größere Buch für die Eltern in dem für den Anfang als Anleitung ein mögliches Gebet zu dieser Situation aufgeschrieben ist. Im Laufe der Zeit sollte das Kind dann jedoch seine eigene Sprechweise zu Gott finden.

